Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bonpland Bonstclten 89

und bei seiner Thätigkeit dem türkischen Reiche hätte werde» kennen. Indeß genoßer die Annehmlichkcite» seiner Lage hinlänglich, und starb 1141. seilte „»6-moire^" gab Desherbiers heraus (Paris 1806, 2 Bde.). Im 2. Bde. der Me-nwiren Casanova'S stnden sich Mittheilungen über Bonneval.

Bonpland (Aimö), Zögling der Arzneischuleund des botanischen Gartenszu Paris, begleitete 1109 Alex. von Humboldt nach Amerika und entdeckteüber 6000 neue Pflanzcnarten. Nach seiner Rückkehr ward er 1801 Vorstand desGartens zuMalmaison, den er beschrieben hat (Paris 1813 —1811, I I Lief.,Fol.. m. Kpf). Auch war er Mitherausgeber der in Paris franz. und in Tübingen bei Corla deutftb erschienenen Reise in die Äguinoctialgegenden des neuen Conti-nents, von 1199 bis 180 ); verfaßt von Alex. von Humboldt und A. Bonpland (3 Thle., 1818). 1818 ging er als Professor der Naturgeschichte nach BuenoS-Ayres. Dort unternahm er den 1. Dct. 1820 eine UntersuchiiiigSreise den Paranahinauf, in das Innere von Paraguav, wurde aber z» St.-Ana am östl. User desParana, wo er Tbeepfianziingen angelegt und eine Colouie von Indianern gegründethatte, von 800 Soldaten des Beherrschers von Paraguay, Dr. Francia , auf demGebiete von Buenos-Ayres überfallen, die seine Pflanzungen vernichteten undihn mir den meisten Indianern gefangen wegführten. Francia schickte ihn alsGariüsonsarzt in ein Fort und beauftragte ihn mit der Anlegung eines Han-delsweges. Nach den letzten Nachrichten von 1825 lebt B. in Sanka-Maria.Seine Gefangenschaft hat keinen andern Grund als die ihm gelungene Anpflanzungdes Pcwaguamhee?. Aler. von Humboldt schrieb selbst an den Dr. Francia . um dieFreilassung seines Freundes zu bewirken', aber vergebens unterstützten sein Gesuchder damalige engl. Minister Canning und der brit. Geschäftsträger in BuenoS-Ayres, Hr. Parish. — Aus B.'S Handschrift ordnete Kunth das große Werk:,,d> >V!> geueru rt üpeciei U>I u»i", welche B. und Alex. v. Humboldt aufihrei' Reise in den Tropenländern der neuen Welt gesammelt und beschrieben haben(Paris 1815 — 25, 1 Thle., Fol., m. Kpf, in 35 Lief, 1210 Fr.).

Bonstetten (.st arl Victor v.), ?lltlantvoigtzu Nyon, geb. zu Bern 1115,stamint aus einem uralten freiherrl. Geschlechte im Canton Zürich ; sein Vater,Karl Emcmuel, war bernischer Seckelmeistei'. In Pverdun, dann vom 19. Jahrein Genf erzogen, und hier durch den Umgang mit Bonnet, Stanhope, Voltaire ,Saussure und andern Gelehrten gebildet, studirte er zu Lenden, hierauf mit Grayzu Cambridge, dann zu Paris, reiste nach Italien (das er später öfter besuchte) undschrieb seine gehaltvollen „Briefe über ein schweizerisches Hirtenland". 1115 warder Mitglied des souverainen Raths von Bern , und 1181 Lantvoigt in Nnon. Hierlebten bei ihm Maithisson, SabS und Frieterike Brun; hier arbeitete JohannesMüller an der Geschichte seines Vaterlandes. Bei der Versammlung der helveti-schen Gesellschaft in Dlren 1186 setzte er nebst einigen seiner eidgenössischen Freunde5 Preise für die beste und vollständigste Nachricht von dem ganzen ErziehungS-Wesen in dem einen oder andern der schweizerischen Freistaaten, und die brauchbar-sten Vorschläge der möglichen Mittel zur Verbesserung desselben aus. Sowol hier-durch als durch mehre auf Iugendbildung Hinstrebende Schriften und ökonomischeAbhandlungen bewies er, wie sehr es ihm um die Aufnahme seines Vaterlandes zuthun sei. Den Umwälzungen in seinem Vaterlande entfliehend, folgte er der Ein-ladung seiner Freundin, Friederike Binn, nach Kopenhagen und. lebt? dort vomFrühlinge 1198 bis zum Frühlinge 1801. Bei seiner Rückkehr wählte er 1802Gens zu seinem Aufenthaltsort. B. gehört zu den Charakteren, die Hippel dieverheiratbbaren nennt, d.b. die durch innigesZusanimenfein und Mittheilungen mitberühmten Freunden, durch Briefwechsel und Ideengemei»schaft eine höhere Cele-brität erhalten. Sem Frelindschaftsbuiid mit Job. v. Müller, der seine Briefe überdie Geschichte ihm zuschrieb (s. 13. Bd. der Werke), welche zuerst von Friederike