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r; 15 Kilos Material verlieren, das in Bezug auf den Gegenstand, den
i) man vor Augen hat, nutzlos ist, oder mag man 85 Kilos derselben Sub-
ck stanz, die schon der 15 nutzlosen Kilos beraubt ist, anwenden, so muß
>g in beiden Fallen die Gaserzeugung dieselbe sein. Auch müssen wir über-all legen, daß das System einer vorgängigen Verwandlung in Oel nur dem
v- Bedürfniß, etwas Neues hervorzubringen und den Beifall derSpeculanten
zu gewinnen, seine Entstehung zu verdanken scheint. Auch erkannte>e- derVerbreiter derVerwandlungskunst recht gut, daß es damit nicht richtig
m war, und widerrief bald darauf sein erstes Programm, indem er dieVor-
>n theile seines Verfahrens in einem Bruchtheil des ursprünglich ange-
10 wandten Harzes suchte oder suchen lassen wollte. Die Halste bloß, sagt
ler er in seinem Anschlag, tragt zur Gasbildung bei, und die andere Hälfte
eil löst sich wieder in verschiedene Oele auf, deren Verkauf große Vortheile
b- gewahren muß.
!e- Es gehört nicht zu unserem Zwecke, über die Oelfabrication Unter-
t ; suchungen anzustellen; wir prüfen das Harz nur aus dem Gesichtspuncte
oei der Gaserzeugung. Was die Leichtigkeit derVerfahrungsart anlangt, so
10 halten wir das einfache Schmelzen des Harzes, um es durch Hähne in
m kleinen Portionen in die Retorten zu bringen, wie es Hr. Chauffenot
betreibt, für zweckmäßiger und bequemer; aber es ist noch nicht Zeit, aufai- diese Frage einzugehen, auf die wir weiter unten wieder zurückkommenoe- werden.
>ol Ganz neuerdings waren die Spalten allerJournale der Hauptstadt
ich mit sehr prunkvollen Ankündigungen einer neuen Art der Gaserzeugunggefüllt und wir haben Anschläge darüber gesehen, wonach Gas mildemim größten Leuchtvermögen zu sehr niedrigen Preisen dargestellt werden soll.
cht Folgendes ist im Wesentlichen das angekündigte Verfahren: Man ver-
Al sorge sich zunächst mit Wasserstoffgas. Aus welchem Wege, wird nicht ge-
ms sagt. Soll es, wie anfänglich angekündigt wurde, vermittelst der Zer-
setzung des Wassers in Berührung mit den Metallen durch Dazwischenkunftien einer Saure oder durch die Destillation der organischen Substanzen ge-
cht schehen? Wir werden es später erfahren. Wie dem auch sei, wenn der
)es Wasserstoff da ist, versetze man ihn mit Kohlenstoff, indem man ihn
m- mit dem Schieferöl vereinigt; man führt selbst die Gegenden an,
arj welche diese kostbare Zuthat liefern: es sind die Umgebungen von Antun,
mg Schieferöl ist trotz des neuen Namens nichts als eine Art Steinök,
md welches durch eine neue Destillation eine ätherische Substanz liefert, die
ine sich mehr oder minder derNaphtha nähert; wegen der großen Feinheit»,
»er- Flüchtigkeit derselben gedenkt man sie vermuthlich in Anwendung zu
off bringen, da die sehr leichte Naphtha, wenn sie sich mit dem Wasserstoff ver-teil mischt, wenigstens eine Zeit lang an seiner Elasticität Theil nehmen und
eas- mit ihm bis zu den Brennern dringen kann; weiter ist es nicht zu
rsii treibm. Es ist keine wirkliche chemische Vereinigung; jeder Einzelstoff
-der des Gemisches verbrennt auf die ihm eigenthümliche Weise, der Wasser-echt stoff, indem er Wasser erzeugt, und die Naphtha, indem sie sich zerlegt und