Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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106
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106 Boöcowich Böse (Familie)

Ausgaben eine ber ersten in Europa . Sie wurde nach seinem Tode durch denöffentlichen Verkauf zerstreut.

Boscowich (Reger Joseph), geb. zu Ragusa in Dalmatien d. 18. Mai1711, trat 1725 üuANoviziat des Jesuitenordens zu Rom , wo er 1740 in, C,ol-logio Ikon,!,»« Pros. der Mathematik wurde und sich durch mathemat. und astro-nemische Abhandlungen auszeichnete, z. B. über d. Rotation der Sonne, d. Un-gleichkeit der Jupiters - und Saturnsbewegungen, über das Licht, über Diop-trik, Ebbe und Flut, Mondsatmosphäre und über die Berechnung der Kome-tenbahuen. 1750 erhielt er von BenedictS XIV'. Staatsminister, Cardinal Va-lenti, den Auftrag zu einer Gradmessung im Kirchenstaate, die er mit s. Ordens-bruder, P. Maire, ausführte und in s. Werke: „Da Iiter,>ria expo-IAi»»« per?oi,t!lioü>ii> Oilioue», elo." (Rom 1755), beschrieb (franz. 1770:ustron. et issnpu-. <>u»8ste I'Die Gradmessungen in den deutsch -östreichischen Provinzen und Ungarn von P. Liesganig, in Piemont von P. Bec-caria und selbst in Amerika von Masten und Diron win den auf seine Llnregungunternommen. Er bewirkte ferner die Wiederherstellung des floreutüiische» Gnm»lons, den P. Nimenez nachher beschrieb, und mit welchem er die Schiefe der Eklip-tik beobachtete. 1759 gab er s. „lOiilorapIiiae natur.'llix tliaoi i:," in ÄLien her-aus (2. Anst. 1763); war dann 6 Jahre lang Profestor der Mathematik in Pavia ,hierauf, voni Grafen Firmian nach Mailand berufen, 8 Jahre lang Professor derAstronomie und Optik. Die Stiftung der mailändischen Sternwarte der Jesuiten (jetzt die kaiferl. von Brera) ist s. Werk. Als 1773 der Jesuitenorden aufgeho-ben ward, luden ihn seine pariser Gönner, de Laborde, Durfort, die MinisterBaynes und Vergcunes und Madame de Sivrac, ein, nach Frankreich zu kom-men. Er wurde naturalisirt und erhielt eine Stelle als vireeteur cl'optüpieileI-, in.n liw mit einem Gehalt von 8000 LivreS, verließ aber, von verschiedenenSeite» gekränkt, Paris 1783 und ging nach Italien , wo er s. sänuntl. Werke zuBastano und Surasburg 1786 in 5 O.uaribkn. („Opern .->0 optiern, et n8ir>,,,ri-IIÜNU, periiucuti,,") herausgab. MehreS davon ward ins Deutsche übersetzt.1786 übertrug ihm Kaiser Joseph die Aussicht über eine Gradmestung zur Auf-nahme einer Charte von der Lombardei . Vor Vollendung dieses Geschäfts starbB. d. 12. Febr. 1787 in einen: Alter von 76 Jahren. Ervereinigte mit dem Ernstedes mathematischen Studiums Feuer und hohen Schwung der Einbildungskraft.Merkwürdig ist sein lateinisches Gedicht über die Finsternisse (franz. von Barruel ),nicht nur wegen des poetischen Werths, sonder» auch wegen der Gcschickliebkeit undKlarheit, womit er die schwersten Rechnungsvorschristen und dieverwickeltsten astro-nomischen Theorien darin vorträgt. Sein Einfiufi an mehren europäischen Hefenverwebte ihn auch in die Politik. Die Republik Lucea trug ihm in einer wichtigenStaatsangelegenheit eine schwierige Unterhandlung auf, die er mir Klugheit aus-führte und dadurch der Republik einen erheblichen Dienst leistete. Er war fastdurch ganz Europa gereist, auch in die Türkei . Sei» „.l»uiiu>I st'in, vov-ige>!>,'Ousi „iumplrch erlebte 2 Auflagen 1762 und 1772, eine iialien. unddeutsche Übersetzung. 1.

Böse, eine in Leipzig und auswärts verbreitete Fgmilie. Ein Sohn des1650 in s. 73. Jahre als Rathsmitgl. und Baumeister (Ädil) zu Leipzig verstarb.Kaspar Böse war der 1671 als Archidiakon an der Thomasklrche daselbst «erst.I>. Gottfried Christian B., von welchem das für einen leipziger Predi-gerssohn. gestiftete Legat an 1012 Guld. herrührt, dessen Zinsen mit 26 Tblr. jähr-lich aus der Steuer bezahlt werden. Ei» Mitglied des Ministeriums bat die Ver-waltung, lind durch Stimmenmehrheit wird dieses Stipendium einem Theologiestiidirenden Predigerssohne, oder, in dessen Ermangelung, einem Schullehrers-sohne ertheilt. —Z ohann Andreas B. (wahrscheinlich des Vorigen Bruder),