Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Breguet Brelsgan

lorit in Rubens's Manier vorzüglich Aufmerksamkeit veranlaßten. Da dieser großeMaler seine Idee» schnell zu skizziren pflegt, so lieferte er nach wenigen stundendem Kaiser Napoleon das Flottenmanoeuvre vor Antwerpen auf der Scheide, undfast ebenso rasch ftcapoleons Einzug in ?lmsterdam im Augenblicke, da ihm derMagistrat die Schlüssel der Stadt überliefert. Auch in der Architektur und in derBildhauerkunst bewies B. Talente. — Brüe (Philipp Jakob van), ein ebenfallsberühmter brabantischer Maler, des Vorigen Bruder, geb. 1786, bildete sich wiesein Bruder; allein er ging früher nach Italien und lebt seit 1818 in Pavia . 1817stellte er im Louvre aus: Maria von Medici mit ihrem "Lohne Ludwig Xlll. vorRubens, der sein Gemälde der Geburt Jesus in der Galerie des Lupembourg voll-,endet. Ludwig XVIII. erstand es sofort. Gleichen Beifall fanden der von Laura ander T.uelle von Vaucluse überraschte Petrarca und Maria Stuart in der Todes-stunde. Letzteres Gemälde wurde für die Gemäldegalerie von St.-Cloud gekauft.Sein schönes Gemälde, darstellend zwei Könige der Franken , welche im Theaterzu Trier Kaiser Konstantin den wilden Thieren vorwerfen ließ, durfte nicht öffent-lich ausgestellt werden. — Außerdem lieferte B. schon 1811 seine orientalischenReisenden zur Ausstellung in Brüssel . Seine spanische Nonne gelangte nickt zurAusstellung. Im genter Kunstsaale fand 1812 die vom Pater Aubry im Sturmder Elemente gefundene Atala viel Beifall. Der König der Niederlande lies; seinein der genter Ausstellung sich auszeichnende Königin Bianca mit ihrem Kinde,dem nachherigen Könige von Frankreich , Ludwig dem Heiligen, ankaufen. Auchfür den Kunstsaal in Amsterdam lieferte van B. Maria Lesczinska, des KönigsStanislaus von Polen einjährige Tochter.

Breguet (Abraham Louis), Uhrmechaniker der k.franz. Marine, Mitgl. derAkad. der Wissensch. und des Ilnrea» <los l»,isftln,l<-5, der Gesellsch. zur Ermunte-rung der Nationalindustrie, des k. Raths der Künste und Manufacturen und derEhrenlegion, geb. zu Neuscbatel d. 10. Jan. 1747, hat die Uhrmacherkunst, Mecha-nik, Physik rc. durch eine Menge nützlicher Erfindungen, z. B. durch doppelte astro-nomische Uhren, doppelte Chronometer, Seeuhren, sympathetisches Pendelwerk,Uhren, die des Aufziehens nicht bedürfen, wenn sie nur bisweilen getragen werden,den metallischen Thermometer >c. vervollkommnet. Er verbesserte auch die Telegra-phen. Sein Sohn hat, wie der Vater, den höchsten Sinn für das Lcböne, Neueund Nützliche in der großen Manufaktur mechanischer und vhvsikalischer Vervoll-kommnungen, welche sein Vater in Paris stiftete; auch England schätzt diesen Er-finder als eins der ausgezeichnetsten mathematischen Genies der neuern Zeit.

BrelSgau , mit der Landvogtei Ortenau , ehemalige Landgrasschaft imsüdwestlichen Schwaben, zwischen dem Schwarzwalde und dem Rhein , einer dergesegnetsten Landstriche Deutschlands (60 UlM., 140,000 Einw. in 17 St., 10Fl. und 440 D., wovon die Ortenau 16,000 Einw. enthielt). Die Gebirgsge-gend hat Holz und Viehzucht, das flache Land Wein - und Feldbau für alle Ge-treidegaltungen und Hanf. Neben dem Bergbau auf Silber, Blei und Eisenherrscht viel Gewerbfleiß, besonders in den Waldgegenden, wo die bekannten höl-zernen Uhren in Menge gefertigt und durch ganz Europa, selbst nach Amerika geführt werden. Die landesherrliche» Einkünfte des Breisgaus, mit Einschlußder vier Waldstädte und ihres Bezirks, betrugen 600.000 Gulden. Der Hai.pt-ort war Freiburg. Östreich trat im Frieden zu Luneville (9. Febr. 1801) dasBreisgau, eine der ältesten Besitzungen des Hauses Habsburg (Rudolf vonHabsburg wurde auf dem Schlosse Liinburq geboren), nebst der Örtenan (mitAusnahme des Frickt hals, das über 5 IHM. und 19,400 Einw. hat, und vonFrankreich an die helvetische Republik abgetreten wurde), an dcnHerzog vonModenaab. Nach dessen Tode (Oct. 1803) erhielt es sein Schwiegersohn, der ErzherzogFerdinand von Östl'cich, als Herzog von Breisgau ; durch den presburger Frieden