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Zweiter Band. Bo bis C.
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212 Brigantine Brille

Bataillons Fußvolk oder mehren Escadrons Reiterei: daher derBrigadicr, einOfsicier, der eine solche Brigade befehligt, und Brigadegeneral, wenn er Ge-neral ist. In der franz. Kriegssprache helft auch Brigade , bei der Cavalerie, eineCorporalschaft, daher Brigadier, einCorporal; bei den Sappirer», dcsgl. beiden DouanierS, nennt man eine Abtheilung von k Mann Brigade .

Brigantine , Brigg, ein Schiff mit Niederbord, welches von jederSeite 10 —15 Ruder hat, dabei auch Segel führen und bis 100 Mann fassenkann. Die Ruderer müssen zugleich Soldatendienste thun und haben ihre Mus-kete unter der Ruderbank. Die Brigantinen werden, besonders häufig im mittel-ländische» Meere, zu Seeräubereien gebraucht, wovon sie den Namen haben. Siesind vorzüglich schnelle Segler.

Brigg, ein englisches Wort, oft mit Brigantine gleichbedeutend, eigent-lich aber jedes zweimastigc Kriegs - und Kauffahrteischiff, welches einen großen undeinen Fockmast mit Stengen und Bramstengen führt, und dessen großes Segel e,nBaum - oder Girksegel ist. Man spricht und schreibt auch Blick.

Brighclla, s. Masken.

B r i g h t h e l m st o » e, abgekürzt Brighton , vor wenig Jahren einunbekannter Fischerort in Sussexshire an der Südküstc Englands, nur besucht vonReisenden, denen es beguemer war, von Dieppe in Frankreich hierher, oder um-gekehrt, als zwischen Calais und Dover überzufahren; jetzt eins der besuchtestenund glänzendsten Seebäder Englands, mit treffliche» Anlagen und einem Telegra-phen (1321 H., 35,000 E.). Seine schnelle Aufnahme verdankt dieser Ort einzigund allein der Vorliebe des vorigen Prinz-Regenten von England, der auS irgendeiner geheimen Ursache einst auf den Einfall kam, hier, und nicht an den gewöhn-lichen Badeörtern, das Seebad zu gebrauchen, und sich daselbst so wohl gefiel, daßer alle Jahre zurückkehrte, sich eine prachtvolle Sommerwohnung im orientalischenStvl erbaute, und auf diese Weise auch den (Großen seines Hofes Veranlassung gab,daselbst ihre» Sommerausenrhalk zu nehmen. Unter den neuen Anlagen zu B.erwähnen wir den Marstall des Prinz-Regenten und den sogen. Crescent mit demdavor gelegenen schönen Platze und der gut gearbeiteten, ähnlichen, aber geschmack-lose» Bildsäule des Prinzen in Dragoneruniform. Auch befindet sich hier eine An-stalt der künstlichen Mineralwasser von Struve.

Brillant, s. Diamant.

B r i l l a n t i r cn, eine» Diamant oder sonst einen Edelstein auf Brillant-art schleifen.

Brille. Dieses Instrument ist einer doppelten Einrichtung fähig, der zu-folge eü sowol für Kurzsichtige als für Weitsichtige (s. d.) ein Hülfs-mittel zum deutlichen Sehen abgibt. In dem ersten Falle müssen die Gläser con-cav, in dem andern conver geschliffen sein; denn dort müssen sie die zu große Bre-chung der Lichtstrahlen, welche im Auge stattfindet, vermindern, hier aber die zugeringe Brechung derselben vermehren. In beiden Fällen ist eine sorgfältige Aus-wahl nöthig, damit der Grad der Coucavität und der Convexirät dem Grade vonKurz- und Weitsichtigkeit entsprechend sei. Denn da sich das 'Auge nach undnach an die Gläser, die man allenthalben gebraucht, gewöhnt, so wird es sich sowolan die zu starken als auch an die zu schwache» gewöhnen können. In dem erster»Falle wird der Fehler des Gesichts verschlimmert, durch den letzter» Umstand kannman wenigstens Etwas dazu beitrage», um ihn zu verbessern oder wenigstens aufdemselben Grade zu erhalten. Außerdem ist auch bei den mehrsten Menschen dieKurz - und Weitsichtigkeit des einen Auges größer als die des andern. — Willman sich aber bei der Auswahl einer Brille auf das Gefühl allein verlassen, so wirdinati gewöhnlich zu scharfe Gläser wählen und selten sie jedem von beiden Augengehörig anpassen können. Daher ist die Einrichtung in dem optisch-ocultstische»