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Zweiter Band. Bo bis C.
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Brunet

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Drüiüiigg

diese Weise gelang es ihm, em;ig von seinem Genie geleitet, zur Ehre seines Vater-landeS jene berühmte Kuppel, die eine von den kühnsten Schöpfungen des menschli-chen Geistes ist, zu vollenden. Aber die genial erfundene Laterne, welche den obernTheil der Kuppel ausmacht, war noch nicht fertig, als er nn April 1414, im 67. I.seines Alters, starb; doch ward sie nach seiner Angabe beendet. Kein Denkmal deralten Baukunst ist so doch als dieser bewundernswürdige Bau; die einzige Kuppelder Peterskirche zu Rom , welche seitdem erbaut ist, übertrifft sie an Höhe, kommtihr aber an Leichtigkeit und edlem Style nicht gleich. Michel Angelo erklärte, eüsei schwer, Brunelleschi nachzuahmen, und unmöglich, ihn zu übertreffen. B. hatnoch eine Menge andrer Meiste, werke der Baukunst auSgesükrt.

Brunet (Iacgues Charles), Buchhändler zu Paris , begann seine ausge-zeichnete bibliographische Laufbahn mit der Redaction mehrer Auctionskataloge, vondenen besonders der des Grafen d'OurcheS (Paris 1611) interessant ist, und mit ei-nem Supplementbande zu Cailleau's und Duclos's „I»n-ii<>,,>>unc lübüopuupln-czcw" (Paris 1802). 1810 erschien die erste Ausgabe seines „ölunnc! >1» lUiruiro

ot <>e. l'unuiwni >!,' !>v,<V in 3Bdn., welches einen so allgemeinen Beifall fand,daß bereits 1814 eine zweite und 1820 eine dritte Aus!., jede von 3 Ddn., veran-staltet werden konnte. Durch dieses Werk trat er als würdiger Nachfolger des ver-dienten Debure (von dessen Werke sich das seinige nur durch die alphabetische Formunterscheidet) und zugleich als ein neuer Begründer der allgemeinen Bibliographieauf. Eine verständige Anlage des Ganzen, Genauigkeit und Sorgfalt in den ein-zelnen Angaben, meist glückliche Auswahl des Aufgenommenen, wesse Sparsam-keit und die durch Allgemeinheit seiner Muttersprache erhöhte Beguemlichkeit seinesWerks für den täglichen Gebrauch haben demselben eine Verbreitung verschafft, de-ren es in hohem Grate würdig ist. In denselben Verhältnissen lebend wie De-bure, hat er indessen mehr die Bücher berücksichtigt, welche im Handel Werth ha-ben. Einen Versuch, den Plan seines Werks mit den Rücksichten zu vereinigen,welche der eigentliche Gelehrte bei seinen Studien und Arbeiten zu nehmen hak, ent-hält das seitdem erschienene „Bibliographische Lexikon" von Ebert. 52.

Brunet, s. Pariser Theater.

BrüningS (Christian), einer der größten Wasserbauknndigen Hollands ,geb. 1736 zu Ncckerau in der Pfalz , starb 1805 als Generaldirector aller Eee-und Flußdeiche. Jung widmete er sich den Wissenschaften, die mit der Wasser-baukunde in Beziehung standen, und wurde Einnehmer von Deichcontributionen.1769 ernannten ihn die Staaten von Holland zum Generalfiußinspeckor. Diesführte ihn zur Theilnahme an wichtigen Commissionen, z. B. über den Torfstichzu Krempenervaard 1789, und 1796 in die Commission wegen allgemeiner Ver-besserung des Deichwesens, ferner 1797 in die Commission wegen Trockenlegungder Ländereien zwischen NiewskogS und Zevenhoven, und 1798 in die Commissionzur Anlegung der Wasserbauten bei Helvoetsluis. Seine wichtigsten Wasserbau-ten sind die verbesserte Bedeichung und Abwässerung des harlemer Meers, die bes-sere Dedeichung und AuSliesuug der sogenannten Oberwasser in den Niederlanden ,welche bei hoher Flut so oft große Landstrecken überschwemmten, ferner die Umlei-tung des WaalstromS und des Canals Pannerden, wodurch das Bett des Rheins,der Waal und des Leck verbessert wurde. Er führte den Strommesser, eine sehrnützliche Maschine, in seinem Departement ei», um zu rechter Zeit auf Abbruchs-gefahren des Vorlandes und die Umlenkung des Stroms aufmerksam gemacht zuwerden. Seine vielen praktischen AnikSgeschäfte erlaubten diesem würdigen Beam-ten nur selten, als Schriftsteller aufzutreten; doch findet man von ihm wissen-schaftliche Aufsähe im 14., 19. und 20. Bande der „Denkschriften der harlemerGesellschaft der Wissenschaften". Auch gab er 1772 eine kleine Schrift heraus,worin er den Vortheil bewies, wenn man dem See von Beverwyk einen Abfluß ins