Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Brienne (Schlacht bei) Brigade 211

Brienne-le-Ehäteau machte Napoleon die ersten Studien in der Kriegskunst; jetztist Brienne berühmt, weil hier der letzte Rückhalt seiner so lange und lchwer lasten-,den Macht gebrochen wurde. Denn hier wurde die erste, durch ihre Folgen bedeu-tende Schlacht (1814, 1. Febr .) der Verbündeten auf altfranzösischem Bodengewonnen, dadurch das letzte Vertrauen des Heeres auf Napoleon erschüttert, derZauber gelöst, daß die Franzosen , an ihrem Herde kämpfend, unüberwindlichseien. Der Weg nach Paris und zur Vernichtung der Kaiserwürde war gebahnt.Nach dem Gefechte bei Bar-sur-Aube (24. Jan. 1814), dem ersten Widerstände,den die Verbündeten seit ihrem Eindringen in Frankreich von der Schweiz her ge-funden, rückten sie schnell vor. Napoleon, der mit großen Versprechungen Paris verlassen, Bleicher am 26. bei Vitry durch seine Übermacht zurückgedrängt hatte,sammelte am 28., wo Schwarzenberg in Ehaumont, Blücher in >Lt.-Dizier,Wrede in Andelot, und Witkgenstein in Vassy standen, seine sämmtlichen -Ltrcit-fräste bei Brienne und griff am folgenden 29. mit aller Macht die verbündetenHeere an. Hartnäckig und blutig war von beiden Seiten der Kampf. Die Fin-sterniß brach ein, und die Flammen des in Brand gesteckten B. erleuchteter, dasSchlachtfeld. General Chateau hatte mit 2 Bataillons das brienuer schloß ge-nommen, es aber bald wieder räumen müssen. Erst mit der 11. Stunde endetesich das Gefecht. Am andern Morgen begann es von neuem, und durch die Über-zahl wurde Blücher gezwungen, sich bis Trannes zurückzuziehen. Am 31. hattesieh Napoleon in den Ebenen zwischen La Rokhü re und Trannes entwickelt. Indeßstießen am 1. Febr . die CorpS des Kronprinzen von Würtemberg, des GrafenGiulay und die russ. Grenadierreserven zu Blucher , und Fürst Schwarzenbcrg be-fahl, die Schlacht zu beginnen. Um Mittag rückte Blücher in 3 Colonnen vor:General Sacken gegen La Rochiere, Giulay gegen Dienville und der Kronprinzvon Würtemberg gegen Ehaumrcil. Gen. Wrede zog indessen von Douleventgegen B. Der Boden erlaubte nur wenig Geschütz wirken zu lassen; aber derMuth der Truppen ersetzte diesen Mangel. Der Kronprinz von Würtemberg warfzuerst den Feind aus seiner Waldstellung und entriß ihm den wichtigen Posten vonLaGibrie, den zwar dieser sogleich wieder angriff, nach einem mehr als ständigenRingen aber dem Sieger überlassen mußte. Giulay nahm Unienvill^, und Sackendrang vor bis La Rochiere. Um 3 Uhr waren alle Schlachtlinien in Wirksamkeit.Der heftig fallende Schnee konnte wol das Feuer einen Augenblick zum schweigenbringen, aber die Thätigkeit der Fechtenden nicht lahmen. Napoleon leitete fort-während die iLchlacht und kämpfte, sieb oft persönlich der Gefahr aussehend, mitallem Muthe, welchen das Gefühl der Wichtigkeit, hier zu siegen, gebe» konnte.Aber auch die verbündeten Monarchen begeisterten ihre Heere durch ihre Gegenwartauf dem Felde der Entscheidung. La Rochi. re wurde mehrmals genommen, ver-loren und wieder genommen. Eben kämpfte Sacken wieder um dessen Besitz;schon stand die feindliche Eavalerie vor den Bajonetten seines Fußvolks; da erhielter Verstärkung. Er griff wieder an, warf die Reiterei bis Alt-Bnenne, wo sie auchdie Infanterie in Unordnung brachte, und eroberte 32 Kanonen. Wahrend Dessenhatte Blücher frische Truppen gegen La Rochiere geführt. Die Stadt ward erobert.DerKronprinz von Würtemberg nahm Petit-Masnil, Wrede Ehaumreil, Giulaydie Stellung von Dienville. Der Sieg der Verbündeten war entschieden. DieFranzosen zogen sich wäbrend der Nacbt von allen Seiten auf der Straße von B.zurück und ließen daselbst noch eine schwache Nachhut, welche aber am andernMorgen das Schicksal des HauptheereS theilen misste. Der Verlust war auf bei-den Seiten groß. Die Verbündeten eroberten 60 Stück Geschütz und machten einebeträchtliche Anzahl Gefangener. DieFolgen dieses Sieges s. im Art. Russisch -deutscher Krieg.

Brigade , beim deutsche» Kriegswesen, eineTruppenabtheilung aus mehren

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