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Zweiter Band. Bo bis C.
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Britinianer

Brockes

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bunt, weil die Einw. ihren Körper bunt zu bemalen pflegten. Nach Plinius u. Ari-stoteles führte die Insel vor Zeiten auch den Namen 'Albion (s. d.). Das Meer,welches Britannien umgibt, nannte man im Allgemeinen den abendländischen, at-lantischen, heSperischen Ocean. Bis aus Cäsar war Britannien den Römern ganzunbekannt. Die Phönizier, Griechen und Carthaginenscr aber kannten es schon, be-sonders die ersten, seit den ältesten Zeiten, indem sie von dortZin» holten. Deßhalbgaben sie ihm auch den Namen Zinninsel, der bei Herodot vorkommt. Cäsar un-ternahm 2 Züge nach Britannien. Er fand die Einwohner völlig roh, schlug sieund nahm vom Lande Besitz; allein erst unter Claudius faßten die Römer festenFuß, gewannen den Bewohnern mehr Land ab und vergrößerten ihre Provinz, welchesie liiül.i»»,!, ro»i,i».'> nannten. Die wichtigsten Erweiterungen derselben gescha-hen unterHadrian und Konstantin. Endlich nahmen die besiegten Einw. die Sit-ten der Römer an. Das Land war schon zu Täsar'S Zeiten sehr bevölkert und, nachTacituS 'ü Zeugniß, fruchtbar. Es wurde in das römische und barbarische Britan-nien getheilt. Jenes suchten die Römer seit Hadrian durch einen mit Thürmen undBasteien versehenen Erdwall vor den Einfällen der Barbaren zu schützen. UnterAntonin rückte LolliuS Urbicus die Mauer weiter hinaus; Weptimiüs SeveruSzog sie aber wieder zurück. Unter ihm theilte man die römische Provinz in denöstlichen (prinia oder iiike, ior) und in den westlichen Theil (-ieeuinla oder ÜUPO ior).Konstantin fügte noch 2 Provinzen hinzu. Die Einwohner des alten Britanniensstammten theils von einer ursprünglichen Colonie der Celten, theils von Galliernab, welche mit Deutschen vermischt von Gallien aus sich hier niederließen. Diekeltischen Colonisten, oder die eigentlichen Britannier, wohnten im Innern desLandes und hatten mit den ankommenden Kaufleuten weniger Umgang als dieGallier, die an der Küste wohnten. Daher waren sie auch nach dem Zeugnißder Römer wilder und ungebildeter. Die gallischen Einwohner an den Küsten hat-ten schon eine Art von Eigenthum und ließen sich daher eher in Furcht setzen alsjene in Wäldern umher zerstreuten Völker. Sie trieben sämmtlich keinen Acker-bau, sondern lebten von Viehzucht und Jagd. Ihre Kleidung bestand in Thier-häuten; ihre Wohnungen waren aus Reisern geflochtene und mit Schilf bedeckteHütten. Ihre Priester, die Druiden, und heilige Weiber übten eine Art Herrschaftüber sie aus. — Über Bretagne , Nritaimia n,i„c>r, dessen Geschichte Daruund (1829) de Rojoux geschrieben haben, siehe Frankreich .

Britinianer, eine besondere Tongregation von Augustinermönchen, dieihren Namen von ihrem ersten Wohnplahe, Brunn in Ancona , bekommen haben.Sie hatten eine sehr strenge Lebensart, aßen kein Fleisch und fastete» von dem Festeder KreuzeScrhöhung an bis zu Ostern, außer den übrigen kirchlich vorgeschriebenenEnthaltungen in Speise und Trank, in deren genaueste Beobachtung sie eine Or-densregel gesetzt hatten. Ihre Kleidung war grau, doch ohne Gürtel, damit mansie von den Minoriten unterscheiden könne. Als 1256 Alexander I V. die allge-meine Vereinigung verschiedener Gesellschaften der Augustinermönche zu Wtandebrcchte, wurden die Britinianer auch Mitglieder dieser Vereinigung.

Brizard, s. Französisches Theater.

Brizzi, ein berühmter Tenorist oder vielmehr Baritonist, aus Florenz ge-bürtig, Zeitgenosse CreScentini's. Sein feuriger Vertrag fand großen Beifall, alser zuerst 1801 in Wien in der italienischen Oper auftrat. Nachher glänzte er inMünchen . Sein Achill in der Pär'schen Oper war sein Triumph. Jetzt ist seineZeit vorübergegangen.

Brocken, s. Harz .

Brockes (Darthold Heinrich), geb. k. 22. Sept. 1680 in Hamburg , Sohneines Kaufmanns, war einer der geschätztesten Dichter seiner Zeit. Nach geendigtenStudien zu Halle und verschiedenen Reisen ward er 1120 in das RathscoUegium