Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bucharei Biichdnickerkuusi 263

unter der Königin Elisabeth. Zuletzt wurde er unter Jakobs Regierung Directorder k. Kanzlei und geheimer Siegelbewahrer, verließ aber 1581 diese Stelle, ging»ach Etinburg und starb daselbst den 28. Sept. 1582. Er hat theils durch seineobenerwähnten Psalmen, theils durch andre Gedichte seine Meisterschaft in der la-kein. Dichtersprache bewiesen. Als Lunker war er feurig und kühn, als Satyrikerwitzig und geistvoll. Sein Charakter war schwankend und leidenschaftlich.

Bncharei, der südliche Theil der Tatarei (Turkhestan) in Mittelasien , heißtbei den Usbeken (s. d.), deren Hauptfitz die Bucharei ist, auch Usbekistan .Sie wird in die große und kleine Barbarei getheilt. Diese (Ost-Dschagakaioder Ttirfan, 22,260 mM.) steht seit 1759 unter chinesischer Herrschaft, Jene,die freie oder Westbucharei (26,800 lmM. niit 3 Mill. Einw.) liegt am Amuund Soghd und am Gebirge Mustag, hat scheue und ausdauernde Pferde, vielMaisbau, gute Baumwolle u. s. w. Die Einwohner sind theils Bucharen,welche meistens i» Städten wohnen und Landwirihschaft, Mauusacturen und einenwichtigen Handel mit China, Indien, Pursten und Rußland baben, theils usbe-kische Tataren, welche, in Ordas getheilt, nomadisiren, theils Turkmanen, Ju-den, Perser:c. Das Land steht jetzt unter einem ^chab aus dem einzigen nochübrigen Geschlechte von Dscbingiskban. Die Hptst. ist a m arkand (s. d.), inderen Nähe der Schah im Sommer nomadisirt. Seine Winterresidenz ist Bu-chara (Bokhara ), Hauptst. der Provinz gl. N., an der Kuanderia (Loghd), de-ren Häuser meistens von Holz und Lehm sind. Dieser große Stapelplatz des Lan-des und das wichtigste Emporium im mittlern Asien für Indier, Afghanen, Ko-kaner, Perser, Russen, Sinesen, Araber, soll 200,000 Einw., 100 Moskeen,30 Medresses (Schulen) und 10 große Caravanserais enthalten. — Nach demSturze der Timuriden (um 1168) gründete Lchetbani in der Bucharei die Herr-schaft derllsbeken, deren Geschichte'))rof. Iost-Lenkowski in s. „8up>>lcm. ?> l lst.-i-u,iio>llv-i IInnn. ,-l 5l>,n^»l>" (Petersb. 1821, 1.) nach einer persischen

Handschrift, welche der Fürst der Bucharei, Emir Haider, welcher seit 1801 l egiert,dem russ. Gesandten Negris geschenkt Karte, zuerst genau erzählt hat, sowie Hr. v.Mcyeudorff in s. „Reise (1820) nach Buchara " den gegenwärtigen Zustand desLandes beschreibt. Noch jetzt pflegt die Bucharei, schon früher das Vaterland be-rühmter Gelehrte» (Avicenna war in Buchara geboren), alle Theile der islamischen Gelehrsamkeit; der Schah ist zugleich Khalif und erkennt die Rechtmäßigkeil derosman. Sultane nicht an.

B u ch d r u ck e r k u n st wird in Absicht auf das dabei stattfindende Verfah-ren in die xylographische, topographischeu.stereographischeeingetheilt. Die xylo-graphische besteht darin, daß man dieSchriftin ganze hölzerne Tafeln cinscbnei-det, sie dann mit Schwärze überzieht, mit Papier bedeckt und abdruckt. Dies ist dieälteste Art der Buchdruckerkunst, die auch bis jetzt noch in China, Japan u. Tibet im Gebrauch ist. Die typographische ist diejenige, bei welcher man steh einzel-ner Lettern oder Typen bedient, welche man gehörig zusammensetzt und dann ab-druckt. Eine kurze Zeit hindurch brauchte man geschnitten Lettern, aber bald nach-her und noch jetzt gegossene. Die stereographische besteht darin, daß man dieaus mehren Topen zusammengesetzten Seiten mittelst eines Gusses in Plattenoder Tafeln verwandelt, von denen man abdruckt. Die Chinesen sollen schon unterihrem Kaiser Wu-Waug, welcher ungefähr 1100 I. vor Chr. lebte, die xylogra-phische Buchdruckerkunst gekannt habe»; doch schreiben sich auch die Japaner dieerste Erfindung derselben zu. Auch in Tibet soll nach dem Berichte veischiedenerReisenden diese Kunst seit undenklichen Zeiten getrieben werden. Obgleich es schonseit Jahrtausenden Sitte war, mit dem Petschaft Abdrücke m Wachs zu machen,welches leicht Veranlassung zur Erfindung der Buchdruckerkunst hätte geben kön-nen, so wurde doch erst etwa vor viertehalb Jahrh. Guttenberg dadurch auf die