Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Breislak's System der Geologie

lung IN tropfbarer Form, roo es die Unebenheiten der Erdoberfläche ausfüllte. Domjetzige» Meerwasserwar das Urmeer sehr verschieden durch den Hähern Wärmegrad,durch die darin ausgelösten Urstoffe und durch die heftigste Bewegung. Die weiterverbreitete Abkühlung des Innern der Erde bildete die Gebirgsschichte», wobei inder untern, beißen, noch weichen Erdmasse viele (Aasarten eingeschlossen wurden,welche durch Aufblähen Gebirge, Hehlen und Thäler verursachten. Aus der »r-anfänglichen Schlammmasse schieden sich die durch den Wärmestoffaufgelösten Me-talle von den Erden und verbanden sich mit solchen Bestandtheilen, zu denen sie dienächste Verwandtschaft hatten. Die so gebildeten Erze liegen jetzt in sehr verschie-denen Gebirgsmassen , sowie das heftig bewegte Urmeer die metallische» Bestand-the le bald hier, bald dort angehäuft hatte (Th. 2. §. 435). Über das Entstehender Übergangs-und Flöhgebirge hat B. dem neptuuischen Systeme sich sehr nä-hernde Ansichten, indem er die Wirksamkeit des Wassers durch den Därmestoff unddurch chemische Stoffe, welche zur Entwickelung der Gasarten dienen, zu verstär-ke» sucht. Das Unregelmäßige in dem Baue der Flöhgebirge erklärter aus der hef-tigen Bewegung des ÜrmeerS Th. 2, §. 388 u. 389). Dagegen entfernt er sichweit vom neptuuischen Systeme bei der Erklärung des Entstehens der vulkanischenGebirgSarten, deren Gebiet er sehr ausdehnt, indeß seine Gegner viele Gebirgsar-te» dieser Gattung, besonders bie pseudovulkauifchen, für Niederschlüge aus einerFlüssigkeit gehalten wissen wollen. Nach B. solle» die neuern Granire, Gneus ,Syenite und Porphyre, welche über Muschelkalk gelagert sind (in Norwegen ), Vul-kanischen Ursprungs sein, wie auch andere Porphyiarten, der Pechstein, Obsidian ,Perlstein, Bimsstein, der geschichtete Trapp, sämmtliche Basalte, die Mandel-steine, der Leucit, manche in den Laven befindliche Krystalle, der böhmische Gra-nat, der Diamant rc. Was sich im Bereiche der Vulkane vorfindet, wird alsgleichzeitig entstanden mit den wirklichen Laven erachtet, ohne näher zu berücksich-tigen , daß den Ausströmungen der Vulkane häufig fremdartige Theile aus demInnern der Erde und aus den Wänden der Schlünde beigemischt sind. Ein starkerhöhter Hitzegrad findet bei den Feuerausbrüchen, nach vielen Thatsachen zu ur-theilen, nicht im Innern der Erde, sondern nur gegen die Oberfläche hin statt, wiedenn z. B. häufig Schlamm, Wasser und selbst Fische, ohne gesotten oder geröstetzu sein, in unverändertem Zustande von den Feuerbergen ausgeworfen werden. B.sucht dieses durch ungenügende Muthmaßungen zu erklären. Verdichtete Luft sollWasser, Fische u. s. f., die aus Höhlen, weit entfernt vom Sitze des vulkanischenFeuers, kommen, emporheben, und der thonige Schlamm, schützend gegen dieEinwirkung der Hitze, die Fische einhüllen (Th. 3, §. 643). — B. verwirft mitRecht die brennenden Kohlenfiöhe und Torsschichten, von welchen manche Natur-forscher als Ursache des unterirdischen Feuers der Vulkane reden; da er aber an einwirklich vorhandenes Feuermeer im Herde der Vulkane glaubt, genügen die mäch-tigen, in der Tiefe waltenden Kräfte mit ihren Verbindungen und Auflösungen derPlanetenstoffe nicht. Jene Voraussetzung erfodert etwas schon Zusammengesetztes,das dem unterirdischen Flammenmeere zur Nahrung dient, und dieses ist ihm dasflüssige Bitumen oder Bergöl (>l lüturne Iluicl» ovvero prtrnlin, Thl. 3, §. 599)und der Phosphor, indeß er die Electricität als wahrscheinlich mitwirkende Ursacheder vulkanischen Erscheinungen nennt. Da das flüssige Dergöl vieles Wasserstoff-gas enthalte, welches schon bei der Berührung mit der atmosphärischen Luft sichenttündet und durch den Zutritt des Sauerstoffs, der sich theils aus der atmosphä-rischen Luft, theils durch Zersetzung vonsauerstoffhaltigen Massen im Innern derErde bildet, große Explosionen hervorbringen kann; so glaubt B. durch diese neueAnsicht das große Naturräthsel der vulkanischen Erscheinungen gelöst zu haben.Offenbar aber läßt sich gegen das Feuermeer der Phosphore und Bergöle Vieles vonDem unwiderlegbar zur Sprache bringen, was er selbst gegen den vulkanischen