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Zweiter Band. Bo bis C.
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170 Bratsche Braunschweig-Wolfenbüttel

daß er sich schämte, eine Beschreibung ihrer Sitten zu geben. Männer von höhererBildung, welche fähig wären, Ämter zu verwalken, sind meistentheils Portugiesen.— Die „(ivia-rruti.i Ilc/älic!,", von Manoel Ayres de Cazal (Rio-Ianeiro 1817,2 Bde., 4.) isi sehr unrichtig. Besser ist Monkeiro da Franca: „Vi->A<!,e> >Io Nr-i-«>>", und vorzüglich Soulhey's „Ilininrv <>sl!,u7ÜI" (London 1818, 2 Bde., 4.).Auswanderer mögen P. H. Schuhmacher's (vormals Commandant am Bord einesColonistentransportschiffes) „Beschreibung einer Reise von Hamburg nach Brasi-lien, im Juni 1824, nebst Nachrichten über Brasilien bis zum Sommer 1825"(Braunschwcig 1828), v. Weech'S Echrift: „Brasiliens gegenwärt. Zustand undColonialsystem" (Hamb . 1828) und v. Feldner's „Reisen durch mehre P,>opm^„Brasiliens" (Liegnitz 1828, 2 Bde.); Ikaturforscher: v. Spip's und v. Martius's„Reise nach Brasilien" (München 1825 fg., 2 Thle., 4., m. Kpf.); Nautiker undGeographen: Roussin's „i'ilole <lu liresil" (Paris 182k) vergleichen. K.

Bratsche (ikal. Vi»I.-> üi l».iccio, daher derName), eine größere Geige,auf welcher die Mittelstimmen gespielt werden. (S. Viole.)

Brauen, das Geschäft, wodurch das Bier bereitet wird. Zuerst muß dieGerste oder der Weizen gemalzt werden (s. Malz), dann wird das Malz von denKeime» befreit, angefeuchtet und hernach grob geschrotet. Das Malzschrot wirdmit weichem (natürlichem, oder in dessen Ermangelung künstlich bereitetem) kaltenWasser eingerührt, dann mit siedendem Wasser angemengt und in der Braupsannegekocht, bis sich die Hülsen (Träber) absondern und die Flüssigkeit hell wird, welche,abgeschieden, die Würze heißt. Diese wird in hölzernen Gefäßen, Kühlschiffen,Kühlfässern, abgekühlt, worauf die Hefe hinzugethan und durch die Würze entwederzur schnellen Gährung auf dem Gährboltich, wenn es Lagerbier, oder auf einzelnenFässern, wenn es leichtes Bier werden soll, zur Gährung gebracht wird. Willman dem Biere die große, fast widerliche Süßigkeit benehmen, so wird die Würzevor der Abkühlung mit Hopfen abgekocht. Die Doppelbiere werden durch eine,vermöge der Gährung stärkere Entwickelung des Weingeistes erzeugt. Diese grün-det sich auf die Verwandlung des Mehlstoffs der Körner in Zucker durch das Ver-nialzen. Wenn die Gährung vollendet ist, werden die Hefen, sowol Ldber- alsUnterhefen, abgesondert und zum weitem Gebrauch verwahrt, und das nun fer-tige Bier in die bestimmten Fässer gefüllt. Aus dem abgebrauten Meifch machtman durch nochmaliges Hinzuthun von Wasser das Nachbier, Dünnbier, Kofent.

Bräune (1„ch»->), eine Krankheit bei Menschen und Thieren, die in Ent-zündung des Halses besteht. Sie ist verschieden nach der Gegend des Halses, welchedie Entzündung besonders ergreift. So kann ihr Sitz im Kehlkopfe und in der Luft-röhre sein, dann heißt sie auch Luftröhrenentzündung (liviisurbr), von der eineeigne Art der Croup (s. d.) ist; oder die Entzündung ist im Schlunde, eigentlicheHals- oder ixchlundbräune (äii-sim, pliurvu^ra), oder an den zu beiden Seiten desinnern Halses liegenden Drüsen, an den sogenannten Mandeln (, 1 , 1 -sim, toiuülla-ri->), oder an der weichen Gaumendecke und dem sogenannte» Zäpfchen (,1»<ss,iuui ul-niH. Wesentliche Zufälle dn'Bräune, welchefreilich bei den verschiedenen Artenderselben von einander abweichen, sind: schmerzhafte Erschwerung des Schluckens,Sprechens und Akhemholens, Trockenheit im Halse, die besonders nach jedemSchlafe sehr oft bis zum Gefühle von Ersticken zunimmt; Nöthe und Geschwulstder innern Theile des Halses, wenn die Entzündung an einem dem Blicke erreichba-ren Theile sitzt; veränderte Stimme; vermehrte Absonderung von Speichel undSchleim. Dazu gesellen sich mehre Zufälle, theils von dazu kommendem Fie-ber, theils von der Hemmung des Athemhslens, der Verbreitung des Reizesauf die benachbarten Theile, Eine gefährliche Art dieser Krankheit kommt beiden Schweinen vor und heißt das wilde Feuer.

Braunschweig-Wolfenbüttel . Dieses Herzogthum besteht aus