Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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490 Breite Breltinger

Brand der Torfschichten und Steinkohlenflbße sagt. Wo liegen die mächtigenQuellen jener, um Jahrtausende hindurch die Flammen der Feuerberge ;u unter--halten? Bedürfen wol die im Innern des Erdplaneten thätigen Kräfte eines Pro--ductS, wie der Steinkohlen, des Torfs oder Bergöls, um neue Gebilde hervor--zubringen? Ist es nicht weit haltbarer und einfacher, anzunehmen, daß vulkani-sche Erscheinungen aus dem Zusammentreffen mehrer unwägbaren Stoffe aufcinemOrte und aus der dadurch erhöhten Thätigkeit gewaltiger Kräfte der Natur entste-hen? — Wenig geneigt, bei seuier Theorie die Entdeckungen der höher» Chemiezu benußen, hängt B. an der Vorstellung von einem Feuer im Innern der Erdeund beschränkt sich auf schon vorhandene Stoffe und deren Zerstörung, um die Er-scheinungen der Warme u. Hiße hervorzubringen. — Die im Erdplanete» thätigenKräfte bedurft» wohl nicht der Auslösungen im Ofenfeuer oder Wasser, um die unsbekannten und unbekannten Mineralien zu erzeugen. Dazu bedienen sie sich and-rer Mittel und Wege, die wir jetzt, zum Theil erst neuerlich, durch die Galvani-sche Säule t uuien gelernt h>,beu und vielleicht noch mehr kennen lernen werden.So leitet Bieislak's System zu neuen Untersuchungen und theilt scharfsinnigeBe,obachtungen, wie einzelne nicht unwichtige Entdeckungen im Gebiete der Geologiemit, welche des VsS. Verdienst um die Naturwissenschaft selbst dann aus das rühm-lichste ausz» ichnen, wen» man sich nicht geneigt findet, seine Theorie der Bildungder Oberfläche unsers Erdrundes als richtig anzluiekmen. — In Italien fand ereinen, doch nicht mit gleichem Geiste begabten Gegner an dem gleichfalls zu Mai-land lebenden Professor Ermcnegilto Pini, der 1811 s. Widerlegung herausgabu. d. T.t „8ul Stttcun ^,'ichi^nu ri'lll'-iioiii uuulitiebe". ^ 10.

Breit e (geographische), der Abstand eines Ot ts alifdei Erde vorn Aguator,gemessen durch den zwischen dem Orte und dem Aguator enthaltenen Bogen des ent,sprechenden Minagskreifts. Die geogr. Breite ist entweder nördlich oder südlich, jenachdem der Ort, vom Ägiimor der Erde aus gerechnet, nach dem Nord-oder Süd-pole hin liegt. Diese Breite ist das Maß des Winkels, welchen die zum Erdmittel-punkte führende Scheitellinie des Orts daselbst mit der Ebene des ErdäguatorSmacht. Nun trifft die verlängerte Scheitellinie am Himmel das Zeniih des Orts,die verlängerte Ebene des ErdäguatorS aber den Aguator der HimmeArugel; mit-hin wird die Breite eines jeden Orts auch durch den Abstand des 'AguawrS am Him-mel von dem Zenilk, oder durch das Complement der Äquaiorhöhe ausgedrückt.Da nun das Complement der Äguatorhöhe die Polhehe genannt wird, so ist dieBreite eines Orts seiner Polhöhe gleich. Örter im Aguator selbst haben, weil ihrebeiden Pole im Horizont liegen, weder Breite noch Polhehe. Auch kann die Breiteeines OrtS nie über SO Grad betragen, weil die Polhöhe nie über 90 Grad steigen,d. h. weil der Pol höchstens im Zenikh selbst liegen kann. Die Breiten dienen, nebstden Längen (s.d.), die Lage der Örter auf der Erde gegen einander zu bestimmen.Aufdieser Bestimmung beruht die Geographie und die richtige Zeichnung der Land-charten. — In der Astronomie versteht man unter der Breite der Gestirne denAbstand eines Gestirns von der Ekliptik, welcher durch den zwischen derEkliptik unddem Gestirne enthaltenen Bogen eines aus der Ekliptik senkrecht stehenden größtenKreises (Breitenkreises) gemessen wird. Man unterscheidet auch hier nördliche undsüdliche Breite. Ein Gestirn in der Ekliptik hat gar keine Brei e, mitbin hat dieSonne nie eine Breite, die Planeten aber eine sehr geringe. Auch die Breite einesGestirns kann nicht über SO Grad betragen. Sie wird durch Beobachtung der gera-den Aufsteigung und der Abweichung gefunden. Die Breite der Gestirne findetman in den Fftsternverzeichnissen. (S. Fixsterne.) Ausführl. ist das Derz. geo-graph. Breiten in der „Berliner Ltammlung astron. Tafeln", Bd. 1. A.

Breitinger (Ioh. Iakob)Kano»ieus und Professor der griech.u. hebr.Sprache zu Zürich , aus einem alten zuricher Geschlechte, geb.d. 1. März 1701, starb