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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bos« Bosch

t» der Natlonalrepräsentatlon vor, sich dem Scepter der Bourbons nicht freiwilligwieder zu unterwerfen. In Folge des königl. DecretS vom 17. Jan. 1816 wun-derte er aus und lebte in Aachen und Halberstadt, dann in Brüssel , wo er mit vanMonS eine den Naturwissenschaften gewidmete Zeitschrift herausgab, die jetzt inParis fortgesetzt wird. Auch schrieb er ein treffliches Werk über die unterirdischenSteinbrüche in dem Kalkgebirge beiMastricht. Nach seiner Rückkehr, 1820, nahmer an mehren Journalen von der liberalen Partei Theil, redigirte die Sitzungen derDeputirtenkammer im „6»u,rlcr krsncai," und wurde Mitarbeiter an Eourrin's„Encyklopädie".

Bosc (Louis Antoine Guillaume), Inspector der franz. Stammschäfe-reien, Mitglied vieler gelehrten Gesellschaften in seinem Daterlande rc., geb. zuParis den 29. Jan. 1759, wo sein Vater königl. Leibarzt war, machte sich be-kannt von 1781 bis 1788 als Redacteur des „ckourmil <><'» , 2 ,,in»". Geächtetzur Zeit der Schreckensregierung, 1793, fand er eine Zuflucht im Walde vonMonimorency. Dort botanisirte er, und obgleich täglich der Ergreifung und demTode ausgesetzt, beschäftigten ihn naturhistorische Arbeiten. 1796 sandte ihndas Direktorium nach Nordamerika als Consul zu Wilmington und hernachzu Neuyork; allein die amerik. Regierung bezweifelte, ob das franz. Direktoriumein Recht habe, sich bei ihr durch einen Consul vertreten zu lassen. -Ohne AmtSgc-schäfre, reiste er daher als Gelehrter in den nordamerikanischen Freistaaten undsammelte ein Eabinct für Botanik und Zoologie und noch mehr Ideen für seineLieblmgsstudien. 1799 ernannte man B. zum .V<lnn,üslr!>te»r >le« hnnssu-es.Seitdem »ahm er an allen größer» Werken in seinen Lieblingsfächern, der Pflan-zenkunde und Naturgeschichte, Theil. — Sein Bruder, Etienne B., geb. zuApuy 1761, verbindet als Redner und Schriftsteller große Kenntnisse in derNaturkunde mit vielen Kenntnissen in der Finanz- und Staatswirthschaft.

BoScan Almogaver (Juan), ein spanischer Dichter, geb. gegendas Ende des 15. Jahrh, zu Barcelona , starb um 1510. Seine Ältern, die zu demältesten Adel gehörten, gaben ihm eine sorgfältige Erziehung. Er begleitete eineZeitlang den Hof Karls V. und hielt sich 1526 an demselben zu Granada auf.»Leine edeln Litten und sein Eharakrer erwarben ihm die Gunst des Kaisers. Ihmward die Erziehung des Herzogs Alba übe, wagen, der seinem Unterrichte die gro-ßen Eigenschaften verdankte, die er in der Folge entwickelte. Nach seiner Ner-heirakhung lebte B. in Barcelona , beschäftigt, seine Werke mit denen seines vor ihmverstarb. Freundes Garcilako herauszugeben, als auch ihn der Tod ereilte. DurchAntonio Navagero, einen italienischen Gelehrten und Gesandten der Republik Ve-nedig bei dem Kaiser, ward B. veranlaßt, italienische Versmaße im Lpanische»zu versuchen. So ward er der Schöpfer des spanischen Sonetts, und bediente sichmit Garcilaso zuerst bei poetischen Episteln, Elegien :c. der Terzine. Überhauptmachte er durch die Einführung der italienischen Formen in die spanische Dichtkunst,was damals ebenso viel Tadel als Beifall fand, Epoche. B.'s Gedichte sind nochgeschätzt; seine übrigen litcrarischen Arbeiten, meist Übersetzungen, vergessen.

Bosch (HieronymuS de), Mitglied des Holland . Instituts, geb. d. 23. März1710 in Amsterdam , wo er 1811 in» 71. Jahre gestorben ist, war ein guter lateini-scher Dichter. In der Sammlung s. „?»(un(Levden 1803) übersah man we-gen des reinen Lateins manchen matten Gedanken. Schätzbarer sind s. Anmerkun-gen zur griech. Anthologie mit Grotius's latcin. Überf, die 1795 bis 180 ! zu Ut-recht erschienen, und s. vielen Preisschrifte», die sich durch zierliche Dickion aus-zeichnen. Die Regierung ernannte ihn zum Cnrator der leydner Universität. An derPolitik fand B. kein Gefallen. Ihm ging sein seltener, vorzüglich schön einaebun-dener Bücherschatz voll Princeps-Ausgaben über sein Vaterland. Leine Biblio-thek war im Fache der classischen Literatur und wegen der Schönheit der gesammelten