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Breda
Brechungswinkel
sacke davon aufzufinden. Im 11. und nachher im 13. Jahrh, bemühte nias fich,sie durch Vergleichung der Winkel aufzufinden, mußte aber dabei ebenfalls dieWahrheit verfehlen. Unter den später versuchten Erklärungsarten ist die New-kon'sche die befriedigendste. Er leitete auf eilte schon bei bloßem Nachdenken überaussinnlich ansprechende Weise die Brechung, die der Lichtstrahl z. B. bei seinem Über-gange aus der dünnern Luft in das dichtere Wasser erfährt, und die Jeder beobach-te» kann, wenn er einen Stab ins Wasser taucht, der ihm nun gebrochen erschei-nen wird, aus der stärker» Anziehung her, die das Wasser auf den Lichtstrahl aus-übt. Auch versuchte Newton, das Brechungsverhältniß in verschiedenen Materienfestzusetzen. Er glaubte, daß aus seinen Versuchen hervorgehe, daß sich die bre-chenden Kräfte (worunter er die Kräfte versteht, mit welchen das brechende Mittelden Strahl nach der Richtung des Einfallsloths zieht) ganz nahe wie die Dichtendes Körpers verhalten, außer daß durch Übermaß brennbarer und öliger Theile diebrechende Kraft verstärkt, durch Mangel derselben aber geschwächt werde. DieseVermuthungen haben in neuern Zeiten eine unerwartete Bestätigung erhalten.Er schloß aus der unverhältnißmäßig großen brechenden Kraft desDiamanken, daßderselbe ein verbrennlicher Körper sei (Nlainus. sagt er, gui, ul >u,>6.,l>He ext,killet:,, ,ii^ <-8l <)„,N„N5!> tm.'tgmlaM), und wie bekannt, hat die neuere Chemie ihnwirklich verbrennen gelehrt. Dergleichen Blitze großer Geister verdienen überallangeführt zu werden. Mehre gemeine Erscheinungen haben in der Strahlen-brechung ihren Grund, z. B. warum ein auf dem Boden eines Bechers liegenderRing oder eine Münze, die dem Auge durch den Rand verdeckt sind, demselbenbei unveränderter Richtung sichtbar werten, wenn man Wasser in den Bechergießt; warum ein Fisch im Wasser nicht an seiner wahren Stelle, sondern ungefährum ein Viertel näher an der Oberfläche gesehen wird; warum Sterne schon vorihrem wirklichen Aufgange und noch nach ihrem wirklichen Untergänge wahrgenom-men werden u. s. w. In ihrer Anwendung auf die A str onomie wird diese Lehrein d. A. Strahlenbrechung (s. d. abgehandelt. Unter doppelter Brechungversteht man die gewisse» krystallisirten Körpern, namentlich dem Kalkspats» oder is-ländischen Krystall, beiwohnende Eigenschaft, von den durch sie betrachteten Gegen-ständen zivei völlig getrennte Bilder zu zeigen, welches daher rührt, daß diesebrechenden Körper auf einige Lichtkheilchen mit einer andern Kraft als aus die übri-gen wirken. — Die Literat. d. Gegenst. findet m. iin betreff. Art. der n. AuSg.t. Gehler'schen „Phvfikal. Lex.". Vortrefflich ist die Materie abgehandelt im 3.Bd. der Fechner'schen deutsch. Bearb. d. 3. Auff. v. Biot's „Lehrb. d. Expe-rimentalphysik" (Leipzig 1825, 4 Bde.).
Brechungswinkel, s. Brechung der Lichtstrahlen.
Breda, Hauptst. des Holland . Bezirks gl. N., in Nprdbrabaut, an derDinkel, mit 9000 E., steht durch die schiffbare Merk mit der Maas i» Verbindung.Ehemals war Breda eine starke Grenzfestung für Holland , und noch jetzt hat es alsHauptpunkt der vor der Maas gelegenen Festungslinie großen militairischen Werth.Die Befestigungen bestehen aus 15 BastionS, ebenso viel RaveliuS und 5 Horn-werken; auch ist eine Citadelle vorhanden. Die Hauptstärke ist die morastige,leicht unter Wasser zu setzende Umgebung. B. ward 1534 eine Stadt; seit derZeit ist sie oft der Zankapfel zwischen den Niederländern, Spanier» und Franzosen gewesen. Am merkwürdigsten sind die Überrumpelungen durch Barlaimont 1581und durch Moritz von Oranien 1590. Letztere geschah durch ein Torfschiff, in dem70 Niederländer verborgen waren. 1625 nahm Spinola diesen Platz nach zehn-und Heinrich von Oranien nach vicrmonatlicher Belagerung. Während des Revo-lutionSkriegS bemcisterte sich im Febr. 1793 Dumouriez der Stadt und Festung,und er würde sich dadurch zur Eroberung Hollands schon damals den Weg gebahnthaben, hätte ihn nicht die bei Neerwinden verlorene Schlacht genöthigt, am 4. 'April