Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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146 Boyrr (Ale^is) Boyle (Robert—John)

er die Souverains durch das Elsaß und Lothringen nach Paris begleitete. 1818wurde B. Generallieutenant und hielt sich während des Congresses in Aachen auf.Am Schlüsse d. I. 1819 genehmigte der König seinen Wunsch, sich von den Ge-schäften in den Ruhestand zurückstehen zu dürfen. B. ist seit 1801 mit einer Toch-ter des Kammerassisienzrathes Kernet aus Ostpreußen verheirathet,

Boyer (Alexis), Baron, einer der ersten Wundärzte Europas , Pros. deräußer» Klinik in Paris und lck>ii ur<ssen <-„ cliel »djoint beim Hospital der Cha-riw. Die ausübende Kunst verdankt ihm manche Instrumente, Maschinen undmechanische Hülfsmittel, die er erfand und verbesserte. Geb. d. 27. März 1760zu Uzerche in Limousin und 1779 fg. ein Schüler des berühmten Desault, hielt erschon von 1787 an Vorlesungen und begleitete Napoleon als erster Chirurg in sei-nen Feldzügen. Sein ,,'I'iaitü ooenzdet d'austainit!" (4 Bde.) hat 4 Anst. erlebt.S. „IiNlädes nmliidics cliiriirpstc.ilvset des Opera tions gni >e»r cniirieiiiienl"

ist noch nicht vollendet. Die Krankheiten und die Heilungsmethoden beschreibt erumständlich. Ohne zu erzählen, wie es Andre machten, bestimmt er seine Weiseund deren Nützlichkeit. Eine Zeitlang war er Mitarbeiter mit Roux und Corvisarlam ,,1>'U> ,I!,I de II, oder ine, clurur^io el plun m.scie"; auch sind viele chirurgischeArtikel im „Uiclionnairo des seienecs medicales" von ihm. Als der König1815 einen Bericht von den größten franz. Ärzten und Wundärzten über den Zu-stand der medieinischen und chirurgischen Lehranstalten im Reiche verlangte, wurdeBoyer zum Mitgliede dieser Untersiichungscomnüsswn ernannt.

B o v e r, Präsident der Republik Hairi in Westindien , ein zuPortauPrinccgeb. Mulatte, bildete sich in Frankreich , kämpfte dann als Bataillonschef im Re-voluiionskriege auf St.-Domingo gegen die Briten. Nach des Mulatten Beau-vea» Tode wurde er Brigadegcneral und befehligte die Mulatten unter dem Gene-ral Rigaud. Zum Unglück der franz. Coloniste» stand damals Toussainr-l'Ouver-türe an der Spitze der Neger wider die weiße Bevölkerung auf. B. kämpfte ge-gen Toussaint, war aber nicht glücklich. General Rigaud und B. mußten dieInsel verlassen. Mit der Expedition des Generals Leclerc kehrte B. »neb derInsel zurück, trennte sich aber bald von Leelerc und wurde das Haupr der Mu-latten, verhielt sich aber nebst Pethion ruhig, um seine Kräfte -u spare», indeß derthätige, aber grausame DessalincS die Franzosen von der Insel vertrieb. NachDessalines'S Tode wollte sein Nachfolger Christoph die republikanische Regierungzu Port au Prince ebenfalls unterjochen; allein mit Hülfe B.'S behauptete sichPerbion als Präsident im südwesil. Theile der Insel. Nach Pethion'S Tode,1818, durch dessen Empfehlung und die Wahl der Repräsentanten zum Präsi-denten der Republik ernannt, vereinigte B., als Christoph 1820 umgekommenwar, den ganzen ehemaligen franz. Theil von Haiti zu einer Republik, und balddarauf, 1822, besetzte er auch den ehemals fpan. Theil von Sr.-Domingo.(S. Öairi.) Seitdem regiert B. seinen c^taat constitunonnell. Hitzig undungestüm, aber beharrlich, ist B. zugleich höflich und bisweilen einnehmend imUmgänge; dabei aufgeklärt, ein Freund der Wissenschaften und schonen Künste.Vorzügliche Sorgfalt widmet er dem Ackerbau und der Volkscultur. Er hat1825 mit Frankreich den Vertrag abgeschlossen, durch welchen Haiti'S Unabhän-gigkeit anerkannt worden ist, die versprochenen 150 Mill. Fr. Entschädigung abernoch nicht ganz entrichtet.

Boyle (Robert), ein berühmter englischer Naturforscher und Philosoph,geb. zu Lismore in Irland 1626, der 7. Sohn des großen Grafen Richard vonCork, amg 1638 unter der Leitung eines unterrichteten Mannes nach Gens, woerseine Studien mehre Jahre lang fortsetzte. 1641 reiste er nach Italien ; 1642befand er sich in Marseille, als er durch den Ausbruch der Rebellion in Irland inGeldverlegenheit gerieth, die ihm erst 1644 nach England zurückzukehren erlaubte.