IZ62 Rothe.
Mefferdorf hatte er das ganze Herrnhaus und dieübrigen wirthschaftlichen Gebäude aufgeführt u. s. f.Mensel II. III.
Rothe (Constantin), ein Münzmeister, wel-cher, in gegenwärtigen Zusätzen, unter F.W.Dfe-ral genannt wird. Noch ist hier zu bemerken, daß manauf ihn (st. 1678. z» Dresden ) eine von E. Lucius(Dresden 1678. Fol.) in Druck gegebene Leichen-predigt kennt.
— — (Erasmus), ein Gießer zu Bautzen um 1681. Vielleicht ist er Eine Person mit demGießer Joel Erasmus R welcher ebenfalls inder Lausitz in 1678. vorkömmt Entwurf einerGberlausiy Wendischen Rirchenhistorie (Bau-ncn 1767. 8°.) S. 6g-n8.
— — (Franz Joseph), Hofbaumeister desKurfürsten von Cöln. Derselbe befand sich, nebstseinem Sohne, im Gefolge seines Herrn bey derKaiserkrönung zu Frankfurt a. M- 1742. Bro-nungs-Diarium Raiser Fart VIl. (Franks, a. M-i7g2? Fol. in der Fourirliste).
— — (Joel Erasmus), s. oben ErasmusRothe.
— — (Johann Adam), s. unten Rousseau (Johann Jacob).
— — (Joh. Friedrich), ein Kunstmaler, wel-cher um 178«. zu Wittenberg lebte. JE. Ereildas 178.,. florirende Wittenberg (das. 8°.)G. 42. Ob er etwa mit dem obangczogenenFriedrich Rorh derselbe seyn dürfte?
— — (Job. Georg), ein geschickter Tischleraus der Lößnitz im kursächsischen Erzgebirge . Der-selbe erbaute die Schnorrische Emporkirche in dergroßen Stadtkirche zu Schneeberg 1691. Gott-fried Etler führte das Jahr darauf, nach die-sem Muster, ebendaselbst die Mackisch-BlüherscheEmporkirche auf. Von der vorgedachten Schnee-berger-Stadtkircbe hatte Rothe auch ein Modellverfertigt; sein Tod fällt vermuthlich in das ersteJahrzehnd des XVIII. Jahrhunderts. E- Mel-zer's erneuerte Ehronik von Schneeberg (das. 1716.4°.) S. 77. ivo. Oerrel in seinerHistorie von Epbenstock (Schneeberg 1748. 4° )S. 107. spricht ebenfalls von unserm R und sagt,daß er von 1684—88. die schöne achteckige Kirchezu Carlsfeld , unweit Eybeustock im Erzgebirge ,gebaut habe; jedoch soll ihm ein italienischer Künst-ler dazu den Riß verfertigt haben.
-(Matthäus),j Münzmeister. s. unten
)> den Art. Albert von
— — (Michael), ^ Schreibersdorf.
— — (Theodor). So heißt im Sächsisch.Rurkab. 1762. S- 10. ohne Weiteres ein Königl.Hofbildhaucr zu Dresden , der dort 1761. 67. I.alt verstorben sey.
— — ( ) ein Formschneider, der vermuth-
lich um die Mitte des XVUl. Jahrh, zu Leipzig lebte. In den Breirkopfischen Verlagswerkensieht man hin und wieder mittelmäßige Vignettenvon ihm, welche znm Theil nach Zeichnungen vonStock geschnitten sind.
— — ( ) Maler zu Dresden , der auf dem
dortigen Salon 1806. einen gerühmten Mondscheinin Sepia, so wie 1808. einen Fischzug nach Berg-hem und eine Landschaft nach der Natur ausge-stellt hatte. Derselbe befand sich noch zu Dres den 1811. damals ungefähr 23 . I. alt.
* Rochen Hammer, s. Rotrenhammer.
Roehfelser ist ein Beyname des in den ge-genwärtigen Zusätzen erscheinenden Hansen vonDehn. Hkc.
Rothgießer (Andreas), Kupferstecher, s.den gleich folgenden Art.
* — — (Christian). Derselbe blühete umdie Mitte des XVII. Jahrhunderts. Diele von
R 0 thmaye r.
ihm radirte Blätter, auf denen zum Theil sein Nameabgekürzt (S./sotü. (ec. — 0./(. sec.) erscheint,finden sich in der Reisebeschreibung nach Moskau und Persien von Ad. Glcarius, in der Reise desI. A. von Mandelsloh »nd dem von Gleariusübersetzten Persianischcn Roscnthal. Von ihm kenntman auch das Dildniß des Arztes M. Muhlbach,ohne andern Namen als den seinigen. In naherAnverwandtschaft mit ihm mag Andreas Roth-gießer, der in gleicher Kunst arbeitete, gestan-den haben. Die Reisebeschrcibungcn des I. An-dersen s und v. Jversen's zeigen mehrere seinerBlätter, auf denen die beyden letzten Sylben desNamens Rorhgießer in mancherley Art, als:(Rorh) gießer — geiser—giser - geißer u. s. f.variirt sind. Sein Monogramm giebt Ehcist S. io 5 .deutet es aber dabey auf einen wohl niemals cxistirrcndcn Kupfcretzer von Tranach fälschlich aus.(Es ist -8^st- die Punkten fehlen bey Christ).Sämmtlich hergezählte Bücher wurden von A.Glearius edirt, und erschienen in einer neue»Auflagej (welche uns auch bey Abfassung diesesArtikels allein zu Handen gewesen ist) zu Hamburg 1696. in einem ziemlich dicken Foliobande. Nochist anzuführen, daß die Stiche beyder, vorzüg-lich die des Andreas, ohne Werth sind; vermuth-lich waren sie auch eigentlich Goldschmiede.
Rorhhand (Loren;), MünzwaldeininDien,sten des Landgrafen von Hessen ; im Jahre 1690.kommt er dort abhanden, und p. pürrner erhieltseine Ctelle.H i rsch deursch.Münzarch.VII-275.
Rorhkp ( ). In dem Verzeichnisse einer
Auktion von Kunstsachen, die 1788. zu Leipzig stattfand, wird einem solchen ein Christuskopf nachGuido Reni , eine 17" breite und 24" hohe fleißiggearbeitete Handzeichnung in schwarzer Kreide zu-geschrieben.
Rorhinaler (Hulderich Sigmund), ob bloßDilettant«, oder selbst ausübender Künstler, istuns unbekannt, schrieb eine zu Jena 1692. ge-druckte lateinische Dissertation über die Malerknnst.
Rorh mayer (Joh. Baptist). So heißtirgendwo ein Maler, dessen eigenhändig gemaltesBildniß 1782. in der Sammlung von Malerbild-nissen des Grafen Fr. Lact. von Firmian, damalsauf dem Lustfchlosse Leopoldskron bey Salzburg,zu sehen war.
* — — oder vielmehr Rorrmayr (Joh.Franz), Baron von Rosenbrunn, geb. zu Salz burg 1660. In der Gallerie zu Wien , wo er (invon Mechel's Katalog) Joh. Michael heißt,findet sich von ihm eine Opferung der Jvhigeniain schwach-lebensgroßen Figuren, auf Holz ge-malt. In derjenigen zu München (s. v. Joh.Franz) Loth mit seinen Töchtern, stark lebensgroß(doch wohl nur Kniestück). Ehemals zu Salzrhasltim Christus vor Pilaro, halbe Figuren lebens-groß. Lipowsky dann. der ihn Joh. FranzMichael, und seinen Pinsel keck und breit, so wieMännlich seine Färbung glühend nennt, führtvon ihm an, zu Salzburg in der Universitäts-kirche St. Carl Borromaus und St. Benedikt;in der Kirche zur rothen Brüderschaft Christusam Kreuz; in der Spithalskirche den Tauf derheidnischen Prinzessin Ottilia durch St. Erhard.Dann in der Domkirche zu Passau , in der ehe-maligen Domkirche zu Rairenhaslach, und inder Karmelirerkirche zu Regensburg Mehreres.
Seit der Redaktion dieses Art. erhielten wirüber Rorhmayer noch ff. Notitzen. Derselbeführte den Titel als Hofmaler des Kaisers Jo seph I. Die drey großen Felder des Hauptgewölbesder Jesuiterkirche zu Breslau wurden von ihm in1696. nch lreflichen Gemälden in Fresco geziert.Sie enthalten die Vorstellungen: Wie Christus imHimmel von allen Seligen und von den Gläubi-gen des Alten Testamentes angebetet wird; endlicheine große Komposition: Die Beherrscher der vierWelttheile, und die Völker, denen der Name Jesuverkü'.drgt worden ist, u. s f. Das mittelste Oel -