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Zweiter Band. Bo bis C.
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218 Brockmann Broekhuizen

seiner Vaterstadt aufgenommen und zu mehren wichtigen Sendungen und Ämterngebraucht. Er machte sich durch eine geschickte Geschäftsführung so verdient, daßmau ihm 1135 die wichtige Amtmannsstelle in Ritzebüttel auf 6 Jahre übertrug.Nach Hamburg zurückgekehrt, wurde er Befehlshaber des BürgermilitairS, Proto-scholarch, kais. Pfalzgrafu.s. w.und starb daselbst den 16. Jan. 1717. Wein,, Irrdisches Vergnügen in Gott ", eine Sammlung religiöser Nakurbetrachtungen in vierlen selbständigenGedichten 1721—48), ist sein Hauptwerk (Hainb. 1721, 9. Bde. .In diese» Gedichten zeigt sich ein frommes, dankbares Gefühl, mit dem er Allessieht, anstaunt und genießt, was Gott der Erde Schönes gab. Er besaß die Gabe,viel und schnell zu reimen. Seine Schilderungen gehen oft ins Kleinliche und dehnensich auf Dinge aus, die kein poetisches Eolorit annehmen wollen, daher die öfteremißkönige Farbenmischung und die ermüdenden Wiederholungen. Er tändelt vielmit seiner Sprache, die indes; auch einen Schatz von fein nuancirlen Ausdrücken,von wohlklingenden, malerischen Tönen enthalt, den selbst Geßncr und Wielandder Benutzung nicht unwerth fanden.

Brockma n n (Ioh. Franz Hieronym.), Schauspieler, geb. d. 30. Sept.1745 zu Grätz in Wteiermark, verließ s. Lehrmeister und ging zu herumziehendenSchauspielern, heirathete auch die Tochter der Directrice einer solchen Gesellschaft. Erspielte hierauf einige kleineRollc» zuWie» (1765)und kam von da 1768 zur Kurz'-schen Gesellschaft i» Würzburg, bis er 1771 nach Hamburg gerufen ward, wo er seinTalent unter Schröder bildete und sich eilten Ruhm erwarb, der ihn unter die erstenSchauspieler Deutschlands sehte. Man verglich ihn mit Garrick u. LeKain . 1778betrat er in Berlin als Gast die Bühne und ward »ach der Vorstellung Hamlet'S herausgerufen: eine Ehre, die vorher noch keinem Schauspieler in Berlin widerfah-ren war. Die Inschrift einer auf ihn geprägten Münze: l'capii liiingnilli, >„>-tt-.tta!,. gniss t iownia nrgntt. bezeichnet sein ruhig kräftiges Spiel, imGegensatzeder sonst gewöhnlichen Übertreibung. B. war ein denkender Künstler, der durchtiefes Wtudium, durch unablässigen Fleiß, durch Nachbildung der großen Muster,die er vor sich harte, sich die Natürlichkeit, die Leichtigkeit im Spiel erwarb, welchedie Hamburger Bühne zu des große» EckhoftS und Schröder'? Zeiten vor allen da-maligen Buhnen sixvorrheilhaft auszeichnete. Joseph II. berief ihn 1777 nachWien . Hier trat er zum ersten Male als Esse.r, in der „Gunst der Fürsten", aufdie Bühne. Aber eben seit, natürliches Spiel machte, daß er anfangs weniger auf-fiel: auch schadete seit, fleischiger Körperbau seinen Helden- und Liebhaberdarüel-lungen. Es bedurfte einiger Zeitlich an ihn zu gewöhnen; später wurde er derLiebling des wiener Publicums und blieb es bis an das Ende seiner Schauspieler-lausbahn. Es ist schwer, seine vorzüglichsten Rollen auszusieben, denn er hatte wieGarrik da? seltene Talent, alle Rollen im Lust- und Trauerspiele vortrefflich zuspielen. Sein Gesicht, sein Körper waren Alles, was er vorstelle» wollte. KeineRolle war für ihn zu schwierig, aber auch keine zu klein und unwichtig. Naturund Wahrsieik waren sei» Ziel; darum war er vorzüglich groß im bürgerlichenDrama. Er spielte die Charaktere der Vater, z. B. den Dbersorster und -Odoardo,Mit grossem Erfolge. B. starb zu Wien am 12. April 1 8 l2.

B r o d n, S ladt in Gasizien im zloczower Kreise, an der russischen Grenze,hat 2660 H. und 18,300 Eiuw., worunter 16,000 Jude», die hier eine hohe undcmeRealschiile kaben. Der Spedirionssiandel der 38 meistens indischen Großhänd-ler ist sehr wichtig, indem die Stadt zum Umtausch der pssaische» Erzeugnisse ge-gen die der Walachei, Krm> u. s. w., die in Pferden und anterni Vieh, in Wachs,Honig, Ilnscsilüt, Häulkn, Pelzwerken, Anis, eingemachtem Dbst u. s. w. be-stehen, beguem gelegen ist. Broty gehört dem Grase» Potocki.

Broekhuizen (Ianvan, bekannter in der latei».Forn>,Iann,<;U,oi>IeI>n-rin.--), geb.d. 20. Nov. 1649 in Amsterdam aus einer ansehnl.Familie. Jung verlor