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Bücklcr
Kriege gegen Spanien nicht gewachsen war, trug kein Bedenken, noch einen zwet-ten Krieg gegen Frankreich anzufangen. Ei- war nach Paris gegangen, um sichim Namen seines Königs mir der Tochter Heim ichs I V. zu vermähl, n; hier harteer gewagt, seine verlegenen Wünsche bis zur Königin von Frankreich zu erheben.Da ihn diese Fürstin mehr mit Nachsicht als Unwillen zurückgewiesen hatte, sowollte er als englischer Gesandter an den franz. Hof zurückkehren. Seine 2' >"we»genheit war jedoch nicht unbemerkt geblieben, und Ludwig XIII verbot ihm sehnst»lieh, auch nur den Gedanken an diese Reise zu hegen. Dafür sich zu rächen, ver-band B. sich zu einem Einfall in das franz. Gebiet mit den Protestanten von Rö-theste. Diese Unternehmung und der Angriff auf die Insel Rkss <1627, übertrafenan Ungesckucklichkeit noch die Unternehmung auf Cadix. B-, zugleich Minister,Admiral und Feldherr, schien mit sieb selbst zu wetteifern, in welcher dieser Eigen-schaften er sich am tiefsten herabwürdigen kenne. Nachdem er die Einwohner vonRechtste zum Aufstande bewogen, um sie der Rache Richelieu'S zu übergeben, nach-dem er ein Drittel des cngl. Heeres aufgeopfert, kehrte er nach England uuück,ebenso sehr von seinen Mitbürgern als von seinen F inden verachtet und verwünscht.Die dringenden Bedürfnisse machten die Zusammenberuftmg eines neuen Parla-ments nöthig. B. eröffnete eS niit der Erklärung, daß der König sich derselbenwol überbebcn gekonnt, und daß, wenn man die Gelder verweigere, Se. Maj.andre Mittel finden würden, Ihren Bedürfnissen abzuhelfen. So streute er denSame.i der Zwietracht zwischen König und Volk, die gegenseitig.sich nur zu ver-ständigen wünschten. Er mußte in den Debatten sich den Urheber deü öffentlichenElends nennen hören, während man in dem Herzen des Königs das Heiligthuinaller Tugenden anerkannte. Dhne zu wissen, wann er nachgeben und wann er wi-derstehen müsse, bestritt er aufs äußerste die berühmte Petition der Rechte, welchedie zu den Lebenselementen der Engländer gehörigen Freiheiten wiederherstellen sollte,ließ aber plötzlich von seinem Widerstände ab, als er hörte, daß man im Unterhaus«eine peinliche Anklage gegen ihn einleiten wolle. Die Beschwerden über ihn nahmenaufs neue ihren Lauf; doch begnügte man sich statt einer förmlichen Anklage mitdem Gesuch, daß derKönig von seiner Person und aus seinemRath denHerzogvonBuckingham entfernen möchte, der die Hauptursache des öffentlichen Unglücks sei.Die Antwort deü Monarchen war eine plötzliche Auflösung des Parlaments. Karlbeschloß, aufs neue den Protestanten von Rocheste zu Hülfe zu kommen. Der GrafDenbigh leitete die Unternehmungen, kehrte aber, nachdem er die Flagge Englandsdurch Unthätigkeit beschimpft hatte, unverrichtcter Sache zurück. Jetzt befahl derKönig B., sich selbst an die Spitze einer neuen Rüstung zu stellen, die mit un-glaublicher Schnelligkeit ins Werk gerichtet wurde. Der Herzog mußte dem aus-drücklichen Willen des Königs nachgeben und war in PortSmouth im Begriff sicheinzuschiffen, als er den 23. Aug. 1628 mitten unter seinen Höflingen, Garden undSoldaten von dem Dolche eines Fanatikers, des Subalternofficiers Felion, siel.So endigte ein Mann, dessen bloßer Name die Idee der unbeschränktesten Machterweckte, der den Anklagen beider Häuser, dem Hasse Richelieu'S und Olivarez'g,und selbst der Unzufriedenheit zweier Könige, in deren Namen er regierte, Trotzgeboten hatte, und der i» dem Augenblicke seines Todes durch den Eifer, mit wel-chem er die Rüstungen betrieben, die Gunst seines Königs wiedergewonnen und imVertrauen auf die ungeheuern Hülfsmittel, mit denen er sich umringt hakte, einemglücklichen Erfolge entgegensehen durfte.
Bückler (Johann), als Schinderhanncs der Anführer einer Räu-berbande, die„gegen das Ende des vorigen Jahrh, am Rhein ihr Unwesen trieb.Von armen Altern geboren, trat er in die Dienste eines Scharfrichters. Er ent-wandte seinem Dienstherrn einige Felle und entwich, wurde aber ertappt und zu 25Siockschlägenverurcheilt. Diese öffentlich an ihm vollzogene Strafe entschied, nach