Brennug
1W Brennstoff
brer, und mik 128 Spiegeln in einer Entfernung von 150 Fuß ein betheerteS Breivon Tannenholz fast augenblicklich an. In einer Littsernung von 20 Fuß brachlcer mir -15 spiegeln eine große zinnerne Flasche, mit IN Spiegeln kleine StückeGeld zum Schmelzen. Nachher verbrannte er mit seiner Maschine Hol; in einerWeite von 200, schmolz Zinn in einer Entfernung von 150, Blei in einer Entfer-nung von 130 und Silber in einer Entfernung von 80 Fuß. Im vorige» Jahr-hundert wurden unter andern in Italien mehre große Brennspiegel verfertigt, wo-von noch zwei zu Paris und Kassel übrig sind. Auch von Tschirnhausen brachte1887 einen zu Stande, der 3 leipziger Ellen im Durchmesser und 2 Ellen Brenn-weike hak, und aus einer dünnen, sehr gut polirken Kupsei platte besieht. Er befin-det sich gegenwärtig auf dem mathematischen Saale zu Dresden . Dieser Spiegelficht Holz in Flammen, kocht und verdünstet Wasser, schmelzt 3 Zoll dickes Zinnlind Blei, verglaset Ziegel, Knochen u. dgl. Außer Metall kann man auch Holz,Pappe, Glas und andere Materien zu den Brennspiegeln nehmen. Nur muß dieOberfläche polirt sein. In neuerer Zeit hat man die Brennspiegel als R e v e r b e-ren (s. d.) benutzt, um Licht in große Entfernungen zu werfen, weshalb sie sich zu-mal fürLeuchtihürme eignen. Steht nämlich im Brennpunkte eines parabolischenSpiegels etwa eine Lampe, so werden die von daher auf den Spiegel fallendenLichtstrahlen sämmtlich der Are parallel zurückgesendet, aus welchem Grunde manz. B. die Lenoir'schen Reverbcren auf 80,000 Fuß weit noch einem Sterne ersterGröße gleich sehen konnte. — Über Brenngläser und Brennspiegel s. m.Priesilev'S„Gesch. u. geqenw. Anst. der Optik; a. d. Eugl. durch Klügel", (Lpz. 1518,1., S.111) u. d. 1. B. der». A.von Gehler'S „Physikal. Lerikoii"' (Leipz.^1825).
B r e u n st o ff, Phlogiston, nannte man >n der ältern oder!Ltakl'schen Na-turlekre und Scheidekunst einen gewissen seinen brennbaren Stoff, welchen man inalle» Körpern annahm, und durch dessen Dasein man das Verbrennen derselbenerklärte. Von den neuern Naturlehrer» ist sei» Dasein vollkommen widerlegt wor-den. Daher heißen diese Antiphlogistiker, jene hingegen Phlogistiker. (S. Che-mie und Stahl.)
BrennuS , der Name mehrer gallischer Feldherren; er bezeichnete ihreWürde. -"Nicht unwahrscheinlich ist seine Ableitung von dem keltischen WorteBrenn, Oberhaupt. Ein Anfükrer der Scnnonen, einer gallischen Völkerschaft inOberitalien , der unter dieser Benennung angeführt wird, fiel um 3N0 v. Chr.in das römische Gebiet ein. Ein Hetrurier, Arunp, der bei einem Streite mitseinem Mündel in Rom kein Recht gefunden harre, wandte sich an die Senno-nen, um durch sie Rache zu nehmen. Gereizt durch die Beschreibung von demÜberflüsse Hetruricns, machten jene sich auf und eroberten Alles von Ravenna bisPicenum. Darauf belagerten sie Clusium, dessen Einwohner Rom um Hülfe ba-ten. Die Römer ließen auch durch 3 Brüden aus der Familie der Fabier dem B.Vorstellungen thun. B. erwiderte, daß er sein Recht aus sein Schwert grün-de. Dieser Übermuth entrüstete die Fabier. Sie begaben sich in die iLiadt un-ter dem Schein einzuleitender Unterhandlungen, ermunterten die Einwohner zuMuth und 'Ausdauer und versprachen ihnen Hülfe. Ja sie stellten sich bei ei-nem Ausfalle selbst an die Spitze der Clusier. B. beschloß, diese Treulosigkeitzu rächen, und zog, die Belagerung von Clusium aufhebend, gegen Rein, nach-dem er zuvor die Auslieferung der Fabier vergeblich gefedert hakte. Diese wurdenvielmehr zu KriegSlribunen ernannt und ruckten mir 10,000 Mann dem Feindeentgegen. Am Flusse Allia, unweit Rom , kam es zur Schlacht; die Römer er-litten eine völlige Niederlage, und B. besetzte die von Einwohnern verlasseneStadt. Nur das Capitel war mit einer Besatzung versehen worden, und ei-nige 10 Greise, Priester, Consularen und Feldherren hakten sich entschlossen, inder Stadt zu bleiben und durch ihren Tod den unterirdischen Göttern ei» Opfer