Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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zu dringen. In ihren priestcrlichen, consulartschen und Triuniphgewändern setztensie sich als festlich geschmückte Opfer aus ihre obrigkeitlichen Stühle mitten auf denMarkt und erwarteten den Tod. Ale B. aus den Markt kam, setzte ihn der ehr-,furchtgebietende Anblick jener Diünner in Erstaunen. Man hielt sie für Bildsäulenoder Gottheiten und scheute sich, ihnen nahe zu kommen. Endlich ermannte sich einGallier, ging auf den M. PapiriuS zu und faßte ihn bei dem Barte. Dieser hob sei»nen elfenbeinernen Stab gegen den Übermüthigen und gab ihm cinenSchlag. Dar-über gericthen die Gallier in Wuth und opferte» jene Greise ihrer Rache. Rom wardgeplündert, und was von Einwohnern sich noch in den Häusern fand, niedergehauen.B. bestürmte hierauf das Capirol, und da er mit Verlust zurückgeschlagen wurde,steckte er die Stadt in Brand und machte Alles dein Erdboden gleich. Das Capitelaber war so fest, daß er beschloß es auszuhungern. Zugleich plünderten S treifpar-teien das platte Land und trieben Brandschatzungen von den benachbarten Städtenein. Eine solche Partei erschien vor Ardea, dem DerbannungSorte des tapfern Ca-inilluö. Dieser edle Pairior beredete den Raih von Ardea, die Stadt zu vertheidigen,machte einen nächtlichen Überfall und richtete ein fürchterliches Blutbad unter denBelagerern an. Durch diesen Sieg ward derMuth der aus der Stadt entflohenenRömer neu belebt; sie sammelten sich, 4»,»00 Man» stark, erwählten CamilluSzu ihrem Feldherrn, und der Senat, insgeheim davon benachrichtigt, ernaniite ihnzum Dietator. Indeß war die Besatzung im Capital in harter Bedrängnis. B.versuchte einst in der Rächt einen Überfall, der gelungen sein würde, wenn nicht dieder Juno geheiligten Gänse durch ihrGeschrei die Römer geweckt hätten. Der >he-malig' Consiil ManliuS machte zuerst Härm unter der Besatzung, worauf die Gal-lier z . ückgetrieben wurden. Da man iin Capital weder von der Annäherung desCannllus nach van dem Mangel der Gallier Etwas wußte, denen Jener die Zufuhrabgeschnitten hatte, war man zu einem Vergleiche geneigt. B. versprach für einLosegeld von 100» Pfund Goldes die Belagerung aufzuheben und das römischeGebiet zu verlass n. Das Gold ward dargewogen, aber die Gallier bedienten sichdazu unrichtigen Gewichts, und als sich die Römer beklagten, warf B. mit denWorten: „Wehe den Besiegten!" sein Schwert nach zu dem Gewicht in tieSchale.Schon waren die Römer willens, diese Uugerechiigk,zu dulden, als CamilluS zurechter Zeit mit seinem Heere herbeieilte und den Vergleich für nichtig erklärte. Eskani zum Treffen, nach einem kleinen Verluste zagen sich die Gallier zurück undräumten in der Nacht ihr Lager. CamilluS folgte ihnen am andern Tage und schlugsie. Was van den Galliern entkam, wurde van den Einwohnern des Landes nieder-gehauen, und keiner erreichte sein Vaterland wieder.— Ein andrer B re n nus sielals Anführer der Gallier, ungefähr 10» Jahre später, mit einem ungeheuernHeere (Ist».000 zu Fuß und 30 — 40,000 zu Pferde) in Macedomen ein, schlugden Sasisthenes, durchzog Thessalien und Griechenland und ging nach Delphi, woer Stadt und Tempel plünderte oder plündern wollte: denn nach der ErzählungMehrer erhob sich ein fürchterlicher S türm z Gewitter und Erdbeben gesellten sichdazu, um die Götter zu rächen; ein griechisches Heer rückt» heran, und die Nieder-lage der Gallier war allgemein; B. tödtete sich selbst.

Brentano (Clemens), geb. zu Frankfurt a. M. ' "17, studirte zu Jena ,wo Göthe's Schriften da? Bewußtsein dichterischer Anlagen ihm geweckt zu ha-ben scheinen. Später hielt er sich abwechselnd zu Jena, Frankfurt a.M., Heidelberg ,Wien und Berlin auf. 1303 verheirathete er sich mir der von ihrem ersten Gattengeschiedenen Dichterin, Sophie Mereau , die ihm im nächstfolgenden Jahre durchden Tod entrissen wurde. Unzufriedenheit mit sich und den Mensche», wie ^scheint, vermochte ihn 1818 der Welt zu entsagen und ein Kloster im Münsterschenzu seinem Aufenthalte zu wählen, von wo er sich nach einigen Streifzügen 1822nach Rom begeben hat und dort, wie es heißt, als S ecretair bei der Propaganda an-