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Bosscha Bostl
Bosscha (Hermann), Sohn des SecrctairS Peter B. beim friesischenGerichtshöfe, starb 61 I. alt 1819 als Rector der amsterdamer Schule, mit demRufe eines trefflichen Patrioten, eifrigen Schulmanns, guten Philologen, Hi-storikers und eines Dichters, der die reinste Latinität in Gedichten voll erhabenerZdeen darstellte. B. studirte auf dem Athenäum zu Devenler und auf der Hoch-schule zu Franeker . Dort schrieb er „I)e causi, ^rnecipui» >l>i->e. >>»lo, !.->>>> vete-r< >» inaei lnn> ioll<li>lerii>t ct oliscurani", und schaute dabei tief in das menschli-liche Herz der handelnden Parteimänner, welche in» Alterthume ihre eignen Ge-schichtschreiber wurden. 1780 nahm er den Ruf als Rector der schule in Desert-ier an, 1787 das Prorectorat beim tH»i»»sin ve!i»-wi>„ zuHarderwyk und 1791die dortige Professur. 1798 ernannte ihn die Republik zum Bureauchefin der er-sten Sectio» der Znspection der Nationalerziehung. Die königl. Regierung aberrichtete die Centralbehördcn des Erziehungswesens anders ein, weil sie die jungenNiederländer nicht mehr durch B.'S Einfluß zu Republikanern bilden lassen wollte.B. nahm hierauf das Professorat der Geschichte und derAlterihümer zu Groningen an, und 1806 das wichtige Rcctorat der amsterdamer lateinischen Schule. EineSammlung latein. Gedichte („»»--, Ouvenliine-,") erschien 1806. teilte „Lax.Ii>>lu!ieiru-i5", 1802, war mitpolitischem Seherblick gedichtet. Dann übersetzte erBlair'S „Vorlesungen über die Redekunst und freie Literatur", wozu er mit vielemKunstsinn Anmerk. schrieb. Der Jugend hatte er 1794 eine „lübliotliee!, el.-,,-xie.i" für Mythologie, Alterthümer und Geschichte gegeben. Vereint mit Was-senberg, vollendete er 1809 die Übers. von Plutarch'S Lebensbeschreibungen.Noch übersetzte B. Denon'g großes Werk über Ägypten und Schiller's „Abfallder Niederlande". Weniger Beifall fand sein letztes Werk: „LeLusiieckeui! ckerlaalLte Oiievenclolin-r <Ier Xeelei liincle".
Bosse, oder Rondebosse, im Gegensatze der auf einem Relief vorge-stellten Figuren, die Ausführung derselben in völlig raumerfüllender Gestalt,Modelle von Statuen von Gyps oder gebrannter Erde, oder Statuen in Erz undiLrein. — Bossi ren, bilden, besonders in weichen Massen, mithin aus GypS,Thon oder Wachs völlig erhobene Arbeit machen. —- Ein Wach sbossirer, derin Wachs bildet.
Bossi (Charles Aurele, Baron de), geb. in Turin den 15. Nov. 1758, einSohn des Grafen Boffi de Saintc-Agathe, ist ein berühmter lyr scher Dichter.Schon im 18.I. lieferte er 2 Dramen, „Die Circassierinnen" und „Rhea Sylvia".Er hat eine lebhafte Darstellung, eine feurige Einbildungskraft und einen wahrenLupus in seinen Bildern voll dithyrambischen Schwunges. So widmete er demTode des edeln Herzogs vor Braunschweig , der, im Begriffe Menschen zu retten,in der Oder bei Frankfurt ertrank, eine Ode. Späterhin ergriffen ihn die großenEreignisse der Zeit. Er gab zuerst der italienischen Ode eine dramatische Form inPindar's und Klopstock's Geiste. Sein qroßes Gedicht über die franz. Revolution,betitelt „I.'lioioin-Ga". und die vollst. Sammlung seiner Poesien erschien 1814 inLondon als 2. Aufl., ohne in den Buchhandel zu kommen, da er nur wenigeExemplare abziehen ließ. Er lebt in Paris als Gelehrter und Privatmann. Seinepolitische olle, erst im Dienst des sardinischen Hofes, bis solcher seine Concilien-talstaaten an Frankreich abtreten mußte, dann seine interimistische Verwaltung vonPiemont, bis solches Frankreich einverleibt wurde, sein franz. Consulat in Zassy,dann seine Mission und Executivcommission in Genua , seine Präfecturverwaltungim Deport, de l'Ain , dann de laManche, sein Übergang in königl. Dienste 1814und seine Dienstannahme unter Napoleon 1815 haben Tadler gefunden; er hatindeß seine Beweggründe, warum er in der Verbindung PiemontS mit Frankreich für ersteres Heil sah, zu rechtfertigen versucht. Durch seine Vorstellung beimenglischen Hofe veranlaßte er eine Verwendung für die unglücklichen Waldcnservon