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tete, jedoch nur bedingt, für seine Person auf die Krone von Portugal durch dieAb-dicakionsacte voni 2. Mai 1826 und übertrug seine Rechte auf seine Tochter D.Maria da Gloria, Prinzessin von Beira (geb. d. I.Apr. 1819), welche mit ihremOheim D. Miguel (geb. d. 16. Oct. 1802) vermahlt werden sollte. Als nun seinBruder die Constitution beschwor und sich mit seiner Richte zu Wien (29. Oct.1826) verlobt hatte, so ernannte er denselben (3. Juli 1827) zum Regenten vonPortugal (s. d.). Auch sandte er seine Tochter nach Europa ; allein unterdessenhatte D. Miguel die absolute Gewalt ursurpirt und jene Verlobung aufgehoben.D. Pedro lehnte Englands Vermittlungsvorschläge ab und erklärte (31. Dec.1828) daß er die Rechte seiner Tochter behaupten wolle. Vorher (16. Apr. 1826)hatte er den neuen brasil. Orden Pedro'S I. gestiftet.
Brasilien war sonst in 11 Eapitainschaften oder Gouvernements eingetheilt:Para, Maranhao, Pernambuco, Bahia , Rio-Ianeiro, St.-Paulo, Minas-Geraes,Gopaz, Matko-Grosso, Rio-Grande und Seara; jedes Gouvernement aber in Co-niarcas. Seit 1826 besteht das Kaiserthum aus 18 Provinzen. Die Einkünftebetrugen im I. 1826 gegen 19 Mstl. Gldn. (den größtenTheil lieferten die Berg-werke); die AuSg. über 18bMill.; die Staatsschuld: 80,570,159 Gldn., wo-von 5Mill. active Federungen abzuziehen sind. (Unter jener befindet sich die engl.Anleihe von 3,200,000 Pf. St.) 1828 zeigte sich ein Deficit von 12Mill.Gldn.Die kaiserl. Civilliste beträgt jährl. 475,000 Gldn. Die StaatSreliqion, die rö-misch-katholische, ist unter der Aufsicht eines Erzbischofs (zu Bahia) mit 16 Bi-schöfen. Die Regierung unterhält in allen größern Lkädten gelehrte und Elemen-tarschulen; in letztem ist der wechselseitige Unterricht eingeführt. In Bahia undRio-Ianeiro gibt es Schulen für Chirurgie, Medicin, Ingenieur- und Artillerie-kunde, Rechtsgelehrsamkeit und Handlungswissenschaften. Rio hat eine Militair-Seecadettenakademie und eine Sternwarte. In Rio und Bahia sind Akademiender schönen Künste, öffentl. Bibliotheken u. a. Anstalten. Im I. 1826 studirten300 junge Brasilier in Frankreich . — Die Kriegsmacht bestand 1824 in 30,000M. regul. Truppen und 50,000 Milizen; außerdem gibt es Regimenter freierNeger, Enrique; genannt, weil ein Neger dieses Namens im 17. Jahrh, die Hol-länder aus der Provinz Pernambuco vertrieb. Die Seemacht zählte 1826 96Schiffe, darunter 1 Linienschiff und 4 Fregatten. Bei den Colonisationsplanenwerden vorzüglich Deutsche begünstigt, die man aber auch zu Kriegsdiensten auf-fodert. In der deutschen Colonie Leopoldinia, von dem verst. NaturforscherFrepreiß angelegt, gedeiht Caffee vortrefflich; noch hat Schäffer die Colonie Fran-kcnthal, und v. Langsdorff eine andre Colonie von Deutschen angelegt. —DerEingangszoll von Waaren ist für alle Nationen seil 1829 gleichgestellt, 15 Proc.— Ungeachtet der vielen natürlichen Hülfsquellen, welche Brasilien besitzt, mußes noch für lange Zeit politisch schwach bleiben. Denn seine geringe Bevölkerungist in ihre» Vortheilen und Ansichten zu getrennt und in ihrer Bildung zu verschie-den. 1,800,000 sind Negersklaven, unwissend und barbarisch, doch werden siemild behandelt; die Indianer sind für die Industrie desLandeS von keinem Nutzen,sie leben großentheils in die Wüsten des Landes zurückgezogen. Die Mulatte» schei-nen die Laster des Wilden und des Europäers in sich zu vereinigen; beide Geschlech-ter überlassen sich ohne Scheu dem Auge ihrer rohen Leidenschaften. Die Europäerund die Creolen bilden gewissermaßen die Aristokratie des Landes. Die meisten der-selben sind Pflanzer oder Bergwerkbearbeiter, oder Aufseher in den Colonien, undauf diese Weise weit über das Land hin verbreitet, mit wenig Verbindung unterein-ander, ohne Kenntniß und Bildung. Die gebildetsten findet man in den Seestädten.Aber auch in Rio sind die Kaufleute (nach Mathison) in ihren Sitten nicht besserals die kleinen Krämer in England. Sie nehmen an Nichts Antheil, als was sichunmittelbar auf ihr Geschäft bezieht. Die Geistlichen fand Mathison so verworfen,