Bukowina
Dulen
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am 24. A»g. 1801, in Folge des Friedens zu Tilsit, ein Waffenstillstand zu Elobosiageschloffen, nach welchem die Russen die besetzten Fürstenthümer räumten. NachAblauf desselben im April 1808 dauerte die Waffenruhe stillschweigend fort; alsaber Napoleon auf dem Congreffe zu Erfurt in die Vereinigung der beiden Fürsten-thümer mit Rußland eingewilligt hatte, eröffnete Rußland im Fcbr. 1809 zu Iassyeinen F> iedenScongreß, und perlangte sowol die Abtretung der beiden Fürstenthümerals auch die Entfernung des großbrit. Gesandte» ausKonstantinopel. Hierauf brachdie Pforte diellntei Handlungen ab, und der Krieg ward im April 1809 erneuert. DieRussen drangen in die Bulgarei ein und blieben nach 2 blutigen Feldzügeu Meisterder Dona». Markoff hatte nämlich den türk. Defeblshaber Achmed Pascha beiRuScfuk den 14. Dct. 1811 geschlagen, und die Armee des Großveziers TschabanOglu den 8.Dec. am linken Donauufer in rufst Kriegsgefangenschaft sich ergebenmüssen. Die Pforte bot daher die Hand zum Frieden. Ein Congreß ward im Dec.1811 zu Bukarescht eröffnet. Indeß rüstete sich bald daraufNapoleon gegen Ruß-land und schloß am 14. März 1812 mitÖstreich ein Bündnis;, nach welchem beideMächte die Integrität der Pforte garantirten. Auch that er alles Mögliche, um diePforte zur Fortsetzung des Krieges zu bewegen. Gleichwol brachte die VermittelungGroßbritanniens und Schwedens, sowie das Nachgeben Rußlands und das Miß-trauen der Pforte gegen Napoleon , den Abschluß des Friedens zu Bukarescht zuStande, den russ.Seits Andri Italinski, Sabanejeff undIos.Fonton am 28.Maiunterzeichneten. Die Pforte trat ganz Bessarabien und ein Dritkheil der Moldaumit den Festungen Choczim, Akkierman, Bender, Ismail und Kilia, zusammenetwa 850 oM., an Rußland ab, sodaß der Pruth bis zu seiner Ausmündung indie Donau , und von da das linke Donauuser bis Kilia und bis zur Ausmündung derDonau in das schwarze Meer dieGrenze bestimmten. DieRussen gaben ihre übri-gen Eroberungen zurück. In Asien sollte die Grenze auf den Fuß vor dem Kriegewiederhergestellt werden. Die Pforte bewilligte den Serbiern, die als Verbündeteder Russen für ihre Unabhängigkeit gckämpft hatten, volle Amnestie und das Recht,ihre innern Angelegenheiten selbst zu verwalten, sowie die mäßige Steuer, welche diePforte ihnen auferlegen würde, unter sich aufzubringen. Die Serbier nahmen je-doch diese Bedingungen nicht an und setzten den Kampf fort, unterlagen aber baldder türkischen Übermacht.
Bukowina, s. Galizien und Östreich.
B u l e n (B o o l e n) oder B u l e y n (Anna , zweite Gemahlin Heinrichs VIII.vonEngland, war der letzte Sprößling aus der Ehe desSirThomasBoolen mit derT. deSHerzogs v.Norfolk , geb. 1499 oder 1500. Sie begleitete Maria, HeinrichsSchwester, welche sieh mit Ludwig X II. vermählte, als Ehrendame nach Frankreich ,kehrte aber nicht mit derselben nach England zurück, als derTod des Königs sie zurWitwe gemacht hatte, sondern begab sich an den Hof der Königin Claudia, Gemah-lin Franz I. , und nach deren Tode zur Herzogin v. Aleimon, der Schwester desfranz.Monarchen. Schön, jung, geistreich und lebhaft,'gefiel sie an den; galan-ten Hofe Franzs I. vielleicht nur zu sehr. Aus unbekannten Ursachen kehrte sie um1525 — 21 nach England zurück und ward Ehrendame der Königin, die bald vonihr verdrängt werden sollte. DerKönig, von heftiger Liebe zu ihr entzündet, fandeinen unerwarteten Widerstand, und Anna erklärte standhaft, daß er sie nur alsGattin besitzen könne. Sie wußte, daß der König schon mildem Gedanken umging,sich von s. Gemahlin, Katharina v. Aragonien , scheiden zu lassen; sie wußte aberauch, welche Schwierigkeiten die kathol. Religion der Ausführung dieses Plans ent-gegensetzte. Cranmer soll sich zum Werkzeuge der Wünsche des Königs dargeboten,und dies die erste Veranlassung zu dem Abfall Englands von der römischen Kirchegegeben haben. Aber der zügellose Heinrich wartete nicht einmal, bis die Diener sei-ner neuen Kirche die Scheidung auösprachen, sondeen vermählte sich heimlich amCoiivcssaiivnr.rexieon. Bd. II. 19