Rotenbutger.
Rotsilbuxger (Conrad), Baumeister vonNürnberg , arbeitete um r-jgZ. an den Stiftsgebäu-dsnzuTamberg. /)<rto,. 8^nt. IUus. D. Il.p. m.
Roernhan (Sebastian«) verfaßte eine Land-karte von Franken, die zu Jngolstadt i 54 Z. er-schien ; Kopien derselben sind im Grrelius, m:
I)e«cripr. Luropoc etc. zu finden. Ja-cher nennt ihn einen fränkischen Ritter, der 1478.geb. wurde, große Reisen unternahm, Ministeran verschiedenen Höfen, auch Rath bey KaiserCarl V. gewesen war, Einiges schrieb, und aufdem Schlosse Rctweinsdorf, seinem gewöhnlichenAufenthaltsorte, 10Z2. starb. In dem Bauern-kriege , wo ihm der Bischof von Halberstadt dieKomiiiandantschaft eines Schlosses überkragen hatte,hielt er sich so tapfer, daß ihm zu Ehren ein Denk-mal gesetzt und eine Münze geschlagen wurde. Ey-rrng hat iM. zu Jena sein Leben in 6°. gegeben.
* Rotermans ( ), s. den folgenden Art.
Rorermundt und unten Rorrermondr.
* Rotermanns, s. oben Rodermondr undden gleich folgenden Art.
Rarermundr (Joh. Joseph) zu Regens burg . In I. C. Schäfers Abbildungen derSchwämme (Regensburg 1762-74. 4 Thle. i» 4 °.)Theil IV. sind gefärbte Blätter nach seinen Zeich-nungen zu finden.
* Rorh (Andreas). M'colai glaubt, derselbesey vielleicht mit Heinrich Rode Eine Person.
— — (Christoph Ernst), ein Maler, dervermuthlich gegen die Mitte des XVIII. Jahrh,lebte. Nach ihm ist ein Bildniß des Rektors zuEisleben , E. Frankus, ohne Namen des Ste-chers, in Kupfer gebracht worden.
*— — (C.). So pflegte sich bisweilen derim Lex. enthaltene, und auch unten folgende Ku-pferstecher Christian Rorhgießer abzukürzen.
*— — (C. M.), der im gedruckten An-hange des Lex. erscheint, hieß Christoph Mel-chior, ein deutscher Kupferstecher, arbeitete zuPetersburg , wo er ein Mitglied der Kaiser!. Aka-demie ward. Man hat von ihm und Schlepper,einem Mitgliede gleicher Akademie, Vorstellungender Kleidertrachtcn aller Nationen des Russischen Reiches auf c> 5 . Tafeln. Rorh gab auch auf72. Bl. die Skadtgen u. s. w. des NürnbergischenGebietes nach M- G. Lampferdtingcr. Eben sokennt man von ihm Bildnisse, wie;. B. dasjenigeder Kaiserin Catharina II. »ach V- Eriksen, unddas — ihres Hundes auf einem Canape, nachI. F. Grooth. Noch ein, wahrscheinlich anderesBildniß dieser Fürstin von ihm von 1772. ohnewettern Namen, als den seinen (und zwar in vol-lem Pompe: 8culpt. Hcn<j. Imp. 8cient.) führtFiorillo K. L. II. 96. an, und nennt es ein elen-des Blatt. Ohne Zweifel ist dieser Künstler der-selbe, der bey Mensel II. ohne Taufnamen, wiefolgt, erscheint: »Rorh ( ), Kupferstecher zu
St. Petersburg , geb. zu Nürnberg , ward 1768. fürdie Landkartenstecherey der dortigen Akademie derWissenschaften verschrieben. In 1770. dankte erdiese Stelle ab, und sticht seitdem (also noch 1789.)auf eigenen Verlag Landschaften, Bildnisse und Ge-schichten". Von seinen frühern Arbeiten schon um176». werden irgendwo: Ansichten zu DreyhauptsBeschreibung des Saalkreises, genannt.
— — (Friedrich), Maler zu Berlin , geb. zuWürzburq 1720. Sein Vater (wahrscheinlich derFranz Ignaz des Lex.) gab ihm den erste» Un-terricht in seiner Kunst, wobey er zugleich nachden guten deutschen und italienischen Gemälden,die in den Kirchen seines Geburtsorts sind, sturdirte; auch gieng er im Begleit seines Vatersnach Düsseldorf , die dortige Gallerte zu besuchen.Eben so bereiste (?) er die Schönbornischeu Galle-rten zu Gaybach, Wiesentheyd und Pommersfel-den. Von da begab er sich nach Prag , Leipzig und Dresden , wo er auf der Akademie zeich-
Rothe. izör
nete, bey verschiedenen guten Künstlern arbeitete,und, weil gerade damals (17)5.) zur Feyer vondrey Beylagcr Anstalten gemacht wurden , fürden Hofmaler Corelli , in besten Deckenstücke aufdem Brühlischen Gute Nischwitz, die — Blumenmalte. Nach Verlauf eines Jahrs kam er nachBerlin , und malte sehr viel zum Verkauf; „aber„er blieb lange versteckt, obgleich seine Arbeiten„in vieler Liebhaber Händen waren, weil diejeni-„ gen die sie verkauften ihres Vortheils wegen (?),»den Namen des Künstlers verschwiegen". End-lich wurde er durch einige Deckenstücke auf demPodewilschen Gute Fredersdorf bekannt, so baßer, nach Vollendung dieser Arbeit, auch dasInnere des Chinesischen Hauses zu Potsdam ,in Gemeinschaft mit dem Hofmaler Huber zu ma-len bekam. Zugleich arbeitete er in der damalserrichteten Porzellanfabrik, gab darin den jungenMalern und Bossirern Unterricht im Zeichnen,und malte dazwischen sowohl in Oel als Fresco.Meusel II. zählt ihn (1789.) noch unter die Le-benden. Im ssl. R. Lex. (1809.) erscheint er nichtmehr. S. auch unten Joh. Friedrich R.
Rorh (Johann Ferdinand), Diakonus beySt. Jakob in Nürnberg , ein, unsers Wissens,noch lebender verdienter Kunstlitterator, gab in1791. Leben Albrecht Dürers, des Vatersder deutschen Aünstler, gr. 8. Leipzig beyDyck(8. Bog.) und arbeitete damals an einer Ergän-zung und Fortsetzung von Doppe.'inavers Ge-schichte der Nürnbergischen Künstler, welche aberseither nie erschienen war. In 1782. las man vonihm in Msufel's Mus. XV. 182—64. die Be-schreibung eines merkwürdigen Kunstwerks vonLucas Cranach . In neuern Tagen dann gab er:Mythologische Dakryliorhek, nebst vorausge-setzter Mhandlung von geschnittenen Stei-nen, mit 2. Kupfertafeln, gr. 8. Nürnb. 8 o 5 .187.S. Text, mit einem hölzernen Kästchen, darin 9Z.Abdrücke von Gemmen in rother Masse. Aucheinzelne waren um billige Preise zu haben. Eineausführliche Nachricht hievon s. in Meusel'sArch- I>. 187-90.
— — (Madmoiselle). Von einer Dilettantinin der Kunststickerei), dieses Namens, von Azmoosim K. St. Gallen, sah man auf dem Zürchersalon1802. ein Mädchen, das eine Urne mit Blumen be-kränzt, auf Atlas brodirt.
Rorhar, Abt zu Fulda . Seine Möncheklagten bey Kaiser Carl dem Großen über ihn, daßer: /Zeclillcia immonüs erbauet habe. Breit-kopfs Gesck. d. Schreibet., herausgcg. vonRoch S- .7. Not. Z.
Rorhbler; (I. G-). So nennt unsers Wis-sens der einzige wttiklersche Gantkatalog einensonst unbekannten Künstler, von dem er ein Blatt:8t. Ülari» Ng^staleim ssoeuitentisc spsculumanführt, das eine geübte Etznadel verrathe, undmit: lnv. sc. bezeichnet sey.
Rothe (Aegidins), der schon oben, unter demStockholm genannt wird. In dem DresduerArt. F. N). Gferal, kurz als Münzwardein vongelehrt. Anzeiger, Jahrg. 1782. S. 420. heißtderselbe ausdrücklich Königlich SchwedischerMünzmeister, der nachgehends von 1682. an alsFaktor bey der Saigerhütte Grünthal im säch sischen Erzgebirge gestanden, 172h. starb und in derKirche zu Olbernhau (dasiger Gegend) begraben liege.
— — (Conrad Gotthclf), Königl. SächsischerHofcondncteur zu Dresden , geb. daselbst 175,.lernte durch Privatunterricht die Zeichnungskunst,und genoß hernach in der Architektur den vollstän-digen Unterricht des ObcrlandbaumeisterS Krubsa-cius. Mit diesem reiste er in 1706. wo er ange-stellt wurde, nach Polen , hielt sich einige Jahredort auf. und hatte viel Gelegenheit, seine Kennt-nisse im Königl. Dienste zu zeigen. Nach seinerRückkunft 1761. vertrat er zu gleicher Zeit dieStelle eines Landbauschrcibcrs. I» der Ober-Lausitz auf dem Gute des H. von Gersdorf in
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