Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Brcccie

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Brechung der Lichtstrahlen

von «hm und s. Schwager, dem Kammerjunker Dtta von Löwenster», sowie vondem Generalgouverneur von Lieffand, dem MargmsPaulucci, und von den Ge-lehrten Sonntag, Parror, Ewers, Bergmann u. s. w. thätigst unterstützt. So ent-stand sein Werk: „bä-iinn orili-juv «ur l'l,i«tolro elo l:> i,-ve>ni>-, ,ni,i <1 un n>-sile.en >Io lä-tot -ictuel <!o netto prcnince" (Dorpat 1311, 3 Bde.), lvovon dieersten zwei Geschichte, der dritte Stttengemälde und Statistik enthalten. Die aufseine Kosten veranstaltete Auflage, insoweit er sie nicht selbst verschenkte, gab er derUniversität Dorpat als Eigenthum, bei deren Commissionuair in Leipzig , Kummer,sie auch allem zu kaufen ist. Der liebenswürdige, jedes Verdienst gern anerken-nende, alles Gute befördernde Charakter des Verfassers bewährte sich ebenso sehrin seiner Scbriftstellerei als in seiner politischen Laufbahn. Es befinden sieb jetztan mehren Höfen bairische Gesandte, die unter diesem diplomatischen Veteran ihreLaufbahn begonnen haben. Er besitzt die Gabe, durch Offenheit, woNickus zu ver-hüllen ist, und durch Geradheit überall Zutrauen einzuflößen und durch die Lebhaf-tigkeit seines durch Reisen und den Umgang mit den bcrubmtesie» Zeitgenossen eben-so sehr als durch Belesenheit gebildete» Geistes jede Gesellschaft zu erheitern.

Breccie, s. Sandstein.

Brecher nennen die Schiffer schäumende, stark anschlagende Meercswellenin der Gegend von Klippen unter dem Waffer.

Brechung d e r L i ch t st r a h l e n (Refraktion wird niehrvon derStrahlenbrechung im engern astronomischen Sinne gebraucht) heißt die Ablenkungder Lichtstrahlen von ihrer Richtung, welche erfolgt, sobald sie aus einem durchsichtigenMittel (Materie) in ein andres von verschiedener Dichtigkeit übergehen. Auf dieterEigenschaft der Lichtstrahlen beruhen alle Erscheinungen des Sehens durch durch-sichtige Mittel, z. B. durch die verschiedenen Gläser, durch gefärbte und ungefärbteFlüssigkeiten, durch die Luft u. s. w. Die Wissenschaft, welche diese Erscheinungaus den Gesetze» der Strablenbrechung erklären lehrt, heißt die Dioptrik (s. d.).Es kommen dabei folgende Kunstausdrücke vor. Die Fläche, mit welcher zweidurchsichtige Mittel aneinandergrenzen, und wo die Brechung geschieht, wirddie Brechungsstäche, die gerade Linie, welche senkrecht auf dieser Fläche, und zwarauf dem Punkte derselben steht, wo der Lichtstrahl auffällt, das Einfallslokh ge-nannt. Der Winkel, welchen das Einsallsloth mit dein auffallenden Lirahlemacht, heißt Neigungswinkel, der Winkel des gebrochenen Strahls mit dem Ein-fallslothe der gebrochene Winkel, und der, welchen der einfallende und der ge-brochene Strabl einschließen, der Brechungswinkel, welche Ausdrücke jedoch nichtvon allen Phrstkern in gleicher Bedeutung gebraucht werden. Folgende Natur-gesetze hat die Erfahrung bei der Strahlenbrechung kennen gelehrt: 1) Geht einLichtstrabl aus einem dünnern in ein dichteres Mittel über, so wird er nach demEinfallsloth zu gebrochen; der gebrochene Winkel ist kleiner als der Neigungswin-kel, und das Verhältniß des Sinus des Einfallswinkels zum Sinus des Brechungs-winkels bleibt dabei unverändert, diese beiden Winkel mögen groß oder klein sein; wirdaber für jedes andere brechende Mittel wieder ein unveränderliches Andres. -)EinLichtstrahl, der aus einem dichter» in ein dünneres Mittel übergeht, wird vondemEinsallsloihe ab- oder weggekrochen; der gebrocheneWinkel wird allezeit größerals der Neigungs- oder Einfallswinkel; das Verhältniß des Sinus des Neigungs-winkels zum-Linus des gebrochenen WnkelS bleibt einerlei, und ist bei gleichenMittel» das umgekehrte vorn vorigen. 3) In beiden Fällen bleibt der gebrocheneStrahl in der Brechungsebene. 4) Aus diesen Gesetzen der Brechung folgt vonselbst, daß Lichtstrahlen, die nicht in schiefer, sondern senkrechter Richtung auf dieBrechungsebene fallen, in unveränderter Richtung, als ungebrochen, fortgehen.Schon die Alun kannten die Erscheinnng der Strahlenbrechung, vermochten jedochnicht, wegen ihrer unrichtigen Vorstellungen vom Sehen und vorn Lichte, die Ur-