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Bubna
Bruyn
würdigen Sitten und milder Sinnesart. 1663 ward er. nickt ohne Schwierig:keir, Mitglied der franz. Akademie und starb den 16. Mai 1666.
Druvn (Corneille Le), Maler, aber ungleich beruhmieralsRcisender, geb.im Haag 165-, lernte das Zeichnen und Malen vc» Theodor van der Schnur,ging 1671 nach Rom , wo er 2-1 I. seine .tiunst siudwte. Hierauf folgte erseiner Neigung zum Reisen, bestickte Neapel und andre Liädte Italiens , schifftesich nach Smyrna cn>, durchreiste Kleinasien, Ägypten und die Inseln desArckipelS, Alles, was er seiner Aufmerksamkeit würdig fand, aufzeichnend undabzeichnend. Dann liest er sich in Venedig nieder, beschäftigte sich mit seinerKunst und ward ein Schüler Carle Lotti'S. 1683 kam er in sein Vaterland zu--rück und machte 1663 seine Reisen bekannt. Die günstige Aufnahme diesesMerks erweckte aufs neue seine Reiselust. Er besuchte 1761 fg. Rustland, Per-sien, Indien, Ceylon und einige asiatische Inseln. In Rusland malte er Peterden Grasten und verschiedene Prinzen seiner Familie, 1766 in Batavia verschiedenedort angesehene Männer. 1768 kam er in sei» Vaterland zurück, wo er nach3 Jahren seine zweite Reisebeschreibung herausgab, deren Werth, wie der Werthder erster», mehr in der Schönheit und Genauigkeit der Abbildungen als in zuver-lässigen Bemerkungen besteht. Den Rest seiner Tage brachte Le B., einzig mit sei-ner Kunst beschäftigt, bald im Haag, bald in Amsterdam zu, und starb zu Utrecht bei seinem Freunde und Beschützer, van Mallem.
B r y a n t (James), Spraehgelehrter und Alterthnmsforscher, geb. zuPlvmouch 1715, starb den 1t. Nov. 1864 auf seinem Landhause bei Windsor. E^siudirte in Eton und Cambridge , ward darauf Erzieher der beiden -Lohne des be-rühmten Herzogs v. Marlborough, deren ältesten er auch als Secretair nach demComment begleitete, wo dieser das königl. Heer anführte. Nach s. Rückkehr bekamer durch dieses Gönners Einfluß einen einträglichen Posten bei der Artillerie, der ihmzu s. Untersuchungen über biblische, röm. und griech. Alterthümer Muße gab. Seinwichtigstes Werk ist das „System der alten Mvchologie", welches in 3 O.uartbdn.1773 — 76 herauskam. So sehr man den Lcharssinn und die Gelehrsamkeit desVfs. bewundert, so tadelt man dock mit Reckt, dass er Einbildungen start strengerBeweise angenommen und sich vorzüglich auf den trüglichen Pfad der etvmologi-schen Erklärungen begebe». Nächstdem führte er eine» berühmten Llreit über dieWahrhaftigkeit des Homer und über das wirkliche Dasein von Troja. Er suchtenämlich zu zeigen, daßesnie ei» Troja gegeben, und dass der ganze Feltzug der Grie-chen von Homer erdichtet sei. Eine frühere Abhandlung, die 1767 ersckien, setzt diePsnsel Melite, an welcherderApostelPauluS Schiffbruck gelitten, mit vielen S ckcin-gründen, nicht nack Malta , sondern in das adriatische Meer. Die heiligen Lchrif-ken suchte er durch Erläuterungen des IosephuS, Philo des Juden und des IustinuSMarwr zu erklären; aber auch in diesen, wie in allen seinen Schriften, unterliegenseine Gelehrsamkeit und sein Geist der Streitsucht und Paradorie.
B u a ch e (Jean Nicolas), Geograph, geb. 1746 zu Nciiville-.au -Pont,Mitglied der franz. Akad. der Wissenschaften und desLängenburcauS, Aufseher derChartensammlungfürdas Seewesen, wurde d'Anville'S Nachfolgerals erster Geo-graph des Königs, machte sich durch geograph. Lehrbücher und Abhandlungen überalte und über neue Geographie (in den „älenMies elo I'IniNitul" '4. VI, 1866)bekannt. Er starb zu Paris den 21. Nov. 1825.
Bubna (Grafv.), aus einer alten Familie i» Böhmen , widmete sich frühden ösireich. Diensten und stieg allmälig zum Kannnerherrn und Feldmarschell-lieutenaiit. Zu Ende 1812 ward er von seinen» Monarchen mit außerordent-lichen Aufträgen an Napoleon »ach Paris , und im Mai 1813 an denselben nachDresden gesandt. Er führte alsdann in dem Befreiungskriege 1813 eine ostreich.Hecrabtheilung mit vieler Auszeichnung und erhielt 1814 den Oberbefehl des