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in der neuen Kirche zu Amsterdam . Auch hat er einige Stücke nach CorneliusPoelemburg gestochen.
Bronner (Franz Laver), geb. 23.Dec. 1757 zuHöchstädt an der Donau ,erhob sich aus dem niedrigsten Stande durch eine sorgfältige Ausbildung seiner na-türlichen Anlagen. Sein Vater war Knecht in einer Ziegelbrenncrei. Der CantordeöOrtS, der die Anlagen des Knaben zum Singen bemerkte, erbot sich, ihn un-entgeltlich zu unterrichten. So kam er 1759 als Singeknabe in das Icsuiter-collegium nach Dillingen . Nach beendigten Schuljahren ward er Mönch unter denBcnedictinern in Donauwerth und erhielt den Namen Bonisaz. Er widmete sichnun mit dem größten Eifer dem Studium der Physik, Mathematik und Philoso-phie, und den Übungen in der Musik und Poesie. Besonders dichtete er Schäfer-spiele und Fischeridyllen, wozu ihn seine Umgebungen veranlaßten, da er in seinerKlosterzelle die Aussicht auf ein Fischerdorf hotte. Indessen gefiel ihm casKloster-leben nicht. Er entfloh und kam unter dem Namen Johann Winfried 178-1 nachBasel und Zürich. Hier fand er durch Füßli'S Verwendung als Notensetzcr in einerDruckerei Anstellung. Salonio Geßncr begleitete s. „Fischergedichte und Erzäh-lungen" (Zürich 1787; neueste AuSg. in den „Schriften rc.", Zürich 1791, 3Bde.) mit einer Vorrede. Inzwischen hatte er sich bewegen lassen, nach 'Augs-burg in ein andres Kloster zurückzukehren. Aber man hielt nicht, was man ihmversprochen; er ergriff zum zweiten Male die Flucht und wurde von seinen schwei-zerischen Freunden gern wieder aufgenommen. Seitdem ward er Lehrer an derCantonschule in Aarau und erhielt 1810 einen Ruf als Professor nach Kasan ; imHerbste 1817 kam er aus Rußland zurück. Sein von ihm selbst beschriebenes Le-ben ist anziehend (Zürich 1795 — 97, 3 Bde.). In seinen Gedichten, sagt Geßner,malt sich sein Charakter; zu bescheiden, wagte er es lange nicht, sie seinen Freun-den zu zeigen. Aufgemuntert durch ihren Beifall, fuhr er in seinen Bestrebungenfort; er besuchte den Landmann in seiner Hütte oder bei seinen Feldarbeiten, be-suchte die angenehmsten Gegenden an Flüssen und Bächen und entwarf hier seineGemälde. Daher das naive Detail von so vielen neuen, anmuthvollen kleinenBildern; daher diese Wahrheit, diese frische, reine, wahre Farbe: überall siehtman das feinste Gefühl für das sittlich Schöne, überall die feinste Bemerkungjeder Schönheit der Natur.
Bronze, e.imji.iiinm «. eulllurium, I>re>n7.o, ein künstliches Metall,eineMischung a»S Kupfer und Messing, oder auch Zinn, Kupfer und Wismuth,woraus Bildsäulen und andre Kunstsachen gegossen werden.
Bronzino (Angelo), ein Maler der slorentinischen Schule und Nachah-mer des Michel Angela, der um 1550 blühte, viele Portraits malte und auch inseinen historischen Bilder» sich durch herrliche anmuthige Köpfe auszeichnete. Einsseiner berühmtesten Gemälde befindet sich in der Kirche Sta.-Croce in Florenz ; esstellt Christus im Limbus dar und soll durch Köpfe, unter denen viele Portraits sei-ner Freunde und Zeitgenossen waren, Gruppirung und Colorit ausgezeichnet, aberauch nicht ohne Kälte und Manier sein. Auch hat man die Nacktheit der Figurengetadelt. Er starb zu Florenz 1570.
Bronzire ». Diese Kunst besteht darin, daß man Bildsäulen, Büsten,auch anderm Geräth einen Überzug gibt, wodurch sie das Ansehen erhalten, alswären sie von Bronze. Die Farben, die man dem Überzüge gibt, sind willkür-lich. Gewöhnlich nimmt man Goldpulver dazu. Zu dem Ende reibt man Gold-schaum mit Iungfernhonig auf einem Steine so lange, bis das Gold in die aller-kleinsteuTheilchen zermahlen ist. Jetzt thut man diese Mischung in ein Geschirrmit Wasser, wodurch der Honig aufgelöst wird und das Goldpulver zu Bodenfällt. Dann schüttet man das Wasser ab und läßt das Pulver trocknen. Deanbronzwl auch mit Musivgold, welches aus Zinn und Quecksilber zusammenge-