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Buchsiren Buckinghain
1498 wurden schon die gezogenen Röhre heim Scheibenschießen in Leipzig gebraucht.Der Nürnberger Wolf Danner, der 1552 starb, verbesserte das Ausbohren undSchmieden der Büchsenröhre. Augusiin Kolter, ein Büchsenmacher zu IAirnberg,der gegen 1630 starb, soll 1621 die mit Stern-, und Roseuzügeu gezogenen Röhreerfunden, nach Andern über sie nur zu größerer Vollkommenheit gebracht haben.
Buchsiren oder Bugsiren, im Taue schleppen. Ein Schiff wird voneinem oder mehren andern mittelst angelegter Taue buehsirt, d. h. anS Land oder inden Hafen gezogen, entweder wenn es durch den Verlust seiner Masten außer Standist zu segeln, oder wenn es wegen der Nahe des Landes oder des Mangels au Windfeine Segel eingebogen hat.
Buchstaben, s. Sehrift.
Bnchstabenre ch n u n g, s. Algebra.
B u ch st a b e n r e i m, s. Allitcration.
B u ch t, s. Ba i.
Dnchwald Juliane Frauziska v.), merkwürdig durch Meist, Herz undCharakter, die älteste Tochter von Philipp Jakob Frech, von Neuensteiu, geb. zuParis am 1. Oct. 1701, wo ihr Vater in Diensten des Herzogs von Bouillon be:der Jägerei stand, ihre Mutter aber die Stelle einer Hofdame bei der HerzoginCharlotte Elisabeth bekleidete. Schon 1711 zog sie mit ihren Ältern nach Stutt-gart und wurde von ihrer Mutter in der Religion, Moral, Geschichte, Erdbeschrei-bung und Wappenkunde unterrichtet. 1724 kam sie als Hofdame nach Koburgzu der verwitw. Herzogin Elisabeth Sophia von sachfen-Meiningen , wo sie dieinnigste Freundschaft mit der Prinzessin Louise Dorothea , Stieftochter der Her-zogin und nachherigen Gemahlin des Herzogs von Gotha, Friedrich III. , schloßund den Oberhofmeister Schack Hermann von Buchwald heirathete, welcher indas herzogl. Ministerium kam; sie wurde wirkliche Dberhofmeisterin und erwarbsich eine solche Achtung, daß man sie nur die Mutter des Hofes nannte. Währenddes siebenjährigen Kriegs erwarb sie sich große Verdienste um den Hof und um dieStadt. Selbst Friedrich I I., König von Preußen, weihte ihr seine Hochachtung.Sie starb am 10. Dec. 1789. 61.
B ü ck e b u r g, s. Lippe.
D u ck i n ck Arnold), der erste Künstler, welcher Landcharten in Kupfer stachund druckte. Er brachte diese Kunst zu einem hohen Grade der Vollkommenheit.Swepnherm, der das Geheimniß der Buchdruckerkunst bei den Erfindern Faustund Schöffer erlernt hatte, wollte unter Anderm auch eine Ausgabe des PtolemäuSgeben. Für die in den kostbaren Handschriften desselben enthaltenen Charten warder Holzschnitt zu unvollkommen. Sweynhepm kam auf den Gedanken, sie inKupfer zu stechen, und verband sich dazu mit D. Jener starb während der Aus-führung ; D. vervollkommnete und vollendete sie. Die erste Ausgabe des Ptole-mäuS mit Charten (denn die AuSg. von 1468 hat gewiß eine falsche Jahreszahl)erschien endlich zu Rom 1473 in Folio und schließt mit folgender Unterschrift:,,L!»u>lii IKoloniavi Alexnndi ini zibiloxoplii gcogrnpbnini Ariioldns llucbincloe (lernn,n'n> sinninc tabnlis :>e»cix in piatniii knrni »lorn niazrrexxit. 8c,npi-Icrnn ingenii UI tiliengne ninnnnientn etc." Dieselben Charten sind auch eini-gen folgenden römischen Drucken des PtolemäuS zugegeben.
B u ck i n g h a m (George VillierS , Herzog von), der unwürdige GünstlingJakobs II. und Karls I. von England, geb, den 20. Aug, 1592 zu Drookesby inder Grafschaft Leicester , aus einer Familie, die zur 8eit Wilhelm des Eroberers ausder Normandie dahin gegangen war, zeigte für die Ausbildung seines Geistes wenigAnlage oder Neigung, dagegen hatte ihn die Natur verschwenderisch mit Schönheit,Anmuth und Geschmeidigkeit begabt. Dadurch gewann er die Gunst des KönigsJakob II. in einem so hohen Grade, daß er in weniger als 2 Zähren Ritter, Kam-