Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bosnien

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Bosio

geb. 1626 in Leipzig , studlrte hier, zuWittenberg und Swasburg, war derfranzös.,Italien., span. und engl. Sprache kundig, ward 1656 Pros. der Geschichte zu Jena ,wo er als Recror 1661 den Pennalismus (s. d.) abschaffte und 1614 starb.Seine zahlreiche Büchersammlung erhielt die dortige Universitätsbibliothek.Außer einigen Dissertationen, welche O. Walch mit des Verfassers Leben zusam-mendrucken ließ, hat er den Cornelius Nepos , mit einem Index voll historischerund Philolog. Erklärungen (Jena 1615), „l'ctreniii 8.>l,rie<>u o. not." (11»1),„ k.ieili ^ >>. ionlao e. coini». lioxlinru." (1664) herausgegeben. ?luch schrieber eine „Xntlll.i il>5z>i,,>i.ie, llucat. bleiliul.an! ot regn! die.'ipni." (Helmstädt1102) u. s. w. —Die Gebrüder Kaspar und Georg B. (gest. 1100), Kauf-leute und Mitglieder des Magistrats, verschönerten Leipzig durch neue Häuser undGartenanlagen. Jener erweiterte den vor dem grimmaschen Thore liegenden Garten,welcher noch jetzt der großbose'sche heißt; dieser den an der Barfußmühle liegenden,ehemals kleinbose'schen, jetzt Enoch Richter'schen Garten. Mit dem großbosc'schenGarten waren ein viele Merkwürdigkeiten enthaltendes Naturaliencabinet, eineGarten - und Herbarienbibliorhek, sowol in Kupfer gestochene als nach demLeben gezeichnete und illumüürte Gewächse, und eine ansehnliche Rüst-und Zeug-kammer verbunden. Der Ruf dieses Gartens hatte sich so verbreitet, daß selbst derPapst bei einem vornehmen Reisenden sich nach demselben erkundigte. Hier blühten1100, 1111und1155 amerikanische Aloe»; auf eine ward eineDenkmünze (1100)geprägt (s. Daßdorsts „Numismat. hist. Leitfaden", S. 121). Noch sieht man Über-reste von den Bildsäulen, die den Garten schmückten, als die sinkendeHoffnung unddas wankende Glück, von dem Bildhauer Paul Hermann aus Dresden . — GeorgB-, Vorsteher des Hospitals zu St.-Georgen oder des Zucht-und Waisenhauses,leitete als ein in der Baukunst sehr erfahrener Mann denBau diesesHauses. Auchdie innere Organisation dieses Hauses, derEntwurf zu den Jnstructionen derHauS-ofsieianten u. s. w. war größtenkheils sein Werk. Er legte eine treffliche Gemälde-sammlung an und beförderte die Herausgabe der vonGoldmann begonnenen Werkedes herzogl. braunschw. Architekten Sturm. —Der letzte männliche Sprößling desBose'schen Geschlechts war I). Ernst Gottlob B., geb. 1134 zu Leipzig , wel-cher 1181 Decan der medicinischen Faeultät wurde und 1188 starb. 11.

.Bosio (N.), der gefeiertste von Frankreichs lebenden Bildhauern. Na-mentlich bewunderte man in Paris 1814 feine» Hercules und im folgenden Jabreseinen Hermaphrodit. Der Künstler erhielt daher 1815 das Kreuz der Ebreulegionvon Napoleon . Die kenigl. Regierung ehrte ihn durch bedeutende Aufträge undbestätigte die Wabl der Akademie, die ihn zu ihrem Mitgliede ernannte, seitdemhat 1823 seine Statue: Heinrich IV. als Kind, öffentliche Auszeichnung gefunden(„Kunsibl.", 1823, Nr. 81); seine anderweitigen Werke beurtheilt im Sinne derfranzösischen Kunstausicht die „Il,vne enevelnpöst.", 1825, Febr., 328.iiLeine Statue Ludwigs XIV. ward für den pl-wo «len viri»,,»« zu Paris be-stimmt. So gelungen auch die technische Ausführung sein mag, so wenig möchtedoch die Anbringung der iLkütze des sprengenden Pferdes im Schweife gelobt wer-den, die unsern jetzigen Ansichten keineswegs zusagt. 19.

Bosnien, eine türkische Provinz mit dem Titel eines Königreichs, dasaußer dem alten Bosnien einen Theil von Croatien (Lsandschakschaft Bielogrod)zwischen den Flüssen Unna und BerbaS, ein Stück von Dalmatien und Herzog-wira umfaßt, und das nördlich an Slawonien , westlich an Croatieu, südlich an Dal-mauen und das adriaiische Meer, und östlich an Eerbien grenzt. B. enthält 1063IHM. mit 850.000 Einw., meistens slawischen Ursprungs, Bosniaken und Mor-lakiii, darunter 50,000 M. türkischer Miliz. Die Eingeborenen bestehen aus zweiDrittbesten meist griechischer Christen und einem Dritlhest Türken, die fast allesGrimdeigenthuii! allodial oder als Lehn besitzen, Juden und Zigeunern. Das