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V r st g a e, Urno^. feste Hiuxtst. in der nicderländ. Grafschaft Westflan-dorn, ist durch Eanäle mit Gent , Lastende und andern Orten verbunden, hat 6000H., 36,000 E., eine Akademie der Maler-, Bildhauer-und Baukunst, eineGesellschaft für die Nationallitcratur, eine Gesellschaft des Ackerbaues, ei 'e See-fahrtsschule :c., viele Fabriken, Spitzenkleppelschuleu, Schiffswerfte, Fischerei undHandel. In der Hauptkirchc sieht man die prachtvollen Mausoleen Karls desKühnen (st. I I") und derMaria von Burgund. Ehemals warB.derHaupistapel-ort des nordischen Handels und, gleich Venedig , die reichste Handelsstadt, bis dieEntdechungen der Portugiesin Venedig und B. gleichsam aus der Mitte desWelt-verkehrs zurüchdrängten. Lllle handelnde Völker hatten daselbst seit dem 14.^ahrh. ihre Eonsulate; daher so viele Denkmäler der Bau - und Bildhauerkunst.S. deS Architekten Rudd „Oollo'tiou <Io ^r»r uroü an li.'Ot, rrpnerunlu»! leng>luu8, ruujn.;, sleealiiniz, p,iolil 5 , vc>i'ito8, st»n!s clc. ilus piriimipauxluvninnen« ,l':,r<stiilrrl. et >Ia 8i^»!^>ln,>^ >Ie In ville ele 1 !r »^08 , >Iepnn8 >oXI v„ie >,'.!>> l!n,o eiue-le" (56 Kpf. mit dem holl. und sranz. Text), 1824.Hierwurde 1430 der Orden des goldenen Vließes gestiftet, und Johann van Eykgeboren, welcher 1441 starb.
B r u g in a n s (Sebald IustinuK, ein durch Kenntnisse und Einfluß auchim Auslande geachteter, niederländischer Gelehrter, war Oberarzt der Armee, derMarine und der Colomen, Mitglied des niederländ. Instituts, sowie der meisteneurop. Akademien und gel. Gesellschaften. Geb. zu Franeker 1763, promovirteer schon 1781 in Groningen zum l>. der Philosophie. Seine Dissertation : „I.i-tbolopssi pnxninpan.a", erregte ?tufmerksamkeii. Die Akademie in Dijon krönteum dieselbe Zeit seine Bewerbung um die Preisaufgabe: ,,Über schädliche und gif-tige Pflanzen auf den Viehweiden". Auch erhielt er „Über die Kennzeichen desAbsterbend der Bäume" von der Akademie zu Bordeaux , und von der berliner So-cietät der Wissenschaften „Über das Unkraut" den Preis für die von denselben aus-gesetzten Fragen. Alle 5 schrieb er in sranz. Sprache. Nachdem B. 1785 diemedic. Doctoi würde durch eine Dissertation: ,,IW puo^eniu", in Groningen er-worben statte, übernastmeran van Swinden'sStelle zu Franeker den LehrstuhlderPhilosophie und der Phrsik. Hier lieferte er schnell hinter einander 2 Abhandlun-gen, welche den großen Denker verriethen: „Dr „Mura goli lUei cvp>lnr->,nlu"UIld,,11e ix'eurolioi > plnnMrum iinlixeinn u >>> notitni inaxinw unnnnentluliiü".B. trug nach allen Kräften dazu bei, die Liebe für alle Zweige der Naturgeschichtein seinem Vaterland? noch mehr auszubilden. Auch begann er in Franeker seinCabinet der vergleichenden Anatomie anzulegen, das sich späterhin zu einem derersten in Europa ausbildete und selbst von Cuvier bewundert wurde. In diesemEabinct befand sich auch Schill'S Kopf in Wöingeist. Versitzt nach der Univer-sität Lcvden , las ervon 1795 an dort über Ehemie. Seine großen Arbeiten fürdie Meticinalanstalten der Armee begannen 1794. Er stiftete für solche ein che-misches Laboratorium und eine Eentralapotheke. Ander „'Murnnmopnae.i lx.Mva"von 1805 arbeitete er thätig, verschwieg aber nicht die Verdienste seiner Collegen,der Professoren Drießen und Vrolik, sowie der Ärzte Deimann und ten Haas.König Ludwig ernannte B. zu seinem Leibarzt und ließ Alles fortbestehen, was der-selbe beim Hospitalwesin neu organisirt hatte. Nach der Vereinigung der Nie-derlande mit Frankreich ernannte ihn Napoleon zum Generalinspecior der Hospi-täler und zum Rector der Universität Leyden . Seine Fürsprache tilgte nicht bloßalle Schulden der Universität, sondern verschaffte ihr auch einen um 100,000 Fr.vermehrten jährlichen Zuschuß aus der Staaiscasse. Ein ausgezeichnetes Ver-dienst dieses Mannes ist, daß während seiner vieljährigen Direction der Milüair-spitaler in solchen niemals Hospiralsieber die Tödilichkeit der Wunden und Krank-heiten vermehrten, ferner, daß er nach der mörderischen Schlacht von Waterloo