Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Botocuden L21

Both (Johann und Andreas)

hetNeben, die die Unternehmer von der Regierung znr Versorgung und Vei-pflegunggegeit Arbeit übernommen haben. Drakonisch sind die Gesetze dieser Eolonie, abernur durch solche wird hier Ordnung unter den Verbrechern, die noch zur Strafe ar-beiten, und denen, die ihre Strafzeit ausgedient haben und sich nachher oft schlechtgenug betragen, unterhalten. Fremde Flaggen sieht nian hier und inParamatta häu-fig, besonders die nordamerikanische. Die Speculation der Einwohner, deren Wohl-habenheit in den Caffeehäusern. Gesellschaften und auf Bällen sichtbar ist, umfaßtimmer mebr Gegenstände. Sie haben bereit- eine gelehrte und Landwirihschaftsge-sellschaft, eine Dorfe, Scbiffswei fte, mehre Buebdruckereien. eine Bleiche, einen bota-nischen Garten, eine Assecuranzgesellschaft, und an Zeitungen: das „ lu-amdiem»i»a^>7,üu-", oder da->, > >v mit Kpfrn., rc. — Die Ltadk Pa-

ramatta liegt schön, hat 4000 E., eine gute Rkederei und Tuchmanufackur, inder ftdäke eine Sternwarte. — Neweastle mit 100» E„ am Coal-River; in derNähe sind wichtige Steinkohlenminen und ungeheure Lager von Muschelschalen,die den besten Halt liefern. Hier und in der Ziegelei arbeiten ein Paar tausend Ver-brecher, deren Erzeugnisse die Colonie fast allein verbraucht. Eine Schulanstalt fürdie Eingeborenen wird von einer engl. Mission mit Erfolg betriebe». — Liverpoolam Georgsfluß zahlt bereits 2600 E. und hat einige Wei fte. Die 5., welche wegenihrer schonen Lage viel für die Zukunft verspricht, ist Bathurst am Maeguarie,im Innern von Neuholland ; und die 6. Windsor am HawkeSburyfluffe mit4600 Einw.

Both (Johann und Andreas), geb. zu Utrecht um 1610, die Söhne einesGlasmaler-, der sie in den Anfang-gründen der Zeichnenkunst unterrichtete. Siebildeten sich darauf in der Schule Abraham Bloemaeri'S und gingen, noch jung,mit einander nach Italien . Johann, durch den Anblick der Werke von ElaudeLorrain angezogen, wählte diesen zum Muster: Andreas zog die Porkraikmalereivor und folgte der Manier von Bamboecio. Aber wenn ihre natürliche Neigungsie zu entgegengesetzten Gattungen führte, so wußte die Freundschaft, welche sie be-seelte, ihre Pinsel zu gemeinschaftlichen Werken zu vereinigen. So malte AndrpaüB. in den Landschaften seine- Bruder- die Figuren, und Beide wußten sich mitso viel Übereinstimmung und Emsicht gegenseitig geltend zn machen, das; man nichtvermuthen konnte, das; ihre Gemälde von 2 verschiedenen Händen herrübrten.Man bemerkte in Johann'- Werken eine große Leichtigkeit, und besonder- scheiwausgezeichnete Gesichter, voll Geist und Feinheit; auch lobte man darin die schöneAusführung, schöne Lichteffecte und ein warmes, glänzendes Eolorit; doch hatman ihm niit Recht einen gelblichen Farbenkon vorgeworfen, der sich von der Na-tur entfernt, wiewol dieser Fehler nicht immer stattfindet. Der RufIohann'S istdurcb die Zeit bestätigt worden, und sein Verdienst sowol als sein Aufembalk indem Vaterlande der Aünste haben ihm den Namen „Both au- Italien" erworben.Andreas ertrank zu Venedig 1660. Iobann, untröstlich darüber, verließ Italien und kam nach Utrecht zurück, wo er bald seinem Bruder folgte. Man schätzt dieBlätter, welche Iobann Both selbst nach seinen Hauptwerken geätzt hat.

B o r h n i s ch e r Meerbusen, der nördliche Tcheil der Ostsee , vonden Aland-inseln im S., übrigen- von Schwedens nördlichen Provinzen, Lapp-land und Finnland , begrenzt. Er ist 76 M. lang, 20 M. breit und 20 — 50Faden tief. Das Meer tritt hier immer mehr zurück; auch friert es alle Jahrezu, sodaß man von Schweden nach Finnland im Schlitten überfahren kann. Da-bei ist dieser Meerbusen wegen vieler einströmenden kleinen Flüffe sehr fischreich,besonder- in der Mündung derselben zur Laichzeit. Die Schifffahrt ist nicht bloßwegen der Felsküsten, sondern auch wegen der sich oft versetzenden -Landbankeund versteckten äelippen ohne gute Lootsen gefährlich.

Botocuden, brasilianische Wilde, die, seitdem uns der Prinz von Neu-