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Ableger und abgeschnittene Zweige. Während seines Flors trägt er so reichlich, Laßein Mensch von 3 Brotbäumen 8 Monate leben kann.
Broturtheil oder die Probe des geweihten Bissens, s. Ordalien.
B ro tv e r wa n d ln n g, Transsubstantiation, s. Abendmahl.
Brougham, ausgesprochen: Bruhm od.Brohm (Henry), geb. zu London um 1119, Mitgl. des Parlaments, der königl. Gesellsch. von London , Kanzler derUniversit. Glasgow , Advocat u. Mitarbeiter an dem ,P>>i»I>urc;l> review", hat sichden Ruhm eines der größten Redner der Oppositionspartei durch die Kraft u. Bün-digkeit seines Ausdrucks erworben. Seine Sprache ist gewählt und schön, und seinVertrag feurig ohne Übertreibung, indem er bei aller Kühnheit der Darstellung sichdoch stets in den Schranken der Mäßigtmg hält. Weil er, allen Anreizungen desVortheils oder Ehrgeizes widerstehend, sich die allgemeine Achtung erworben hatte,so wählte ihn die »erst. Königin Karoline von England in ihrem vor dem Oberhauseverhandelten Processe zu ihrem Rechtsbeistand (li»un->n!) und unternahm Nichtsgegen seinen Rath. Er vertheidigte sie 'mit standhaftem Muth und erschütterte zuletztnoch die britischen PairS durch eine der kühnsten Apostrophen, die man in den Anna-len der britischen Bcredtsamkeit kennt. Schon bei den frühern parlamentarischenVerhandlungen über die Königin (damals Prinzessin von Wales ) und bei jenen überdie Civilliste der Prinzessin Charlotte hatte er sich durch seine Freimüthigkeit ausge-zeichnet. Außerdem erkannte nian sein ausgezeichnetes Verdienst in dem Bericht über.das engl. Armenwesen u. in s. Vorschlägen wegen Errichtung von Armenschulcn an.Seine „Prakt. Bemerk, über dieAusbildung der gewerbtreibenden Classen" hatKlö-den in Berlin übers. u. m. Anm. begleitet. Bekannte Werke von ihm sind: „For-schungen über die Colonialpolitik der europ. Mächte" (1803, 2 Bde.), worin erEngland auflodert, Frankreich zu dcr Wicdererobcrung von Domingo beizustehen;„Über den Zustand der Nationen", in mehren AuSg., nebst andern im Parlamentgehaltenen u. gedruckten Reden, und manchen Entdeckungen chr Gebiete der Phy-sik, die seine Lieblingsbeschäftigung ist.
Broussonet (Pierre Marie Auguste ), Arzt und Naturforscher, geb. zuMontpellier den 28. Febr. 1161, studirte Naturgeschichte, namentlich Zoologie, inwelcher er zuerst in Frankreich das Linnä'sche System einführte. Er machte daniitden ersten Versuch in einem Werke über die Fische, von dem nur ein Heft-crschienenist: „lebllivolopstae ckeco.-i I." (Lond. 1182). Nach 3 Zähren kehrte er nach Pa-ris zurück, wo ihnDaubenko», obgleich ein Gegner Linn«'s, zu seinem Stellver-treter am tlullö^v clv 1'ruiwt! und 1184 zu seinem Gehülfen in der Thierarznei-schule ernennen ließ. B. übergab indeß der Akademie mehre schätzbare Abhand-lungen und ward Mitglied derselben. 1185 ward er Secretair der pariser Acker-baugesellschaft, welche dadurch einen neuen Schwung bekam. Außer den Arbei-ten für diese Gesellschaft gab B. das für den Landmann so nützliche i n-
I.ile vu (laleixjriur ä I'uss^e llcn cultivuleui!," heraus. Auf seinen Betriebwurden die erste Merinoheerde aus Spanien und aus der Levante Angoraziegennach Frankreich gebracht. Dabei fand er noch Zeit, Forster's „Geschichte der Ent-deckungen und Reisen im Norden" zu übersetzen. 1189 wurde er, in das Wahl-collegium von Paris gerufen, zum Mitgliede der Nationalversammlung gewählt.Hier machte er sich wenig bemerklich; nach Eröffnung des ConventS zog er sichnach Montpellier zurück, wo er nach dem 31. Mai als Girondist und ernanntesMitglied des ZnsurrectionSconventS, welcher zu Bourgeö versammelt werden sollte,verhaftet wurde. Er rettete sich nach Madrid , wo die Botaniker Ortega u. Cava-nillcs ihn hülfreich aufnahmen, die ausgewanderten Royalisten ihn aber vertreibenließen. Joseph Banks , der seines Freundes Zustand erfuhr, schickte ihm einen Cre-ditbrief von 1000 LouiSd'or, mit welchem B. auf einem engl. Schiffe nach Zn-dien gehen wollte. Ein Vturm zwang das Schiff, in den Hafen von Lissabon ein-