Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1368
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weichen muß); nnd endlich St. Margaretha, diedem Drache den Fuß auf den Nacken setzt: Alle(außer die zweyte und dritte der H. Familien,welche letzter einst in der Gallerie Orleans stand)in der Königl. Franz. Gallerie. Dann nach H.Carracci das sogenannte Silentium, ebenfalls ausder gedachte» Gallerie; nach Guido: St. Franziscin Betrachtung, ebendaher; den jungen Christ, derin einer einsamen Gegend den jungen Johannesumarmt; eine Mater Dolorosa (wieder aus deroberwähnten Gallerie); lauter Blatter, welche,nebst der Grablegung von Titian und den Arbeitendes Herkules nach Guido, auchFüßli (I. 169. II.174. 2i5. 219. 234. 241. III. ä2.) nennt, und zurgleich ihre Urbilder beschreibt und würdigt. Conk.mit all' Obigem Gandellini, wo sich immer vonStechern nach italienischen Meistern Nötigen fin,den, die man selten bey Andern antrift. RostVII. 185—69.

Rousseler (Fr.), ein wenig bekannter Ku-pferstecher, mit dessen Namen und dem Datum1609. sich ein Bildniß des Raths Paul Petau be-zeichnet findet.

— — (I-k.). Auch dieß war der Name einesfranzösischen Kupferstechers, von dem sich Arbei-ten mit 1696. datirt finden.

* — — (Margaretha oder Magdalena The,resia). Von ihr kennt man nach I. de Seve'sZeichnung: Den Tag (Clytia), und die Nacht(Endnmion); dann nach la Traverse's: Die Ruhedes Herkules. Ferner, ohne andern Namen alsden ihrigen: le besn Derber und la belle 6011-quelnere. Hinwieder hat nach ihr G. Sorniquedas Bildniß des Kardinal Fleury gestochen. Basan(Lcl. sec.) der sie Magdalena heißt, nennt vonihr eine mit 1784. batikte Auferstehung.

* — — (Maria Anna). Gemeinschaftlich

mit ihrem Mann Peter Franz Tardieu hat sie,neben Anderm, ein Blatt nach Vernet: I'Onössgitee gestochen.

* Rousser (Peter Natalis). Derselbe besaßeine schöne Sammlung von Kunstwerken, worunterdie Blätter von Stephan de la Bella, Jacob Callotund Sebastian le Clerc ihn auf-jooo. xjvr. zu stehenkamen.

Roussiere (Franz de la), ein französischerKupferstecher des XVII. Jahrhunderts, gab, ohneandern Name» als den seinigen, eine Menge Bild-nisse Französischer Personen, geist- und weltlichenStandes, von welchen einige mit 1667- u. 58 . be-zeichnet sind, und die für irgend ein historischesWerk bestimmt zu seyn scheinen.

Roussols ). Von etnem solchen, ohneandern Namen, als den seinigen (der aber viel-leicht kein Anderer, als der oben angeführte PaulRoussel ist), finden wir ein Bildniß des ArztesD. Sennerts (st. 16Z7. 65 . I. alt) in den Werkendieses letzter». Moehsen's AerzrebildnisseS. 125 .

R 0 ux (Jakob Wilhelm Christian, gewöhnlichnur Jakob), Maler und Lehrer der Zeichnungskunstzu Jena , geb. daselbst 1771., bildete sich bort undzu Dresden zum Bildniß- und Landschaftsmaler;auch benutzte er in Jena die Gelegenheit, Anatomiezu studiren, und lieferte daher die Zeichnungen zuLoder's anatomischen Tafeln. Dann gab er, vonihm selbst gezeichnet und (ziemlich gut) geetzt 1806.das erste Heft malerschec Ansichten von Jena undder umliegenden Gegend, mit Beschreibung vomjüngern Pros. Schütz, 6. Bl. (zu 3 . Th. 12. Gr.),von welchen es in öffentlichen Blättern hieß:Daß, obschon der Künstler die Nadirnadel erstkürzlich zur Hand genommen, dieselben mit vielerNettigkeit gearbeitet seyen, und sich üderdieß durchgewissenhafte Treu empfehlen. Bloß in einigenStellen scheine es an zarter Haltung, und denVordergründen hinwieder an breitern, wirksamernSchattenparthien zu gebrechen. Seit r8»8. wur-

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den dieselben, aus leicht begreiflichen Gründen,zum zweyten Mal, auch vereinzelt zu 12. Gr. aus-geboten, und mit drey neuen, für die Zeitgeschichteberechneten, vermehrt; hauptsächlich aber (wofernsich 2«n. Unterschriften für 1. Th. 12. Gr. fanden)ein großes Blau von ihm versprochen, welchesSchillers Garten, nach seiner innern Ansicht, vor-stellen sollte, der im Kleinen auch unter jenen Blät-tern erscheint. Meusel III. Tüb. Morgend!.1809. 506 . Noch finden wir in einer unsrerhandschriftlichen Notitzen die Nachricht, daß die-ser Künstler um 1809. Jena verlassen habe, undsich nunmehr (1811.) zu Weimar befinde. Dortwerden noch von ihm angeführt: Acht geetzteBlätter zu der Schrift: Ansichren der SradrJena in den Gkroberragen 1806 , nebsi einemAnhange in kl. tpuarro, mir schwarzen undilluminirren Lupfern (Jena , bey Seidler 1809.Pr. 2. Th. 12. Gr.), wovon wir aber vermuthen,daß solche abermals eine Auffrischung der schonoben angeführten Arbeiten seyn dürften.

* Roux (Johann Baptist und Niclaus). Die-selben sind gleiche Personen mit den im Lex. eben-falls angeführten Vliclaus und Joh. BaptistRosfo, wo Mehreres über sie gesprochen ist.

— — (I. le), ein Bildnißmaler zu Paris .Nach einem solchen hat, in Desrochcrs Verlage,Petit das Bildniß des Abts P. M. de Gourne,und ein Ungenannter diejenigen eines gewissen CarlGroßart, soi-disaul Marquis b'Ambrcville, undseiner Gemahlin — einer Zigeunerin, gestochen.Ohne Zweifel ist es dieser Roux, von dem sich inder Marmor-Gallerie zu Eanssoucy das Bildnißeines jungen Mädchens das sich wahrsagen laßt,halbe Figur Lebensgröße, worin nach M. Oester-reichs Urtheil Schatten und Licht wohl angebrachtsind, dann im Zimmer neben dem Conzertzimmerein Gärtner mit einer Gärtnerin, und zwey Besta-unen von vieler Anmuth, beydes wieder Halbfi-guren befinden.

* — — ( ), der Baumeister. Derselbe

hieß Johann Baptist. Von ihm liest man b-yde Fonrenai (dem Lex. ziemlich entgegen): »Ob-gleich er keine vorzüglichen Talente besaß, gehörter dennoch unter den neuern Architekten zu denen,die am meisten gebraucht wurden. Denn er wußtesehr gut zu — sprechen, und sich damit bey einigenangesehenen Personen Gewicht zu geben, die denKünstler oft mehr nach äußerm Schein als nachinnerm Gehalte zu beurtheilen wissen. Uebrigensmangelte es ihm wirklich nicht an Genie, besondersin der Zimmerverzierungskunst, nach Berain'S undPineau's Geschmack, der damals Mode war".Daß ihn die Akademie zum Mitgliede aufnahm,versteht sich von selbst. Er etzte Einiges nachBlondel; wie z. B. Dekoration (je la Taqaüe «jn1 'emple se IVIars pours les bloßes <ju lVIarquisde IVIirepoix (17Z5).

— — ( ), ein französischer Kupferstecher

zu Ende des XVII. und Anfang des XVUI. Jahr-hunderts. Von ihm kennt man verschiedene Blat-ter, die Zeitgeschichte betreffend. So z. B. 1 «Vomitik <je Narcliancla cle ble<j (satz-re) 1696.— liejoulssances cle8 IVlaitres panseurs » quiont tlre I'o^e 8»r la Heine au sujet «je I'errec-tion fle la 8tstue <je Tonis XIV. a la place «jeVenöorne, 1699. — Diatribution <ju ?ain «juRoi au Touvre 1709. — lVIort «ju prince «jeConti 1727. — dlsissance <Ie8 lVIesüames «jeTrance. Alles vielleicht für irgend ein uns unbe-kanntes historisches Werk.

* — — ( le). In dem Almanach roz^sl(17^2.) kommt unter den Mitgliedern erster Klasse,der Pariser-Akademie der Baukunst, einer diesesNamens vor, welcher im I. 1737. aufgenommenwar. Vielleicht ist dieser ein Sohn von dem vor-genannten Joh. Baptist, welcher auch im Lex.erscheint, und dessen Tod dort in 17^0. gesetzt wirdSollte etwa dieß Todesjahr irrig seyn, so würde