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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bundeöfcstungen '

gegen die Festungen erregten Borurtheile klebt, und an dem die großen L bren,welche der Krieg in Spanien und das I. 1812 Über den strategischen Werth derFestungen gegeben haben, ungenutzt vorübergegangen sind ; ein schwierigeres B eden-ken aber ist, wie und wo die schützende Festungskette anzulegen sei. Leider hat sich beiBeantwortung derselben der aufDeutschland seit Anbeginn der Geschichte lastendeFluch, die Stammeigenliebe, welche über dem Wohle des kleinen StaatS das desGesammtvaterlandes vergißt, wieder sehr thätig gezeigt; und während einige, be-sonders der weniger mächtigen Regierungen Deutschlands , den Bau, da er ihnenauf ihr Schicksal zu geringen Einfluß zu haben schien, mindestens durch Lauigkeitmittelbar hemmten, geschah dies von andern durch das Geschrei, al» ob diese oderjene zu einer Bundesfest^ng erwählte Stadt dids nicht werden könne, da sie dasLand des Nachbars besser als das des eignen StaatS schütze. Diese so mannig-faltig getheilten Interessen machen die Anwendung umfassender und großer, aufTheorie und Erfahrung gegründeter Ideen, bei Anlegung der Bundesfestungenunmöglich, und statt, wie zu wünschen wäre, alle Bundesländer durch eine dieHauptpässe schließende Festungskette zu umgeben, hinter dieser an den Vereinigungs-punkren der Straßen- und Wassereommunicationen Plätze zu 'Anhäufung aller Be-dürfnisse für die Offensive und Defensive anzulegen, und endlich im Herzen des Lan-des noch einige Centralfestungen, wo sich alle Kräfte sammeln sollen, gebaut zu sehen,wird das Vaterland zufrieden sein müssen, mit Nichtbeachtung der östlichen Grenze(wo die Besitzungen Östreichs und Preußens außerhalb Deutschland die Benutzungder Grenzen zu reinem Zwecke des deutschen Bundes unmöglich machen > und mitgänzlicher Übergebung der nördlichen, welche durch das Meer, und der südlichen,welche durch die Alpen ziemlich genügend gedeckt ist, nur die durch Elsaß bedrohtesüdwestliche Grenze einigermaßen zur Vertheidigung eingerichtet zu erhalten. Zudiesem Zwecke sind schon im pariser Frieden Mainz und Luxemburg dem Bundeübergeben, und hierzu ist noch 1815 Landau gekommen. Ersteres hat im Friedenpreußische, östreichische und darmüädtische, Luxemburg preußische und niederländi-sche, Landau bloß bairische Besatzung. Im Kriege soll die Besatzung dieser undaller andern BundeSplähe gemischt sei» und nie von einem Bundesgliede allein ge-geben werden. Nach einem frühern Beschlusse des Bundestags sollte außerdem zurVerwahrung des jetzt ganz offenen Schwarzwaldes Ulm als Straßenknotcn der wich-tigsten, aus dem Schwarzwald ins Donaurhal führenden Wege und als Schlüsselder Donau mit einem Auswande von 5,000,000 Thlr. zu einer Festung erstenRanges umgeschaffen, zu Germersheim oder in dessen Gegend ein doppelter Brücken-kopf mit einem Aufwandc von 3,750,000 Thlr. gebaut, an der südwestlichen Grenzebei Rastadt oder Donaueschingen aber und zwischen Landau und Luxemburg beiHomburg auch feste Plätze, jedoch von geringerm Range, angelegt werden. EineMilitaircommission ward niedergesetzt, um die Örtlichkeiten dieser Punkte und diesonstigen Umstände zu untersuchen. Bei dieser Commission brachte Würtemberges bald zur Sprache, daß Ulm , statt dies Königreich und Baiern zu schützen, erstseine Wirksamkeit begönne, wenn diese beiden Staate» bereits völlig in der Handdes Feindes wären, und daß Manheim , an der Vereinigung des Neckars und desRheins gelegen, sich viel besser als Ulm zu einer Bundesfestung eigne: eine Mei-nung, die auch in mehren Flugschriften vor den Richterstuhl des Publicums gebracht,von der Militaircomitö aber und wol auch ziemlich allgemein von der öffentlichenMeinung verworfen wurde, indem offenbar eine Hauptsesiung, die auch ein Haupt-depot in sich fassen soll, und zu deren Anlage eine so große Summe bestimmt ist, nichtan der Grenze, sondern in der Mitte eines StaatS liegen muß. Obgleich es nunhierin und in Rücksicht aufHomburg bei dem ersten Beschlusse blieb, so wurde dieserdoch in andern Punkten geändert. Aus den Bericht der Commission iü über die zuGermersheim und Rastadt anzulegenden Festungen noch Nichts Lestnitiv vom Bun-