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Zweiter Band. Bo bis C.
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Botanik

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Boston

Stube, einen Stall und eine Tenne haben, auch wo möglich mit Feld und Wie-senwachs verbunden sein. Der Soldat ist dagegen verpflichtet, um ein billigesTagelohn seinem Wirthe in seinem Ackerbau und andern ländlichen Beschäftigun-gen hülsreiche Hand;u leisten. Die Bestellen der Osficiere genießen alle Vorrechte,die auf den Edelhöftn haften.

Beste », Hauptst. des nordamerik. Freistaats MassachusetS, 71° 4' 3V"W. L. von Greenwich , 42° 25' 28" N. Br. an der Bostonbai, auf einerHalbinsel vor der Mundnng des Charlesstroms, nach Philadelphia und Networkdie schönste Seestadt in den Ver. Staaten, mit 4000 H. und 43,500 Einw., um-faßt 3 Städte: Nord-und Südende, und West-oder N.u.boston . Zwei hölzerneBrucken vereinigen diefe Städte mit den kleinen Orten Cambridge und Char-leStown. Westboston, wo die reichen Kaufleute ihre Wohnbäufer haben, istschön und regelmäßig gebaut. Der befestigte Haftn faßt über 500 große schiffe,aber die Cinfahrt ist enge, weswegen er sich aber sehr gut reinigt. Die Schiffs-wei fte, Landungsplätze und O.uais sind beguem, groß und in vortrefflichem Stan-de, die Straßen reinlich, gepflastert und durchgängig mit Fußwegen von gehaue-nen Steinen versehen. B. hat 28 Kirchen und Bethäuser für die verschiedenenchristlichen Sekten. Unter mehren schönen öffentlichen Gebäuden nennen wir dasprächtige StaakenhauS und die Börse. Es finden sich hier 2 Theater, ein Ccn-certsaal, eine Sternwarte, ein musterhaftes Gefängniß, mehre gelebrte Gesell-schaften , eine Bank und andre angenehme und nützliche Anstalten. Die Fabrik-artikel B.'s für die Ausfuhr sind Segeltuch und Tauwerk von vorzüglicher Güte,rafsinirter Zucker, Rum, Wollen - und Baumwollcnkrempeln, Potasche, Papier-tapeten, Hure, Tafelglas u. s. w. Die Stadt ward von Charlesrown aus 1031angelegt und hieß anfangs Trimountain, von den 3 Hügeln, auf denen sie erbautist. Späterhin ward sie, einem eifrigen Freunde der Freiheit, Cotkon, zu Eh-ren, der Prediger zu Boston in England war und nachmals die Predigerstelle beider ersten Kirche der neuen Stadt erhielt, Boston genannt. 1727 litt der Ort vieldurch ein Erdbeben. Hier brach 1774 zuerst die amerikanische Revolution aus. —-Governors-Eiland, eine kleine zu B. gehörige Insel, ist der Geburtsort des be-rühmten Benjamin Franklin , dem noch kein Denkmal auf dem nach ibm benann-ten Frankliusplatze zu B. errichtet ist. In der Gegend bei Bunkershill steht, zunrAndenken an den ersten Kampf im Freiheitskriege, eine 260 F. hohe Denksäulrvon weißem Granit. B. ist der nördlichste Hafen der Freistaaten, welchen bisher*das gelbe Fieber erreicht hat.

Boswell (Jakob), der Freund und Biograph Iohnson's, geb. 1740 zuEdinburg, studirte in seiner Vaterstadt, in Glasgow und auf der holländ. Univer-sität Utrecht, hielt sich dann in London mehre Male auf und knüpfte dort Verbin-dungen unter den ausgezeichnetsten Männern seiner Zeit an, wo er auch Johnsonkennen lernte: ein Umstand, den er selbst für den wichtigsten seines Lebens hielt.Hierauf besuchte er Voltaire in Fcrney, Rousseau in Neufchatel und Paoli aufCorsica, mir welchem er sich näher verband. Dann reisete er über Paris nachSchottland zurück und widmete sich mit Erfolg dem Advocatenstande. In jenerZeit, wo Colffiea so sehr die Augen der Welt aufsich zog, gab er 1768 seinen merk-würdige» Bericht über diese Insel und die Denkwürdigkeiten Paoli'S heraus.Später siedelte er sich in London an, wo er mit Johnson in der genauesten Ver-bindung lebte. Nach Iohnson's Tode wurde er sein Biograph, und durch diefeebenso geistreich aufgefaßte als lebendig erzählte Lebens-und Charakterdarstellung(2 Bde., 4., 1791) hat er sich den dauerndsten Ruhm erworben. D. starb zuLondon 1795.

Botanik, Pflanzenlehre und Pflanzenkunde. In unsern Tagen hat dieKenntniß des Gewachsreichs dergestalt an Umfang zugenommen, daß ein Men-