Burke
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cr hier und da durch Geschwätzigkeit, so ist dies weniger ihm als seiner Zeit beizn-messen. Im Gefängnisse schrieb er eine Paraphrase der Psalmen. Tollten aberauch Geliert, Gemmingen, Eschenburg u. A. sein Verdienst zu hoch angeschlagenhtben, so verdient er doch gewiß nicht die Geringschätzung, die er von einigen Llte-ratoren unserer Tage hat erfahren müssen. Nicht bloß ältere Dichter, wie Rollen-hagen, scheinen ihn benutzt zu haben, auch mehre unserer besten neuern Fabeldichter,wie Geliert, Zachariä, Hagedorn, verdanken ihm den -Lkoff. zum Theil selbst dieEinkleidung einiger ihrer gepriesensten Gedichte. Eschenburg hat eine Auswahl vonB.Waldis's „Fabeln" geliefert iBraunschw. 1777 . 51).
Burke (Edmond), geb. zu Dublin d. 1. Jan. 173«, Sohn eines protestanti-schen Sachwalters, verdankte seine erste Erziehung einem wackern O.uäker und derSchule seiner Vaterstadt. 1753 kam er nach London , wo sein Geist und seine Kennt-niste ib» bald ausreichneten. Er studirte 'war die Rechte und ward Advocar, aberseine Neigung schien ihn mehr zu der Literatur hinzuziehen, und er schrieb für Jour-nale und periodische Schriften. Das erste Werk, zu dem er sieh bekannte, die „ > in-«lia.Nn'u <>l »ulural ielv", 1758 (d. i.: Reclamation der Rechte der natürlichenGesellschaft), ist ein Überblick der Übel, welche die Civilisation hervorgebracht hat.
B. gab es als e-v nachgelassenes Werk von Bolingbroke heraus und hatte dessenStyl und Manier vollkommen nachgeahmt, denn seine Absicht war, zu zeigen, daßmit denselben Gründen, mit welchen Bolingbroke die Religion angegriffen, sich allebürgerliche und politische Einrichtungen angreifen lassen; aber er war dabei sogründlich in die Sache eingegangen, daß den Meisten die Satyre entging. 1757erschien s. „Versuch über das Erhabene und Schöne", und schon damals sagte John-son, daß B. der außerordentlichste Mensch sei, den er je kennen gelernt habe.
1758 entwarf B. den Plan zu dem „.Vnnmck rcgHwr" und übernahm den histo-rischen Theil desselben; auch ward er Mitglied einer <It-k>->in>u »wiese und gingviel mit ausgezeichneten Schauspielern um. So bildete er sich allmälig zum Rednerund Staatsmann. Seine öffentliche Laufbahn fing 1761 an, als er mit seinemFreunde Hamilton, Secretair des VicekönigS, Lord Halifax, nach Irland reifere.
Nach seiner Rückkehr 1765 ward er von dem Marguis von Rockingbam, erstemLord der Schatzkammer, zu dessen Privatsecretair ernannt und zum Abgeordnetendes Fleckens Wendover gewählt. Wiewol er theils durch dieses Verhältniß, theilsdurch ein beträchtliches Geschenk, welches Rockingham ihm unter dem Nameneines Darlehns machte, der Ministcrialpartei beizutreten genöthigt war, so zeigteer sich darum den VolkSgrundsahen keineswegs entgegen. Die in Amerika ent-standene Unzufriedenheit fing an die ganze Nation zu beschäftigen. B. zeigte inseiner ersten Rede, den 11. Jan. 1766, die Nachtheile der s tempelrare und erwarbsich dadurch des ältern Pitt Beifall. Seinem Vorschlage gemäß ward die 5 »>»>,>-><-> (die Stempelacte des Lord Grenville ) mit der Erklärung zurückgenommen, daßGroßbritannien übrigens allerdings dasRecht habe, Amerika zu besteuern. DieserAusweg hob wenigstens die gegenwärtigen Streitigkeiten. Indeß trat Lord North an die Spitze der Geschäfte; B. schloß mit einem kräftig und einfach entworfenenGemälde des letzten Ministeriums und nahm seine» Platz in der Kammer der Ge-meinen, wo er sich unter den Anhängern des entlassenen Ministeriums auszeichnete.
An derSpitze derOpposition ward er zugleich bewundert und gefürchtet. Damalsschlug er in einem Pamphlet: »PUii vn tlw au,in; <>>' tlw i>>e»u,i >li<won- (
wnl-i" (Betrachtungen über die Ursache der gegenwärtigen Unzufriedenheit), wel-ches viel Aufsehen machte, als Mittel geacn die allgemein gefühlten Übel vor,die Volksgewalt in die Hände der großen Familien der Whigs zu legen, welche dieStütze der Revolution von 1688 sowol als der nachherigen Maßregeln gewesen,und bezeichnete auf diese Weise die Rockingham'sche Partei. Er zog sich dadurch,wiewol unverdienter'Weise, denVorwurf eines zu weilgetriebeiienDemokratismus