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Zweiter Band. Bo bis C.
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Börse Borstcll

die Kraft und Größe seines Charakters, seine musterhafte Amtsthätigkeit und dieedeln Merke, die ihm gelungen sind, verehren, ohne sich durch die Beimischungvon Andäehtelei und hierarchischem Geiste, die sein Zeitalter und die Verhältnisseseiner Religiosität geben mußten, in der Anerkennung seines wahrhaft christlichenund apostolischen Sinnes stören zu lassen. 31.

Dorfe, ein Gebäude, wo die Kaufleute (gegen Mittag und Abend) zusam-menkommen, um über Alles, was ihre Geschäfte betrifft, Unterhandlungen zupflegen unk Verkehr mit Wechseln, Geld, Waaren und dergl. anzustellen. DieBenennung soll von einer adeligen Familie, van der Deurse, zu Brügge in Flan-dern herrühren, in deren Hause 1530 die Kaufleute ihre Versammlungen bielten.An mehren Orten, z. B. zu London, Amsterdam, Antwerpen, Paris , sind esprächtige, Palästen ähnliche Gebäude. — Börse »alte sind diejenigen Kauf-leute, welche wegen ihrer Reehlsckaffenheit und Einsicht von den übrige» zu Vor-stehern erwählt werden, um die Erhaltung der Kaufmannschaft-Freiheiten undRechte w. sich angelegen sein zu lasten. — Börsen halle in Hamburg , ein beider Hamburger Börse für Rechnung eines unternehmenden Mannes, van Hostrup,in neuern Zeiten erbautes großes Gebäude, worin die Hamburger Geschäftsleute,auch Fremde, sich versammeln. Die in ein eignes Buch eingetragenen Neuig-keiten, welche die Kaufleute hier mittheilen, geben den Stoff zu der weitver-breiteten Zeitung: „Liste der Dörsenhalle".

Borstell (Ludwig Georg Leopold v.),königl. preußischer Geuerallieutenant,geb. 1773, betrat 1788 die militairische Laufbahn im Cuirassirrea. fslow alsGeneraladjutant seines Vaters, welcher damals preußischer Geuerallieutenant war.1793 zeichnete er sich in den Schlachten bei Pirmasens und Kaff, rSlauter» aus,und legte durch die Gunst, welche ihm dies bei dem Herzoge von Braunscbweig er-warb, denGruud zu seiner schnellen Beförderung. Dem unglücklichen Krieg an derSaale 1806 wohnte er als Major im Regnn. Garde du corps bei. Dann trat erunter der kleinen Heerschar auf, welche im nordöstlichen Theile der Monarchiemit altpreußischer Tapferkeit stritt. Als im Anfange 1807 Königsberg , der Austnt-halt des Königs mit seiner Familie, unbeschüht dem Andringen zweier femdbchenArmeecorpS bloßgestellt war, wurde B. den Feinden mit nicht mehr als 800Pferden entgegengesandt. Es gelang seiner Entschlossenheit und kühnen M-wandr-heir, den Marscball Neu so zu täusche», daß dieser jene kleine Schar für die Avant-garde eines gar nicht vorhandenen preußischen Corps nahm und mir B. einen Wai-senstillstand schloß. B. fand noch öfter Gelegenheit, sich auszuzeichnen, undbefehligte zuletzt die Reiterei, welche bei dem Corps Blücher'S von v' chwedisch-Pommern aus wirken sollte, als der tilsiter Friede eintrat. Zm Frieden war erMitglied der Commission für die neue Organisation des Heeres, sing bis zumGeneralmajor >md befehligte das ponnnerscbe TruppencorpS, als 1813 der Kriegausbrach, welcher chm eine glänzende Laufbahn für seine Thätigkeit eröffnet'. Erwar Generaladjutant des Königs und führte zuerst die Brigade, welche Magdeburg aufden! rechten Elbufer einschloß und das Gefecht von Dannigkow lieferte. Spä-ter stieß er zum Corps des Generallieut. v. Bülow, commandirte im Gesecbr vonHoperSwerda am 28. Mai zwei Brigade» und nahm an dem Gefecht bei LuckauTheil. Nach dem Waffenstillstände als Commandeur der fünfte» Br'gade demBülow'scben Corps zugetheilt, focht er fast in jeden: Gefecht, welches die Nordar-mee bestand, und entschied in dem Treffen von Groß-Beeren durch den Angriff derrechten stanz. Flanke beiKlein.Beeren, noch mehr aber in der Schlacht von Deime-witz dadurch, daß er von Kropstädt nach dein Schlachtfelde e>lie und, selbst einemBifdh! des Kronprinzen von Schweden zuwider, vomGang der Schlachr bester vn-terrichlc-i, sich dem linken Flügel Bulow'S anschloß und Gehlstorf, den Schlüsselder feindlichen Ste'auüg, nahm, hauptsächlich den -Lieg. Bei Leipzig befehlign- B.