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mencn Maßregeln sind nunmehr auf unbestimmte Zeit verlängert worden. — DieCensur hat nicht nur in der Art ihrer Ausübung verschiedene Grade, sondern eslassen sich auch verschiedene 'Abstufungen i» ihrer jetzt üblichen Einrichtung wahr»nehmen: 1) Allgemeine Censur des Buchhandels und der Druckerei, wobei auchauswärts gedruckte Bücher nicht ohne Genehmigung der Censoren verkauft werdendürfen, wie sie i» Rußland, Ostreich, Spanien :c. besteht. ^Östreich hat bei derCensur ausländischer Bücher 4 Formeln: n) nNniuunr, völlig frei; 6) trnn5e-nl,zwar frei, aber ohneöffentlicheVerkaufsankündigung; >-) ,-r^n 5ol>>->In>», nur anGeschäftsmänner und Gelehrte gegen schriftl. Revers zu verkaufen; ,l) .l.nnnn-t>!>. ganz verboten.^ 2) Allgenieine Censur, doch bloß der Buchdruckerei, d. i.der im Zulande gedruckten Schriften. Diese besteht in Preußen (Censuredict vom19. Dec. 1788, Cabinetkordre vom 28. Dec. 1824), woselbst jedoch auch ein Maleine Recensur des Verlags eines auswärtigen Verlegers angeordnet wurde. 3) Be-schränkte Censur, wie im deutschen Bunde, bloß über Schriften unter 20 Bogenund Zeitschriften, was jetzt in den teutschen Buntesstaaren die Regel ist. (S.Preßfreiheit und Preßvei gehen.) 37.
Büche r f o r m a t. Das Format oder die Größe der Bücher hängt ein-mal von der Größe der Papierbogen, und dann davon ab, wie viel Mal selbige ge-brochen sind. Zst der Bogen ein Mal gebrochen, sodaß er 4 Seiten gibt, so heißtdas Format Folio; ist er 2 Mal gebrochen und liefert 8 Seiten, so ist es Quart;ist er 3 Mal gebrochen und liefert 16 Seiten, so ist es Octav; ist er 4 Mal ge-brochen und liefert 32 Seite», so ist es Sedez u. s. w., indem bei jedem neuenBruche die Zahl der Seiten sich verdoppelt. Außerdem sind noch gewöhnliche For-mate das Duodez, wo der Bogen 24, und das Octodez, wo er 36 Seiten lie,fert, und höchstens noch davon die Verdoppelung. Ze nachdem der Bogen größeroder kleiner ist, fällt auch das Format größer oder kleiner aus, und daher kommt es,daß cS Foliobücher gibt, die sich den Quarkamen nähern, und umgekehrt, Octanten,die in Höhe und Breite fast das Quartformat erreichen, und wieder andre, die fastSedez sind. Diese Verschiedenheit bezeickmet man durch großes, mittleres undkleines Format, und spricht daher von Groß-, Mittel-und Kleinfolio, Groß-,Mittel-und Kleinguart u. s. w.
Bücherkatalog e. Kataloge bedeutender Bibliotheken sind unter einemdoppelten Gesichtspunkte zu betrachten, sowol unter einem allgemeinen literarischenals auch unter einem besondern, welchen man den bibliothekarischen nennen könnte.Zn ersterer Hinsichthaben sie Znteresse, wenn die Bibliothek, welche sie verzeichnen,entweder überhaupt sehr zahlreich ist („Ilibiiollieea 'I'Iiolli.in.i", Kopenh. 1789 —95, 7 Thle. in 12Bdn.; I innninu", Mail. 1783, 6Bde; „Oot.ilv^usein eine <1e b> Vulliöre", Par. 1783 — 88, 9 Bde.), oder sich durch guteAuswahl, Reichthum an seltenen und kostbaren Werken („ö>t. I)il>I. Il-nloftnoe",von Mich. Monteure, Lond. 1743—45, 5 Bde.), wegen seltener Bücher (>t^>am.Engel's, Bern 1743, und Dan. Salthen's, Königsb. 1751, Kataloge), wegenalter Drucke (Z. F. Dibdin, „IH1>liotI>. 8;>enceiülni,", Lond . 1814 , 4 Bde.;Ferd. Fossii cc»l<1. 500. 15. impik>55<». Inl)l. äl.'iplio.bocliion.x-", Florenz
1793, 3 Bde., Fol.), wegen ausgezeichnet schöner E.remplare, vorzüglich auf Perga-ment („<Al. <>e In bil'l. >1«! ölne-O» II^", Par. 1815, 2 Bde.), oder auchdurch einzelne stark besetzte Fächer auszeichnet. > So sind für die Naturgeschichtewichtig die Kataloge von Zos. Banks Lond. 1796, 5 Bde.) und CobreS (Augsb.1782, 2 Bde.', für die ungarische Geschichte der des Grafen Szecheny („8n-znniiii", 1799fg.), für die claff. Literatur die des Grafen RewiczkysBerl. 1794),des II. Askew (Lond. 1775) u. A.; für die franz. Literatur die zweite Abtheilungdes Valliöre'schen Katalogs; für die ital. Literatur die Kataloge von Capponi(Rom 1747, 4.), Floncel (Par. 1774, 2 Bde.) und Ginguenö (Par. 1817);