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verhüllt und nur 2 Löcher für die Augen hat, daher sie in dieser Dermnmmung un-erkannt bleiben. Die Erzbrüderschaften sind durch ihre Privilegien von den übri-gen. die von ihnen abstammen, ausgezeichnet; geistliche und weltliche Obrigkeitenbegünstigen sie, da ihre Thätigkeit manche Lücke in den öffentlichen WohlsakrkS-anstalrcn ausfüllt und oft wahrem Bedürfniß, wie durch Ausstattung armer Mäd-chen, durch Bekehrung der Buhlerinnen, durch Sorgfalt für schutzlose Fremde undElende abhilft. (S. „Tagebuch einer Reise nach Italien", von Elise v. d. Recke ,2. Thl., Berl. 1816.) Unter die ehrwürdigsten Gesellschaften dieser Art gehörtdie vom h. Philipp von Neri 1518 zu Rom gestiftete Brüderschaft der h. Drei-einigkeit zur Ausnahme der Pilger und Genesenen aus den Hospitälern , die 1615zu Paris gestifteten Brüderschaften der Schuster und Schneider zur religiösen Be-lehrung unwissender Lehrlinge und Gesellen dieser Handwerke, die 1618 ebenda-selbst vom Minimen P. Barre gegründeten Drüder und Schwester» der christlichenSchulen des Jesuskindes, dieFreischulen für arme Kinder unterhalte» und um dieveriiachlassiqie Jugend in Frankreich große Verdienste haben, auch dem Erziehungs-hanse der Maintenon zu St.-Cvr Lehrerinnen gaben. Diese Brüderschaft, dienach Art der geistlichen Orden lebt lind von einigen Obern regiert wird, erhielt sichwährend der Revolution und wird jetzt wieder aufgemuntert, ja in den Lancasteria-niSinilS eingeweiht. Die neuesten, seit der Rückkehr der BourbonS von soge-nannten MiffionSpriesiern in Frankreich gestifteten Brüderschaften, z. B. die 1815gestiftete Genossenschaft zum h. Ielusherze» zu Tours, verbergen unter demSchleier der Religion politische Zwecke, stehen unterderLeitung anticonstituiionellerGeistlichen und machen mit den Ultras Partei (,,(äcii5<!nr enrop. en", 1811,2. Thl.). Nicht zu verwechseln sind mit den Brüderschaften die Orden der barm-herzigen Brüderund Schwestern, deren Hospitäler zur Aufnahme der Krankendurch den Ertrag der Almosen, die sie einsammeln, in den bedeutendsten Städtender katholischen Christenheit bestehen. Diese Barmherzigen stiftete 1510 Johannvon Gott (der unter Karls V. Fahnen in Afrika gefochten hatte) in Spanien , gabihnen schwarze Kleidung und die Verfassung eines Bettelordens. PiuS V. gabdenselben die Regel des h. Augustinus . Sie leisten alle Mönchsgelübte und stehenin Europa , wo man sie fast überall findet, unter einem gemeinschaftlichen General.Die außer Europa verbundenen Barmherzigen haben braune Kutten und ihren be-sondern General in Amerika . Die barmherzigen Schwestern bestehen aus mehrenvon einander unabhängigen Genossenschaften und haben unter Anderm das großeIlotel-Illeu zu Paris inne. Beide Orden wurden, wo sie ihrer ersten Bestim-mung treu blieben, bis jetzt erhalten. Sie nehmen Kranke jeden Standes, jederNation und jeder Religion auf. 1685 zählte der Orden 224 Klöster. Vgl. v.Held'S „Gesch. der Heilanstalt der barmherz. Brüder in Prag (seit 1620), nebstRückbl. auf die Entstehung u. Schicksale dieses Ordens überh." (Prag 1823). L.
BrugeS (Vicomte de) gehört zu den bedeutendste» Personen des franzö-sischen Hofes. Er war Schiffslieukenant, als die franz. Revolution ausbrach,diente unter den engl. Truppen beider Expedition aufSt.-Domingo, wo seineFamilie großes Eigenthum besaß. In Deutschland heirathete er später eine GräfinGolsskin. Nach der Zurückkuuft des Königs »ach Frankreich wurde der Vicomte,der aus einem der ältesten Geschlechter daselbst abstammte, Inspector der 8. Mili-tairdivision in der Provence. Es gelang ihm aber nicht, Napoleons Landung mitihren großen Folgen zu beseitigen, alsdieser1815 von der Insel Elba zurückkehrte.Doch trat er zu dem Armeeeorps des Herzogs von Angoul. ine im südlichen Frank-reich und wollte im Juni 1815 Marseille in Besitz nehmen, als der MarschallBrune den Herzog zur Capitulation zwang. 1816 war er auf einer wichtigenfrani. Mission i» Berlin. — Sein älterer Bruder, Graf Bruges , wurde 1815unter Monsieur Gencralinspector der Nationalgarden.