Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bucentaur

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Buch

östreich. Heeres, welches übn- Genf in das südliche Frankreich eindringen sollte, wo-bei er ebenso viel Vorsicht im Vorrücken als Schonung nnd Menschlichkeit gegendie stürmischen Bewobner Zeigte. Bei Lvon stand er dem Marschall Augereau ge-genüber, ohne diesen besiegen oder die Stadt mit Gewalt nehmen zu können, bisdie Corps von Bianchi und Hessen-Homburg zur Unterstützung ankamen, woraufder Prinz von Helfen-Homburg den Oberbefehl übernahm. B. blieb bis zumRückmarsch der verbündeten Heere in Lvon und begab sich alsdann nach Wien .Nach der Landung Napoleons 1815, führte er wieder sein Corps unter dem Ober-befehl von Frimont gegen Lyon, und stand in Savoyen dem Marfchall Suchetgegenüber, bis Paris erobert, und dieser über Lron zurückmai schil t war. Nun besetzteer ohne Widerstand Lyon , errichtete daselbst ein Generalgouvernement und Kriegs-gerichte gegen die Aufrührer, gegen w lche er nunmehr weit sirenaer verfubr. fZmSept. trat er seinen Rückmarsch nach Ostreich an und erhielt für scineDienste schöneGüter in Bobinen von seinem Kaiser zum Geschenk. Bei den picmontes. Ummhen1821 ci bielt Graf B. den Oberbefehl über die östr. Truppen, welche in Picinontdie alre Verfassung herstellen sollten. (S. Piemonk.) Nach Vollziehung diesesAuftrags ward er zum Generalcommandanten der Lombardei ernannt. Er starbzu Mailand den 6. Juni 18-5 in seinem 56. I.

B n c e n t a u r, in der Mythologie ein Ungeheuer, halb Mensch und halbStier oder Esel. Auch führte diesen Name» die prächtige Galeere, in welcherder Doge von Venedig (f. d.) sich jährlich am HimmelsahrtStage mit demadriatischen Meere vermählte.

Bucephalus, das Pferd Alezanders des Großen, welches derselbe für13 Talente (etwa 15,000 Thaler) kaufte. Es war von der ZuchtdeS PkulonikiiS,eines Thessaliens, der es dem Könige Philipp zum Kauf anbot. Aber schon hattePhilipp, der den Preis zu hoch fand, befohlen, das unbändige Roß hinwegzu-ftihren, als der junge Alexander sich erbot, es zu besteigen. Wirklich schwang ersich hinauf, und zu AllerVerwunderung gehorchte ihm das Roß und ließ sich wil-lig lenken, da es früher keinen Reiter geduldet hatte. Alexander gewann es darumso lieb, daß er nie ein andres Pferd bestieg, wie denn auch der Bucephalus, wenner zur Schlacht gerüstet war, keinem Andern gehorchte. Als er an einer Wundegestorben war, ließ Alexander ihn ani HydaSpcS begraben und erbaute um seinGrab eine Stadt,»die er Bucephalia benannte.

B u c e r u s (Martin), geb. 1491 zu Schlettstadt im Elsaß , starb als Pro-fessor der Theologie in Cambridge den 27. Febr. 1551. Ifäch der ReformationLuther's ging er aus dcmDominicancrorden zum Lutherthum über. Er bekleideteanfangs die Hofpredigerstelle beim Kurfürsten Friedrich von der Pfalz, war hernachPrediger in S trasburg und zugleich 20 I. hindurch auf toriiger Universität Pro-fessor, bis ihn König Eduard V I. von England auf Veranlassung des ErzbischosSCranmer »ach Cambridge berief. Den dort im Leben gefeierten Plann trat dasSchicksal, daß 1557 die Königin Maria seine Gebeine verbrennen ließ, um ihrenAbscheu vor dem Protestantismus darzulegen. Der Cardinal Conkarini nannte ihnden gelehrtesten Theologen unter den Ketzekn. Unter dem Namen Arctius FilinuSerläuterte er die Psalmen. Seine erste Gattin war früher eine Nonne. Nach ih-rem Tode verheirathete er sich noch 2 Mal.

B u ch , mehre zu einem Ganzen verbundene Blätter oder Bogen Papier .Diese deutsche Benennung entstand vielleicht daher, weil man ehedem zum Einbin-den die Rinde, Blätter und auch das geschliffene Holz der Bliche nahm. Im La-teinischen heißt das Buch Über, welches Bast bedeutet, weil man sonst auf Bastschrieb. Ebenso kommt vielleicht die Benennung Blätter von den Baumblättcrn,deren man sich statt des Papiers bediente. In frühern Zeiten wurden Stein-, Blei-,Kupferplatten, Pergamentrollen u. a. m. gebraucht. («. Buchstabenschrift.)