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Botanybai
und berühmtesten: 1) In Deutschland der kaiserl. östreichische zu Schönbrunn un-ter Iacguin'S Aufsicht, der kenigl. preußische zu Berlin unter Link und Otto, dergroßherzogl. weimarische in Belvedere, der großherzogl. badische zu Schwelungenund der königl. hanöversche zu Hcrrnhausen. -) In Großbritannien der kenigl.(warten zu Kew unter des junger» Aiton Aufsicht. Der Chelfeagarrcn, für dielondner Apotheker gestiftet, und der zu Liverpool unter Lhephert's Aussicht sinddie bekanntesten gelehrten Anstalten, um nicht die großen Handelsgarten zu nen-nen. 3) In Frankreich ist der kenigl. Garten zu Paris unter Desfontaines's undThouin'S Aufsicht der erste. Ehedem war auch der zu Malniaiso», von IosephmeBonaparle gestiftet, berühmt. (S. Bpupland.) 4) In Italien ist der tu-riner UniversiiätSgarten unter Capelli'S Aufsicht vielleicht der beste. 5) In Spa-nien : der kenigl. Garten zu Madrid unter Mariano Lagasca. 6) In Dänemark :der UniversitälSgarten zu Kopenhagen unter Hornemanu s Aufsicht. ') In Ruß-land verdient die herrliche Anstalt des Grafen Alexis Rasumowsky zu (ö'prinka beiMoskau den vornehmsten Gärten an die Seite gestellt zu werden. Außer Europa ist der Garten der ostindischcn Compagnie zu Calcium unter Wallich's Aufsichtder wichtigste. — Gegenwärtig haben jede Universität und gelehrte Akademie,sowie v>ele reiche Privatbesitzer ihre botanischen Gärten. Plan erzieht aus frem-dem Samen manche neue Pflanze, nicht um sie für immer zu erhalten — dies er-laubt die Menge des Reuen selten — sondern um sie im -Ltande der Blüthe, desFruchttragens u. s. w. genau beobachten zu können, wenn Unbekanntschaft niit denNatureigenschasten in der Temperatur, Dürre oder Räfse, deren die Pflanze in«veränderten Klima bedarf, jenes verhindert. Unsere Behandlung exotischer Pflan-zen ist noch sehr fehlerhaft. Wir schließen nämlich tropische Pflanzen, die vielenThau bedürfen und dann an kalkende Temperatur im Vaterlande gewöhnt sind,im Sommer des Nachts, auch außer Gefahr vor Nachtfrösten, in warmen Be-hältnissen ein und machen solche dadurch weichlicher, als sie im Vaterlande zu seinpflegen, daher sie am Harzfiuß und Insektenbrut leiden, später oder keine Blü-then und Früchte bringen. Indeß wird jetzt das Mechanische der Gärtnerei im-mer mehr durch bessere Kenntnisse und überlegte Versuche vergeistigt. Die Aus-dünstung eines zahlreiche», im Stall gefütterten oder gemästeten Viehstandes inLuftverbinduug mit einem Treibhanfe zu bringen, um dadurch das Heizen derPflanzenhäuser, deren Rauch so vielen Gewächsen Verderben biinor und sie oftin Pfianzenhospitäler verwandelt, zum Theil zu ersparen, haben wir nirgends ver-stirbt, dagegen aber Vieles gewonnen, daß man die Treibhäuser im »ördlubenKlima, wo es sein kann, etwa? niedriger anlegt als die Erde, welche solche umaibt,ohne darum doch Feuchtigkeit eindringen tu lassen. Die ältesten deutschen Universitä-ten haben gemeiniglich für die Botanik sehr unbedeutende Gärten. Benutzt mandengrößten Theil des Areals sogar, wie in Halle oder Leipzig , zur Hbsterzielung für denVerkauf und stellt man nicht einen lebenslänglich besoldeten Gärtner an, so wirddas Ärar der Universität bei der Obstverpachtung sich zwar gut, die Wissenschaftselbst dagegen desto schlechterstehen. Die enge Beschränkung, der botanischen Gärtenaus die osstcinellen Pflanzen der Aporhekerkunst hat langst aufgehört; indeß fehltes den meisten noch immer an Raum. Für die im Freien mit oder ohne Bedeckungvegetirenden Pflanzen ist die Stellung der Pflanzen in Familien, so weit der Bo-den es erlaubt, bei weiten: die > orzügliehste. Die'großen Bäume muß man nachder Seite hinstellen, wo der Garten verwehrten Schutz bedarf.
B o t-a n v b a i (sprich Botssnibai), die britische, in vielen jungen Ansiede-lungen ausgebreitete, Colonisationsanstalt auf Neuhollands Pfiküste, im jetzigen Neu-südwales. Die Veranlassung dazu war der Verlust von Nordamerika , wohin manvormals die Verbrecher zur Arbeit brachte, feiner die Bedenklichkeit der Briten, dieVerbrecher nach Westindien oder Canada zu schicken, endlich die Empfehlung C o ok'S