Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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187
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Breislak

Brclslak's System der Geologie 187

(1805) kam es an Baden, mitAuSschluß eines Theils, welcher anWürtemberg fiel,nachher aber, gegen Entschädigung, dem Großherzogth. Baden wieder einverleibtwurde. H. Leichilen hatte in z. „Untersiicyung über die römischen Alterkhunier inSchwaben" 3 reniisebe Straßen bezeichnet, die nach Rigel (lii^>'!a) im Breisgau führten. Dadurch ward die Entdeckung der hier vorhand-m gewesenen römischenNiederlassung bewirkt; es erschien davon zu Fr'diburg 1825 eine gedr. Nachricht.

BreiSlak (Scipio), ein Römer, Sohn eines Schwaben, geb. 1188 undfür den geisil. Stand bestimmt, weshalb er in Spallanzani'S Werken als Abbateerscheint, war einer der genialst» (Geologen unserer Zeit, welcher den neptunischenSystemen entgegentrat, ohne deßhalb unbedingt den Vulkanisten beizustimmen.Er war Pros. der Physik und Mathematik zu Ragusa. DerAbb,- Fortis gewannihn für die Naturkunde. Dann kam er »ach Rom als Pros. am ('.»lücho d.a/.u-r^i>>. bereiste tNeapel wissenschaftlich, ging nach Paris, wo er mit Fourcroy ,Ehaptal, Cuvier:c. in Verbindung trat. Später ernannte ihn Napoleon zumInspector der Salpeter- und Pulrerfabrication des Königreichs Italien. Auchwar er Mitglied des Instituts und vieler gel. Gesellsch. Schon seine ersten Schrif-ten, durch welche er sich dem Publicum als Naturbeobachter bekanntmachte, z. B.s. Abhandl. über die Solsatara bei Neapel , in deren Nahe er Iabre lang als Di-rector der Alaunsiedcreien lebte, geben Andeutungen auf die Ansichten, welche erspäter in s. Systeme ausbildete. Das erste größere Werk, welches er 1108 zuFlorenz in Druck gab, war die „'Infingruli-, Ir-üo-, «Ulla lAmp-mA". DieBeoö-achtungen der hier beschriebenen Gegenden setzte er einige Zelt fort und kehrte dannnach Rom , dessen Umgegend er aus physischem und geologischem Gesichtspunkteuntersuchte und seine frühere Meinung, daß der größte Theil der berühmten 1 Hü-gel Überbleibsel eines eingestürzten Vulkans seien, bestätigt fand, zurück. Derpolitischen Unruhen seiner Vaterstadt wegen ging er nach Frankreich und machte sichden dortigen Mineralogen bekannt, indem er jenes durch Druckfehler entstellte Werk,mit neuen Bemerkungen, Nachträgen und Berichtigungen bereichert, 1801 u. d.T.: pssvAgne; ei liiüoio'.'lgni'S la iAmpinne", 2 Bde., her-

ausgab. Angehängt ist eine topograph.-Mineralog. Beschreib, der Umgegend Roms.Hier findet man die Resultate 12jähriger Forschungen. Bis dahin gab es über dieMineralogie des Vesuvs nur zerstreute Bemerkungen. Frühere Schriften über die-sen Vulkan enthielten nur die Geschichte einzelner Ausbrüche, und da? einzige mi-neralogische Werk von Gonni über jenen Gegenstand ist Nichts als ein Katalog.B. war der Erste, der diese Gegenden als phrsiseber Geolog untersuchte. In mehreSprachen ward kiese? schätzbare Werk übertragen; franz. vom General Pomnie-reuil, deutsch von Franz Ambr. Reuß (Leipz. 1802, 2 Bde., m. K.). — SeinenAufenthalt in Frankreich benutzte B. zur Untersuchung der durch die >'»->- (vulkani-sche Gebirge) berühmten Gegenden der Auvergne , welche Beobachtungen nicht we-nig zur Ausbildung der Theorien B.'S von den Wirkungen der Vulkane beitrugen.In Mailand schrieb er s. „.Vrte <li nilr.->fi>" und gab 1811 s. „Intrmlu?.n»,oall-, ^eoirnriu" (2 Bde.) heraus, weicherer 1818 eine gänzlich umgearbeit. Ausg.in franz. Sprache u. d. T. „Imtltntmn,-ipss<>l.rechnen" (in 3Thln.), gleichfallszu Mailand , folgen ließ. Eine deutsche Übersetz, dieses Werks von v. Strombeck(in 3 Bdn., Braunschw. 1819—20) erhält durch Anmerk. und Nachträge ei-ne» höher» literarischen Werth. (S. Strombeck.i 1>,22 erschien B.'S schöne„Ue-a-rittom- I.omfi.ircli-". B. starb zu Turin den 15. Febr.

1826 in einem Alter von 18 I. S. berühmtes Mineraliencabinet hat er der Fa-milie Borromeo überlassen. Ein Bildnis von B. befindet sich vor dem 11. Iahrg.des „Mineralog. Taschen!)." von v. Leonhard, welches mehre Auszüge aus s. neue-sten Schriften enthält. 10.

Breislak's System der Geologie gehört unter neuen, sehr