Brune
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Brune (Guillaume Marie Anne), Reichsmarschall, Sohn eines Advocatenzu Brives la Gaillarde, das. geb. den 13. März 1163, kam jung nach Paris .Beim Ausbruche der Resolution war er Buchdrucker und hatte sich selbst durch ei-nige kleine Schriften bekanntgemacht. Er widmete sich nunmehr der Politik, warMitglied von dem Elubb der Eordeliers, stand in Verbindung mit Danton undspielte in den Stürmen jener Zeit eine thätige Rolle. Bis zum 10. Aug. 1792 be-schäftigte ihn die Herausgabe eines Tageblatts, dann ging er als Eivilconimissairnach Belgien . 1793 trat er in Milüairticnste bei der Rcvolutionsarmce in der Gi-ronde. Den 10. Oet. 1795 half er Barras die Jakobiner zurücktreiben, welche dasLager von Grcnelle angegriffen hatten. Nachher zeichnete er sich, als Brigadegene-ral bei der ital. Armee, 1797 in dem Angriff auf Verona und in der Schlacht vonArcole aus. Als das Directorüun der Schweiz den Krieg erklärte, erhielt B. denOberbefehl des Heeres, drang (Jan. 1798) ohne großen Widerstand ein und be-wirkte eine neue Organisation des Landes. 1799 übernahm er den Oberbefehl inHolland, schlug die Engländer in Nordholland (19. Sept.) bei Bergen und nöthigteden Herzog vonPork zu der Übereinkunft von Alkmaar (18. Oet.), nach welcher dievereinigten Engländer und Russen Nordholland räumen mussten. Im Jan. 1800wurde er in den Staatsrath berufen; daraufkam er an die Spitze der Westarmee.Die Beruhigung der durch Bürgerkrieg zerrütteten Provinzen war grbsstentheilssein Werk. Den 13. Aug. ward er zum Obergeneral der italienischen Zlrmee,er-nannt; gegen Ende Dec. führte er seine Truppen über den Mincio, schlug die Ost-reicher zurück, ging am 8. Jan. 1801 über die Etsch, besetzte Vicenza und Rove-redo, und schloß .16. Jan.) zu Treviso mit dem östr. General Bellegarde einenWaffenstillstand, durch welchen verschiedene feste Plätze in Italien den st anz. Trup-pen eingeräumt wurden. Als ihn gegen Ende Nov. 1802 der Friede in denStaatsrath zurückrief, legte er dem gesetzgebenden Körper den Friedensschluß mitdem neapolitanischen Hofe zur Bestätigung vor. Im folg. I. ging er alsAmbas-sadeur nach Konstantinopel . Er siegte daselbst anfangs über die englische Parteiund empfing von dem ottomauifchen Ministerium die größten Ehrenbezeigungen;als sich aber neue Spaltungen zwischen den beiden Mächten erhoben, verließ er dieTürkei . Er war in seiner Abwesenheit (19. Mai 1804) zum Reichsmarschall er-nannt worden. Au Ente 1806 ernannte ihn Napoleon zum Generalgouverneurder Hansestädte und bald darauf zum Anführer der Truppen in Schwetisch-Pom-mern gegen den König von Schweden . Dieser Monarch lud den Marfchall zueiner persönlichen Zusammenkunft ein, in welcher er ihn aufforderte, sich für dieSache Ludwigs XVIII., seines rechtmäßigen Herrn, zii,erklären. B. lehnte zwarjeden Antrag ab; dennoch mochte er sich durch einige Äußerungen in dieser Unter-redung, oder durch Begünstigung des englischen Schleichhandels in Hamburg, Na-poleons Ungunst zugezogen haben, genug, er ward von seinem Posten abgerufenunk blieb ohne Anstellung. Nach der Revolution von 1814 erkannte er Lud-wig XVIll. an und erhielt das Ludwigskreuz, ward aber nicht angestellt. Diesmachte, daß er sich bei Napoleons Rückkehr sogleich für ihn erklärte. Erbekantden Oberbefehl eines BeobacktungsheereS im südlichen Frankreich und ward zumPair ernannt. Als sich die Umstände wieder verändert hatten, zögerte er lange,ehe er Toulon , das er besetzt hielt, 1815 Ludwigs XVIll. Truppen übergab undseine Unterwerfung dem Könige einsandte. Dieser Umstand und die in seinem Com-mando ausgeübte Strenge mochten wol die Volkswuth gegen ihn gereizt haben.Als er sich von Toulon nach Paris begab, ward er (im Aug. 1815) in Avignon vondem königlich gesinnten Volke erkannt, das sich sogleich vor dem Wirthshaufe, woer abgestiegen war, zusammenrottete. Noch mehr wurden die schon erhitzten Köpfeaufzeregt, da sich das Gerücht unter ihnen verbreitete, B. sei der Mörder der Prin-zessin Lamballe. Doch ließ man den Marschall ruhig abfahren. Kaum aber hatte