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Bujukdere Bukarcscht (Friede zu)
in beiden Dellen, im Kattegat , die den Schiffern sehr gefäbrlich und zum Theil umbekannt waren, mit großer Sorgfalt bestimmt und so die Schifffahrt der dänischenFahrwasser mehr gesichert. Ausnehmend viel leistete er durch Bildung geschickterMänner für den kenigl. Seedienst. B.'SSchriften („Erste (Gründe der sshärischenund theoret.Astronomie", 1186; „ErsteGründe d.absiract.Mathematik", Aliona1181, 3 Bde.) sind in den Händen aller Astronomen. Vorzüglich aber ist seine„Beschreib, der AuSmessungsmerhode zum Behuf der dänischen Eharten" ein Mu-stcrlehrbuch über Landesvermessungen. Er st. d. 16. Jan. 1815 zuKopenhagen.
Bujukdb' rb', d. h. großesThol (von bujuk, groß, und dere,Thal), ein durchseine, besonder? vom BoSporos betrachtete, Lage und Umgebungen höchst reizende?Städtchen auf der wesil. Küste de ? BoSpoio?, nicht weil von Konstaminopcl unddem schwarzen Ddeere, so genannt von dem großen Thal, in welchem e? liegt, nachdem auch da? dadurch strömende Wasser Bujukdere heißt. Diese? Thal ist eineFortsetzung des tiefen sogen, chronischen Busens, den derBosporos in Form eine?Halbcirkel? bildet, und erstreckt sich eine Stunde landeinwärts. Da? Thal, wieder Thalstrom, heißen danach auch selbst, d. i. der tiefe Busen. Eshieß vormals das schöne Land (xsXoc und noch heutzutage fuhrt der herr-
liche Spaziergang den Namen: die Wiesen (Libadia, la p-iNrie). Auf dem unternTheile dieser schönen Wiese, welcher seiner Anmuth wegen vorzugsweise die Wieseheißt, erhebt sich eine der herrlichsten Baumgruppen des Bosporo?, au? 1 Platanenbestehend, welche zusammen WOi Iei>> da^b. d. h. die sieben Brüder, genannt werden.Nach einer nicht völlig erwiesenen Sage soll Gottfried v. Bouillon mit dem Heereder Kreuzfahrer 1086 auf dieser Wiese sich gelagert haben. Der Ort selbst bestehtaus dem untern und obern; in jenem befinden sich die Häuser der Griechen, Arme-nier und einiger Türken, im obern Theile aber die Sommerwohnungen und Gärtender europ. Gesandten, außer denen manche auch Häuser in dem tiefer im Lande lie-genden anmuthigrn Belgrad haben. Unter diesen Wohnungen zeichnet sich besondersder russ. Gesandischasn-palast und Garten durch regelmäßigen Bau und schöne An-lagen aus. Noch vor diesem entstand der herrliche, große Garten te? vormals däni-schen und kursachs. Geschäftsträger? und eines der reichsten Banquiers in Pera, desFreih. Hübsch v. Großthal (wie er sich nach Bujukdere nannte). Diese Paläste lie-gen sämmtlich an dem schönen O.uai, der ein fleißig besuchter Spaziergang der Ein-wohner von B. ist, und dessen Reize besonder? in mondhellen Nächten mit Begeiste-rung gepriesen werden. Eine ziemlich lange Kunststraße, die durch den Ort führt,besteht au? 2 Reihen Häuser, die größtentheils im europäischen Geschmacke gebautsind. Fremde pflegen sogar den Winter dort zuzubringen wegen der, über alle Be-schreibung erhabenen, herrlichen Gegend. Auch ist B. der allgemeine Zufluchtsortfür die höher» Stände, wenn eine ansteckende Krankheit in Konstantinopel , Galataoder Pera herrscht, sowie wenn eine Volksempörung zu fürchten ist. 22.
Bukarescht (d. i. Frcudenstadt), Hauptst. der Walachei in der Dumbro-witza, Residenz de? Hospodars und eines gricch. Bischofs, hat 10,000 schlecht ge-baute H. und 60,000 E„ darunter Griechen, Juden und Armenier. Die Lttraßensind nicht gepflastert, sondern sämmtlich mit eichenen Bohlen belegt. Die Griechenhatten hier früher ein Gymnasium mit 12 Lehrern, welches 1810 211 Ltudentenbesuchten. Es ist eingegangen, nachdem der jetzige Hospodar Ghika, ein geb. Wa-lache, die alten Stiftungen für de» Unterhalt desselben 1825 eingezogen hat. DerHandel mit Wein, Häuten und andern LandeSproducten ist ziemlich lebhaft.
Bukarescht (Friede zu), d. 28.Mai 1812, Rußlands letzter Friedens-schluß mit der Pforte. Kaiser Alexander hatte im Nov. 1806 sowol zum schützederMoldau und Walachei, als auch wegen Verletzung seine? freien SchifffahrtS-rechts durch den Bosporos, die Waffen ergriffen und die Moldau besetzt, woraufdie Pforte am I.Zan. 1801 den Krieg an Rußland erklärte. Eö ward jedoch schon