Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Drun in den Druck gegeben wurden, wird so lange im Andenken bleiben, als desgroßen Geschichtschreibers Werk unter den Deutschen leben wird. So blühttseinName auch in Matthisson's „Erinnerungen" und Gedichten, sowie in den Schriftten und Liedern seiner treuen Freundin Friederike Drun. Während seines Aufent-halts in Kopenhagen erschienen v. B.'ö „Kleine Schriften", 4 Ddchn., 1799—1801, von dem vielseitigsten Interesse. 1802 ließ er in Zürich die Resultateseines Forschen- über die besten Mittel der Dolkserziehung: „Ü ber Narionalbildung",2 Bde., drucken, wovon früher mehre Proben in dem durch Böttiger herauSgegeb.„Neuen deutschen Mercur" zur Kunde des Publicums gekommen waren. Einespätere Reise nach Italien veranlaßte ihn zu interessanten wpograph. Untersuchun-gen über die zunehmende Verödung der Tampagna von Rom aus Mangel der Cul-tur und der daraus sich verbreitenden ungesunden Luft: „Vov.igo ;»r I» ;ce„e<lu ilernie, livre rle l'l.iieiilc, »uivi <Ie gucbjue; oli;c> vation; ;»r le I..itiurnniockcrne" (Genf 1813). Ohne in die Übertreibungen zu verfallen, deren sichspäter Koreff und andre auf grelle Effecte hinarbeitende Reisebeschreiber über dieverpesteten Umgebungen Roms schuldig gemacht haben, sind von B.'s, aufAlterthums- und Naturkunde begründete, auch durch ein Chärtchen über denvulkanischen Boden jener Gegenden erläuterte, Nachforschungen über die schlechteVerwaltung und den vernachlässigten Anbau der Umgegend RomS nicht sehr ein-ladend. 1807 erschienen seine zum Theil durch Murarori und Bettinelli veran-laßten „Ilecli ereile; ;»r I« n.iturc et le; Ivix <le i'im.ipsiiiation" (2 Bde.).Helle Blicke über die Lebensphilosophie enthält seine Schrift: „?en;ec; 0ivvr;e;;ur llivcr;objet; ein I,iei> Public" (Genf 1815); seine Werke: „bltiicle; c>u re-elle! eile; ;„r 1c; l-rculte; ,ic ;c»tir et cle i>e,i;e>" (1821, 2 Bde.), „b'boiuincclu mi,Ii et >Iu ,Mr<>" (Genf 1824) und seine „Philosophie der Erfahrung"(Ltuttgart 1827) beurkunden seinen philosophischen Beobachtungsgeist. H. H.Füßli gab (Zürich 1827) die „Briefe von Bonstetten an Matrhisson" (von 1795—1827) heraus.

Bonzaniga (Giuseppe), königl. Bildhauer zu Turin . Durch 40jäh-rigen beharrlichen Fleiß erhob er die Kunst, in Holz und Elfenbein zu schneiden,zu einem hohen Grade von Vollkommenheit, stiftete dafür eine neue Schule undgründete eine Officin, aus welcher zahlreiche, in ganz Italien gesuchte und vonKunstfreunden geschätzte Werke hervorgegangen sind. Er starb den 18. Dec. 1820.

Bonzen werden von den Europäern die Priester der im östlichen Listen, be-sonders in China, Birma, Tunkin, Cochinchina und Japan verbreiteten Religiondes Fo genannt. Da diese Priester in Klöstern ehelos beisammen leben, haben siemit den Mönchen der christlichen Kirche viel Ähnlichkeit; auch kommt das-Lvstemihrer Hierarchie und ihres Gottesdienstes mit dem katholischen in vielen Stuckenüberein. Sie büßen und beten für die Sünden des Volks, das an ihrem Gottes-dienste nicht Antheil nimmt und sie dafür durch Schenkungen und Almosen vorMangel schützt. Die Bonzinnen sind durchaus mit den christlichen Nonnen zuvergleichen, da die Religion des Fo keine Priesterinnen, wohl aber die Vereinigungfrommer Jungfrauen und Witwen zu Klostergelübden und gottesdienstlichen Übun-gen zuläßt. Beide Arten heidnischer Religiösen kennen gewöhnlich nur den mecha-nischen Dienst und die Götzen, ohne um die Bedeutung ihrer religiösen Lchmbolezu wissen, weshalb sie den Aberglauben, der sie ernährt, zu erhalten suchen. b.

Bootes, auch Arktophylap genannt. Die Fabel erzählt: Philomelus,der Ceres und des Iasion Sohn, habe, durch seinen Bruder PluruS aller Guterberaubt, sich genöthigt gesehen, zu neuen Erfindungen seine Zuflucht zu nebmen.und den Pflug verfertigt, vor den er zwei Stiere gespannt, damit den Acker bestelltund so sich genährt habe. Ceres habe ihn zur Belohnung dafür sammt dem Pflugeund dem Stiergespaime unter dem Namen Bootes an den Himmel versetzt. Das