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Brown (Georg v.) Brown (John)
zulaufen. Ungeachtet des Ansehens des Herzogs von FoenS , der ihn verborgenhielt, trieben ihn neue Verfolgungen aus diesem Zufluchtsorte. Er durchirrte Al-garvien und Andalusien und ging endlich , unter dem Namen des Arztes des ame-rikanischen Gesandten zu Marocco, nach Afrika über. Hier nahm er seine bo a-Nischen Studie» wieder vor und sandte wehre Sammlungen an Banks. Nachd iner von der Emigranrenlifle gestrichen worden und nach Frankreich zurückgekehrt war,ward er zum Evnsiil zu Mogador und zum Reisenden des Instituts ernannt, dessenMitglied er, den Statuten zuwider, trotz seiner Abwesenheit geblieben war. Erging mit seiner Familie als Eonsul nach den canarischen Inseln und verwaltete das-selbe Amtaufdem Eap, als der Minister Ehaptal, sein Verwandter, ihn zumProfessor der Botanik zu Montpellier ernannte. 1805 ward er Mitglied des ge-setzgebenden Körpers. Den 27. Juli 1807 starb er in Folge eines Falles, der dieWirkung bei ihm hervorbrachte, daß er alle Namen und Substantive! vergaß; dieAdjectiva hingegen, mit deren Hülfe er die Gegenstände bezeichnete, boten sich ihmleicht und in Menge dar. Er har Handschriften von großem Werthe hinterlassen.
Brow n (Georg von), ein Irlänter, geb. den 15. Juni 1098, vollendeteseine Studien zu Limerick und trat in seinem 27. I. in kurpfilzische Kriegsdienste.1730 ging er als Eapitainlieutcnant in russ. Dienste, wo er gleich anfangs durchMuth und Entschlossenheit eine Meuterei unterdrückte. An allen Kriegen, dieRußland von jener Zeit an bis 1762 führte, nahm er ehrenvollen Theil. 1739gcrieth er bei Krozka in türkische Gefangenschaft und ward drei Mal als Sklave ver-kauft. Der franz. Gesandte in Konstartinopel verschaffte ihm seine Freiheit wie-der. Er war so glücklich, einige Pläne des DivanS zu entdecken, mir denen ernach Petersburg eilte. Dafür winde er Generalmajor. Im siebenjährigen Kriegewurde er bei Zorndorf von den Preußen gefangen, befreite sich aber, und ward soverwundet, daß er nicht wieder zur Armee gehen konnte. Peter l l l. ernannte,hnzum Feldmarschall, unk er sollte unter ihm in dem gegen Dänemark beschlossenenKriege commandiren. B. erkühnte sich, dem Monarchen zu sagen, daß die-ser Krieg ebenso ungerecht als unpolitisch wäre, worauf ihm Peter befahl, seinenDienst und das Reich zu verlassen. Ehe er aber abreiste, ließ der Monarch denedel» Mann rufen, bestätigte ihn in seinen Würden und ernannte ihn überdieszum Gouverneur von Liefland, wo er 30 I. blieb und viele nützliche'Anstalten traf.Kaiser Joseph II. erhob ihn zum Rcichsgrafen. Einige Jahre vor seinem Endefoderte er Alters wegen von Katharina I I. seinen Abschied, allein die Kaiserin gabihm zur Antwort: „Herr Graf, Nichts kann uns trennen als der Tod". Diesemsah er mit der größten Gelassenheit entgegen. Zwanzig Jahre vorher hatte er sichschon seinen Sarg machen lassen, den er öfters besah, sowie er sich auch jährlichsein Testament vorlesen ließ. Er starb am 18. Sept. 1792 im 95. I.
Brown (John), Stifter des nach ihm benannten Brownianismusin der Medicin, geb. 1735 zu Buncle in der Grafschaft Berwick in Schottland ,zeigte schon früh ungewöhnliche Talente, weswegen ihn feine Ältern, die von ge-ringem Stande waren , von einem Weber, bei welchem er die Lehrjahre aushaltensollte, wegnahmen und studiren lassen wollten. Er kam in seinem 16. Jahre nachdem Städtchen Dunse auf die lateinische Schule, wo er durch außerordentlichenFleiß alle seine Mitschüler übertrat. In der Erntezeit verdung er sich als Schicktter, um sich dadurch die zu feinem Studiren nöthigen Mittel zu verschaffen. Aus-dauer und Geschicklichkeit erwarben ihm die Stelle eines Unterlehrers an der schule.Damals ging sein Plan dahin, Religionslehrer der Separatisten zu werden, zuderer Sekte seine Ältern und auch er sich hielten, und deren vornehmste Gliederdie Veranlassung gegeben hatten, daß er auf die Schule kam. Ein Besuch derdunsr Pfarrkirche, wo er den Gottesdienst abwartete, zog ihm den Unwillender Separatisten zu und veranlaßte seinen Übertritt zur herrschenden Kirche. UmCturmlmviis Lepicoii. Pd. II.