Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Halden (Omstes) der Bretagrw verwandte. Der junge D. erhielt seine Bildung tnNeuen und I-antes, wurde dann Dkalreserritter in der stanz. Zunge, machte als sol-cher seine Caravane gegen die Algierer mit und war bei einem mörderischen Angriffauf Algier selbst gegenwärtig. Nachdem er seine Residenz in Malta gemacht hatte,widmete er sich der diplomatischen Laufbahn unter dem Bureauchef Ravneval imMinisterium des Grafen von Montmorin und kam zur stanz. Gesandtschaft nachRegengburg, der damaligen Hochschule für die stanz. Diplomatik im nördl. Europa .Hier wurde er während der stanz. Revolution durch den königl. preuß. Gesandten,Grafen v.Görz, dessen Schwiegersöhne, den, bairischen Minister Grafen v.Rechbergbekannt. Dieser trug ihm verschiedene diplomak. Geschäste fürBaiern auf; er warddeßwegen zum bairischen Legationsrath am Reichstage ernannt, schloß 1805 einenFreizügigkeit-vertrag zwischen Baiern und Preußen ab, wurde dann Gesandter inBerlin, im Mai 1808 außerordentl. bevollmächt. Gesandter zu Petersburg , Ritterund späterhin Großkreuz des k. bair. Civilverdienstortens, im Nov. 1808 Geh.-.Rathim außerordenichspäterWirkl. Geh.-Rath im ordentl.Dienste, 1817Wirkl.Staats-Mh und 1819 Reichsrath, als Besitzer der Güter Schambach, Tirsching rc. Wirbemerken noch, daß Graf B. auf dem rastadter Congreß als Geschäftsträger seinesOrdens erschien, dann unter demBailli vonFlaxland in Angelegenheiten des Ordensnach Petersburg ging, später von Baiern eine Sendung nach London vollzog. Eng-land hatte er schon früher aus eignem Antriebe kennen lernen. Über eine Reise, dieer 1801 mit Montgelas und Zentner in das fürBaiern neuerworbene Salzburg , zuden Salzwerken von Hallein und Berchtesgaden gemacht hakte, s. die „Vovu^o »»»riiüuc? >Ie 8:>lrb»ni^ < t ,1c Koioliciilu,!! >-l cluu^ uue z>->itio <In I'vrnl. zrar lo

(".lwv.nllor ste Lrug" (180 S.). Im 3. und 4. Abschnitt wird Tirol beschrieben alseine Provinz, die man damals in Baiern nach einer lOOjähr. Trennung als Wieder-crwerb anzusehen geneigt war. Wir lernen den Berfasser darin auch als einen Ken-ner der Pflanzenkunde schätzen. Auf seinem Posten in Berlin 1807 wußte er ineiner schwierigen Lage das Interesse seines Hosts und die Anmuihungen derstanz. Übermacht mit dem, was Pflicht und Rechtlichkeit federte, klug zu vereini-gen. Noch jetzt dankt ihm mancher preuß. Geschäftsmann und Einwohner Ber-lins die damals durch seine vermittelnde Klugheit bewirkte Erleichterung vomDruckder gebteterifchen Nothwendigkeit. In Berlin trat er mit der damals dort sich auf-haltenden Familie von Löwenstern auf Wolmersdorf und Koberhuse in Liefland invertraute Verhältnisse und vermählte sich mit der zweiten sehr gebildeten Tochterdes Hauses. Der Gesandtschaftsposten beim Kaiser von Rußland war nach dendamaligen politischen Verhältnissen einer der wichtigsten, ihm aber auch wegen derneu angeknüpften Familienverbindung sehr willkommen. Er gewann das volle Zu-trauen des Kaisers Alexander und führte alle Unterhandlungen zur Zufriedenheitseines Königs, der ihn um diese Zeit auch in den Grafenstand erhob. Sein Eiferfür wissenschaftliche Forschungen, für statistische Untersuchungen und Alles, wasKunst zeigte, brachte ihn in die freundschaftlichsten Verhältnisse mit den kenntnis-reichsten Mannen in Riga, Dorpat und Petersburg , wo er die Bibliothek desReichskanzlers Grafen Nikolas Rumjänzoff und die statistischen Forschungen derStaatsräthe Storch und Krug fleißig benutzt '. Eine Frucht dieser Studien war dieerste vollständige Geschichte und Statistik von Liefland in stanz. Sprache, wodurchsich GrafB. zugleich als Mitglied der k. bairischen Akad. der Wissensch. in Mün-chen in der historischen Classe beurkundete. Er benutzte zur Abfassung dieses Werks,wobei er die Familienarchive vieler alten Geschlechter in Lief- und Esthland, sowiedie öffentlichen in Königsberg und Petersburg fleißig befragte, die willkommeneMuße, streiche ihm während der Abwesenheit des Kaisers Alexander von seinenStaaten 1814 und 1815 dargeboten wurde; denn in diesem Zeitraume hielt sichder Vers. fast immer in Liefland aufden Gütern seines Schwiegervaters aufund wurde