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Brumaire
Brun
für beharrlich widerstand und die dramatischen Dichter in ein anständigere? Ver-hältniß gegen die Bühne zu setzen suchte. Daß der würdige Lenker dieser Anstaltmit Hindernissen kämpfte, hat selbst die strengere Kritik nicht verkannt, welche auchs. Hang zu Garderobe-und Decorarionslupu? tadelte; doch ließ er die Kritik, wo esthunlich war, nicht unberücksichtigt. Er ist seit 181! mit einem Fräulein v. Pour-tale? au? der Schweiz vermählt und hat da? Bürgerrecht von Neuschatel erhallen,wo er im Befreiungskriege Militaircommandaut war.
Bruma > r e, der 18. (9. Nov. 1799). Ein entscheidender Tag in denJahrbüchern der stanz. Revolution. An ihm stürzte der Gencra! Bonaparte da?Direktorium; am 19. trieb D. mit Bajonnetlen den Rath der Fünfhundert aus-einander und ward darauf zum ersten Consul ernannt. (S. Bonaparte undFrankreich .)
Brii », s. Lebrun.
Brun (Friederikc Sophie Christiane), geb. den 3. Juni 1765 zu Tonna imHerzogthum Goiha, wo ihr Vater, Balthasar Munter (s. d.), Superinten-dent wa". Kaum 5 Wochen alt, trat sie an der Brust der Mutter, Friderike,geb. v. Wangenheim, die Reise nach Kopenhagen an, wohin ihr Vater al? Pre-diger der deutschen (Gemeinde abging. Ihre frühesten Erinnerungen sind die anda? Cramer'scheHau?, an Klopstock, Resewitz , Sturz, Funk und Gerstenberg.Nach Auseiuanderkreibung diese? Kreises dirrch Struensec's revolutionnaire Regie-rung schloß sich da? Her; de? Vater? an Isiebuhi' und an die Häuser Reventlau,Bernstorff und Schimmelmann. Der zweite grore Bernstorff war sein und derSeinizeu Freund, und c? bildete sich ein Band der Liebe zwischen den GeschwisternStolberg und dem Münter'schen Hause. Da wurden die ersten poetischen Tonein ihrem Busen wach, die da? 13jähr. Mädchen, des Vaters Liebling, allenMenschen unbewußt, in einen alten Weidenbaum in ihre? Vaters Garten aus-hauchte. Zugleich entstand zwischen ihr und dem in 8 herrlichen Kindern auf-blühenden Geschlechte Bernstorff '? eine dauernde Iugcndfreundschaft. Gelernthatte da? junge Mädchen eigentlich wenig, aber viel Gute? gelesen unter väter-licher Obhut, und noch mehr gehört. Kerngesund, fröhlich und thätig, vergaß sieaber darüber die thätige Wirthschaftsübung nicht. Die Lieder entschlüpften ihrnun unwillkürlich, und so ist? mit ihren Dichtungen stet? geblieben. Noch vorVollendung ihres 16. I. begleitete sie ihre Ältern auf einer Reise zur Vaterstadtihrer Mutter, nach Gotha. In Kiel, Hamburg, Götkingen, Braunschweig ,Halle, Weunar sah sie die Würdigen von Angesicht, die schon längn ihre <5eeleentflammt hatten. Ini Sommer 1783 ward sie die Gattin de? dänischen Con-ferenzrathe? Konstantin Brun. Er war dänischer Consul in Petersburg gewesenund hatte sich nun al? administrirender Director der königl. westind. Compagnie inKopenhagen niedergelassen. Drei Wochen nach ihrer Heirath begleitete sie ihrenMann nach Petersburg . Im strengen Winter zwischen 1783 und 1781 von dortzurückkehrend, wurde sie durch das unübersteigliche Eis der Belte 2 Monate inHamburg zurückgehalten. Hier war ihr der tägliche Umgang mit Klopstock un-vergeßlich. Dem ersten, bald nach der Rückkehr in die Hcimath geborenen Eohnefolgten noch 1 Kinder, von welchen das zweite starb. Im strengen Winter zwi-schen 1788 und 1789 wurde die Dichterin in einer Nacht so taub, als sie seitdemstet? geblieben ist. So jung, lebensfroh, gesellig, wußte sie sich doch nach demersten Schmerz einer solchen Überraschung bald in sich selbst Anrecht zu finden undin ihrer Einsamkeit durch Poesie und Wissenschaft zu trösten. Die erste Reise inssüdl. Europa unternahm sie mit Brun 1791 über Paris durch das südl. Frank-reich nach Genf in Gesellschaft der 2 ältesten Kinder. In Lvon lernte sie Mat-thisson. später den treuesten Pfleger ihrer Gedichte, die er in 2 Auflagen bei Orellund Füßli besongte, in Gens Bonstetten kennen. Die ersten 2 Bde. der „Pro-