Born
Bornes
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und mußte die römischen Staaten verlassen. Er ging nach Venedig und Padua ,wo er sich mit den Wissenschaften und mit den MissionSangelegcnhciken beschäftigte.Erst im Gefolge Pius'ü ä I I. kehrte er nach Rom zurück, widmete seine ganze Thä-tigkeit der Wiederherstellung einzelner Verwaltungszweige, und starb den 23. ftsov.1804 zu Lyon , auf dem Wege nach Pari?, wohin er dem Papste folgen wollte.B. war im höchsten Grade wohlwollend, gefällig und offen. Veit der größten Be-reiiwilligkeit verstattete er die Benutzung feiner kostbaren Sammlungen, von denenAdler, Zoega, Georgi, Paulinus u. ?l. einzelne Theile beschrieven haben. Die?lrbeiten Llntrer unterstützte er auf alle Weise und selbst mit Aufopferung. Er ver-sagte sich jeden Aufwand, um das Geld für sein Museum anzuwenden. Seine,Alemoli«! iüNuieli,' «lel!:« eiln« >!i Iieuevenla, «lel seeolo 4 ill !>I X4 111"(3 Bde., 1463, 4.) haben sein Ansehen als Historiker lind Antiquar gegründet.
Dorn (Ignaz, Edler von), Naturforscher, geb. zu Karlsburg in S iebenbüvegen den 26. Dec. 1442, st,Wirte bei deil Jesuiten in Wien , war 16 Monate laiigein Mitglied ihres Ordens, widmete sich dann in Prag dem Studium der Natur-wissenschaften und machte eine gelcbrte Reife durch Holland und Frankreich . Nachseiner Rückkehr legte er sieh auf die Natur-und Bergwerkskunde, ward 1440 Bei-sitzerin dem obersten Münz «und Bergmeisteramtezu Prag, hieraufBerzratb, und1446, uni das k. k. Naturaliencabinet tu ordne» und zu beschreiben, nach Wien be-rufen, daselbst 1449 wirkt. Hosrath beider Hofkammer in Münz-und Bergwerks-sachen, litt viele Jahrelang an einem chronischen Gichtübel und starb den 28. Aug.1491. B. besaß außerordentliche Geisteskräfte, übersah jeden Gegenstand mitseltener Leichtigkeit, verstand und sprach die bekanntesten europäischen sprachen undbesaß nebst seiner Hauptwissenschaft, der Mineralogie, i» den meisten Wissenschaftenmehr als gewöhnliche Kenntnisse. Den größten Ruhm erwarb ersieh durch die Ver-besserung und Erweiterung der Amalgamakionsmethode, worüber er das wichtigeWerk herausgab: „Über das Anguickcn der gold-und silberhaltigen Erze, Robsteine,Schwarz-Kupfer-und Hüttenspeife" (Wien 1768). Auch haben feine Beschreibun-gen seines eignen, des kaiserl. und des Radischen EabinetS, seine „Briefe über Mi-neralgegenstände" <1444) und einzelne Abhandlungen von ihm in den Schriftenmchrer gelehrten Gesellschaften wissenschaftlichen Werth. Überhaupt beförderte eralles Gute aufs nachdrücklichste. Von der reichen Ader des Witzes, die ihm zu Gebotestand, zeugt seined.stonachologie („8pkvn>>ei> dloiiaoliolvgi.i«: «»rl!>»>!n l.iinmeu-»:«"): eine Satyre aufden Geist und die Verfassung der verschiedenen Mönchsorden.
Bornes, eine zu der Sundagruppe gehörige Insel Asiens , die größteunsers Erdballs, mit Ausnabme des Festlandes Neuholland . Lie wird vomÄquator durchschnitten (von 125 — 138" L., 5" 50' S. bis 4° 10'N. Br.) undenthält 9893 lüM. Das Klima ist im Allgemeinen gemäßigt. An der Westküstedauert die Regenzeit vom Nov. bis zum Mai, und das Thermometer schwanktMittags zwischen 22 — 26° Räaum. Die Küste ist 3 — 4 Stunden weit indas Land hinein sumpfig, wodurch die Lust der Gesundheit der Europäer nach-theilig wird. Da die Europäer sich nirgends weiter als 10 — 12 Meilen in dasLandgewagt haben, so ist die nähere Beschaffenheit desselben fast unbekannt. Eine mitewigem Schnee bedeckte Bergkette führt den Namen der Krrstallberge, undeinen der höchsten Gipfel des Gebirges bildet der Vulkan Tigabla, dessen AuS-brüche oft mit Erdbeben verbunden sind. 'Aus einem großen in diesen Gebirgen lie-genden Binnensee sollen die meisten Flüsse dieses Landes ihren Ursprung nehmen.Diele derselben sind von ihrer' Mündung bis ziemlich tief in dasLand hinein schiff-bar. Borneos Bergwerke liefern Diamanten, darunter Stücke von 20, 30—40 Karat. Was über 5 Karat wiegt, gehört dem Fürsten , alles Übrige den Un-ternehmern der elend gebauten Gruben. Gold, Eise», Kupfer, bleihaltiges Zinnfinden sich in verschiedenen Gegenden, und fast alle Flüsse führen nicht bloß Gold-