Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Brink

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Brille (lunelte)

Institute des !U. Tauber in Leipzig ebenso sinnreich als nützlich, durch welche derGrad der Kurz-- und Weitsichtigkeit erst förmlich gemessen wird. Danach lassensich denn die Gläser, welche »ach dem Grade der Eonvezität und Eoncavitäk nume-rirt sind, mit größerer Sicherheit auswählen, und wenn nach und nach ein schwä-cheres gebraucht wird, so wird dadurch das Gesicht oft re c. ssert, und länger, wennes zu kurz war. Weitsichtige sollen wenigstens so lange, als es möglich ist, sichhüten, zu schärfer» Gläsern überzugehen. — Es versteht sich von selbst, daß dieBrillengläser sehr sorgfältig gearbeitet sein müssen, wenn man deutlich sehen undohne Nachtheil für das Auge sich ihrer bedienen will, d. h. die Concavität oderEonvexikät muß ganz gleichmäßig sein. Aueb muß das Glas den höchsten Gradvon Durchsichtigkeit besitzen und darf keine Farbe haben. Nur bei sehr reizbaren.'lugen, oder weint ma» genöthigt ist, sehr glänzendweiße Flächen (z. B. den Schneebei Hellem Sonnenschein) lange Zeit anzusehen, ist es nützlich, sich grüner Gläser zubedienen. — Außerdem bedient mau sich auch der Brillen, um das Auge von deinSchielen zu entwöhnen. In diesen sogenannten Schielbrillen besinden sich abergar keine Gläser, sondern sie bestehen aus Blech. In der Bütte, der Augcnaxegegenüber, ist eine kleine Öffnung, nach welcher sich der 'Augapfel wenden muß,weit» er Etwas erblicken so». Dadurch gewöhnt er sich nach und nach an seine ge-wöhnliche und normale Stellung. Die alten Griechen und Römer wußten Nichtsvon Brillen. Im 12. Jahrh, findet ma» von einem arab. Schriftsteller, Alhazen,einer Entdeckung erwähnt, die zur Erfindung der Brillen gefübrt haben konnte. AmEitde des 13. Jahrh, redet Roger Baeo davon. Die eigentlichen Brillen müssen123» „nd 13ll erfunden worden sein. 121» kannte man in Deutschland schonBrillen. (Vgl. Augenpsiege.) Kürzlich Hai man in Paris die Erfindungazurfarbener Brillen gemacht, denen man einen besonders günstigen Einfluß aufStärkung des Sehvermögens nachrühmt. — Vgl. Hagen, „Über den zweck-mäßigen Gebrauch der Brillen und 'Augengläser" (Wien 1822), und d. Art.Brille inBüsch'S „Handb. der Erfindungen", sowie den von Märtens verfaß-ten Art. Brillen im 13. Bde. der Ersch-Gruberschen „Encyklopädie".

Brille (I»nette), ei» sehr unbestimmter Ausdruck in der Befestigungs-kunst, der ursprünglich wol jedes abgesonderte, fleschenähnliche, bloß aus 2 Fron-ten bestehende Werk bezeichnete. Später verstand man im enger» Sinne darun-ter: 1) Kleine, mit oder ohne Flanken vor den Ravelins oder andern Außenwerkenim Hauptgraben gelegene, meist unregelmäßige Werke, die den Zweck haben, Stel-len des Hauptwalls, die voi» freieil Felde ausgesehen werden können, zu verdecken,oder Puukien, welche durch Fehler der ursprünglichen Anlage der Festung unbe-strichen geblieben sind, Seitenvcrthcidigung zu gewähren. Meist leisten sie weitwelliger, als sie sollen. 2) Vorgeschobene Werke auf oder vor dem Glacis, oftvon fleschenförmiger, oft von bastionähnlichcr Gestalt. Diese Gattung Brillen,a» den schwachen Fronten eines Platzes mit Vorsicht angebracht, halten, wenn sienicht isolirt, sondern mehre zusammen, in einer oder zwei Reihen einander Reiten-vertheidigung gewährend, vor denselben liegen, den Feind bedeutend auf, indem sieibn noikigen, seine Laufgraben mehre hundert Schritte weiter entfernt, als er sonstgethan haben würde, anzulegen, und an die Eroberung jeder Brille Zeit, Menschenund Geld zu wende». Eine Hauptrücksicht bei ihrer Anlage ist, daß es dem Feindeunmöglich sei, 2 Brillen auf einmal anzugreifen. 32.

Brink (Jan ten), Professor der alten Literatur zu Groningen . Er stu-dirte die Theologie inLeydenund schrieb 11!>2: „t >b-:erv:>ti»»e.<i i>> !<»:> voioni»<>„:,« rniit «I« vimimli, <livi»r»". Seine Professur bei der UniversitätHarderwyk verlor er, als Napoleon solche eingehen liest, und zur Entschädigung botman dem verdienten Philologen ein mäßiges Wchulrectorat. Erst das I. 1813gab ihm eine Professur aus der Universität Groningen wieder. Als Dichter zeigte